Studien der Woche

YouGov & Sinus / Netigate / NIM & St. Gallen Symposium / Ebay Ads & Civey

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Zusammenhalt ist wichtig für ein gutes Miteinander: Beim Weltelterntag am 1. Juni steht die Familie im Mittelpunkt. Außerdem geben Mitarbeiter Auskunft über ihre Loyalität. Das Internet bedient beide Bereiche, das Familien- wie Berufsleben. Hier machen sich Menschen auf die Suche nach Informationen. Doch welche Dienste liefern verlässliche Informationen? Und welche Ebay-Suchen liegen aktuell im Trend?

Eine glückliche Familie

Hat die Politik die Belastungen von Eltern während der Corona-Krise ausreichend berücksichtigt? Mehr als zwei Drittel der befragten Deutschen sind der Ansicht, dass dem nicht so ist. Dabei läuft das Familienleben gar nicht schlecht: Bei vier von fünf Befragten ist das Eltern-Kind-Verhältnis gut. Je jünger die Befragten, desto positiver bewerten sie das Verhältnis. Das eigene Nest verlassen Frauen der Befragung nach im Durchschnitt früher als Männer. Unter den Frauen gaben 43 Prozent der Befragten an, so früh wie möglich zuhause ausgezogen zu sein – bei den Männern waren es 39 Prozent. Und was wollen Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben? Mehr als 90 Prozent der Befragten mit Kindern im Haushalt gaben an, ein gutes Vorbild für die Kinder sein zu wollen. Die Vermittlung von Werten steht an zweiter Stelle. Und gut die Hälfte der Befragten möchte ihre Kinder besser erziehen als ihre Eltern sie selbst erzogen haben. Der Staat spielt dabei eine wichtige Rolle: Wenn Eltern nicht in der Lage sind, sich ausreichend um ihre Kinder zu kümmern, sollte der Staat in die Erziehung eingreifen dürfen, meinen vier von fünf Befragten – beispielsweise in Form von Jugendämtern oder Beratungsstellen. Doch wie sieht eine glückliche Familie überhaupt aus? Eine gute Eltern-Kind-Beziehung legt für rund 90 Prozent der Interviewten den Grundstein für ein glückliches Leben. Für die Akzeptanz weiterer Familienmodelle neben dem klassischen Mutter-Vater-Kind-Modell, sprachen sich drei Viertel der Befragten aus. Die Einstellung zu verschiedenen Familienmodellen hängt der Studie zufolge stark mit der Werteorientierung der Befragten zusammen – das ergab die Auswertung der sogenannten Sinus-Milieus.

Über die Studie
Für diese Untersuchung haben YouGov und das Sinus-Institut gemeinsam 2.029 Personen zwischen 18 und 69 Jahren anlässlich des Weltelterntages am 1. Juni online befragt.
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Mitarbeiter geben Auskunft

Der Employee Net Promotor Score (eNPS) erfasst die Mitarbeiterbindung mit einer einzigen Frage: „Auf einer Skala von null bis zehn, wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Ihr Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen?“. Aus den gesamten Mitarbeiterantworten wird dann der eNPS für ein Unternehmen berechnet. Und der Trend ist durchaus positiv: 70 Prozent der Unternehmen, die die Mitarbeiterbindung in den vergangenen zwei Jahren gemessen haben, verzeichneten einen positiven Anstieg ihres eNPS. 2019 lag der eNPS im Durchschnitt noch bei 9, es folgte ein starker Anstieg im Jahr 2020 auf durchschnittlich 17 und im vergangenen Jahr blieb der Score nahezu unverändert mit einem Durchschnittswert von 16. Aus den Befragungen ging außerdem hervor, dass Unternehmenselemente in Bezug auf Führung, Arbeitsaufgaben, persönliche Entwicklung und Klarheit hinsichtlich der Visionen und Ziele des Unternehmens eng mit der Mitarbeiterbindung verbunden sind. Ein weiterer Teil der Untersuchung bestand darin, herauszufinden, wie sich Mitarbeiterbefragungen – oder ein Mangel daran – auf den eNPS auswirken. Die Studie ergab, dass Mitarbeiter, die in den Jahren 2019 und 2020 an keiner Art von Mitarbeiterbefragung teilgenommen haben, bei der Mitarbeiterbindung (eNPS) schlechter abschneiden als diejenigen, bei denen Unternehmen mindestens eine Mitarbeiterbefragung im selben Zeitraum durchgeführt haben.

Über die Studie

Die Daten stammen von 263 verschiedenen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, die in den Jahren 2019, 2020 und 2021 den Net Promoter Score (eNPS) ihrer Mitarbeiter erhoben haben. Diese Unternehmen verteilen sich über die Länder Deutschland, Österreich, die Schweiz, Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien und die Niederlande. Der Report basiert auf mehr als 190.000 eNPS-Antworten. In den Jahren 2019 und 2020 hat Netigate außerdem eine Panel-Umfrage mit mehr als 3.000 Arbeitnehmern durchgeführt.
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Fake News?

Die „Leaders of Tommorow“, die im Mittelpunkt dieser Untersuchung stehen, sind mit sozialen Medien und Netzwerken aufgewachsen. Trotzdem sehen sie diese Kanäle nicht unbedingt als vertrauenswürdig an – eher im Gegenteil. Social-Media-Kanäle stehen bei der Verbreitung von Fake News bei den Befragten an erster Stelle: 90 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass soziale Medien oft bis sehr oft Fake News verbreiten würden. Es folgten Video-Kanäle, wie beispielsweise YouTube, sowie Peer-Group-Netzwerke in sozialen Medien. Am meisten vertrauen die Befragten den Tageszeitungen – mehr als zwei Drittel denken, dass hier nur selten oder überhaupt nie Falschinformationen verbreiten werden. Nachrichtensendungen bei öffentlichen TV-Sendern und Nachrichtenmagazine landeten auf dem zweiten und dritten Platz. Doch welche Maßnahmen sind sinnvoll, um das Vertrauen in Technologien zu steigern? Den Befragten zufolge sind das vor allem eine höhere Transparenz, wie die persönlichen Daten der Nutzer verwendet werden, eine umfassende Bildung der Menschen zu Risiken und Chancen von Technologien sowie die Einrichtung und Stärkung entsprechender Aufsichtsbehörden. Während der Pandemie hat sich auch das Vertrauen der Teilnehmer in bestimmte Personengruppen geändert: Verlierer sind Regierungen und politischen Führungskräfte. Aber auch Social-Media-Plattformen und die Presse in Form von Journalisten haben der Untersuchung zufolge Vertrauen eingebüßt. Dazugewonnen haben hingegen Technologien und Fernarbeit, medizinische Berufe sowie Wissenschaftler.

Über die Studie
Für die Studie haben das Nürberger Institut für Marktentescheidungen (NIM) und das St. Gallen Symposium 620 Nachwuchsführungskräfte, Jungunternehmer und Studierende aus dem weltumspannenden Netzwerk des St. Gallen Symposiums aus 84 Ländern befragt. Die Teilnehmer sind überwiegend nach 1990 geboren.
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Pläne für den Sommer

Was konsumieren die Deutschen, nun da der Urlaub 2021 vor der Tür steht? Da die Befragten vermehrt Urlaub in Deutschland planen, überrascht es nicht, dass die Nachfrage nach Reiseführern für Deutschland in dieser Untersuchung um 92 Prozent gestiegen ist. Auch die Suche nach Ferienwohnungen hat um 65 Prozent zugelegt. Und die Nachfrage nach Campingstühlen und -tischen ist ebenfalls angestiegen. Unter den Freizeitaktivitäten liegen Nordic Walking mit einem Suchanfragen-Plus von 55 Prozent, Mountainbike fahren mit einem Plus von 36 Prozent und Wandern mit 27 Prozent Zuwachs vorne. Die passenden Produkte dazu – wie Wanderstöcke und Wanderschuhe – wurden auch vermehrt gesucht. Im Trend liegt außerdem der Wassersport: Die Nachfrage nach Kanus und Kajaks hat sich um rund ein Drittel erhöht. Wer nicht in den Urlaub fährt, möchte es sich dafür Zuhause schön machen: Die Nachfrage nach Garten-Dekoration stieg in dieser Untersuchung um 65 Prozent an. Loungemöbel, Pool und Gartenduschen konnten ebenfalls einen Zuwachs von rund 20 bis 30 Prozent verzeichnen. Im Sommer planen vor allem Familien mit Kindern Auslandsreisen, wie die Studie ergab. Unter ihnen gab das jeder Dritte an, verglichen mit rund 20 Prozent im allgemeinen Durchschnitt. Die beliebtesten Reiseführer sind dabei auf Ebay die von Griechenland und der Schweiz mit einem Anstieg von jeweils 142 Prozent und Italien mit einem Plus von 68 Prozent.

Über die Studie
Für den aktuellen „Sommerurlaub Report 2021“ hat Ebay Ads mit Unterstützung des Meinungsforschungsunternehmens Civey 2.503 Konsumenten in Deutschland zu ihren diesjährigen Urlaubsplänen befragt und parallel dazu die Suchanfragen bei Ebay.de im März und April 2021 im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2020 ausgewertet.
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