Studien der Woche

YouGov / Mintel / Statista / Wavemaker & [m]Science / Ipsos / POSpulse & EHI

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Corona bestimmt die Meldungen - dabei erreichen uns verschiedene Fragestellungen: Sportveranstaltungen - alles absagen? Wer steckt hinter den Hamsterkäufen? Wo werden die Informationen gesucht? Was kommt danach? Positive Aspekte? Kommt jetzt die Stunde der Self-Checkout-Kassen?

Sportveranstaltungen

72 Prozent der Befragten in Deutschland sind für die Absage bzw. Verschiebung von allen großen Sportveranstaltungen; inbesondere Personen ab 55 Jahren (82 Prozent) plädieren dafür. Auf die Frage, welche nächsten Schritte unternommen werden sollten, wenn eine Liga oder ein Sportturnier pausieren muss, antworten 31 Prozent, dass der Wettbewerb auf einen späteren Zeitpunkt, egal wie weit dieser in der Zukunft liegt, verschoben werden sollte. 30 Prozent sprechen sich dafür aus, dass ein für mehr als einen Monat pausierender Wettbewerb für diese Saison oder dieses Jahr abgebrochen werden sollte, ohne einen Meister/Sieger oder Absteiger/Verlierer zu ermitteln. Für 18 Prozent sollte bei einer möglichen Absage für diese Saison oder dieses Jahr ein fairer Weg gefunden werden, um einen Meister/Sieger oder Absteiger/Verlierer zu bestimmen.
Zur YouGov-Befragung (Befragungszeitraum 20. bis 23.03.2020)>>

Hamsterkäufe

49 Prozent der befragten Millennials in Deutschland machen sich keine Sorgen über die Ansteckungsgefahr des Virus. Im Vergleich sind 28 Prozent der Babyboomer (56 und 74 Jahren) über das Infektionsrisiko beunruhigt. Genau diese Beunruhigung führte im ersten Schritt zu Hamsterkäufen. Insgesamt gaben elf Prozent der deutschen Befragten an, sich mit Vorratseinkäufen eingedeckt zu haben. 16 Prozent der Befragten mit Kindern unter 18 Jahren gaben dabei, Lebensmittel auf Vorrat gekauft zu haben – im Vergleich waren es bei den Älteren zwischen 56 und 74 nur sieben Prozent.
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Informationen

© Statista
Geht es um Informationsgewinnung über Corona ist in Deutschland und den USA das Fernsehen der wichtigste Kanal. In China sind dagegen News-Webseiten ein kleines bisschen populärer. Neben TV und News-Webseiten hat hierzulande das Radio einen hohen Stellenwert. Dagegen informieren sich Chinesen deutlich häufiger als Deutsche und Amerikaner über Social Media und Apps.
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Leben nach der Krise

49 Prozent der Befragten in Deutschland wollen nach Corona den eigenen Lebensstil umstellen und achtsamer leben als vor der Krise. 71 Prozent wollen sich nach Corona als erstes wieder mit ihren Freunden treffen. Vor allem die Jüngeren freuen sich darauf, wieder soziale Kontakte zu haben. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) brennen schon darauf, wieder Kneipen oder Restaurants zu besuchen. Immerhin ein Viertel der Menschen (24 Prozent) wird die Nutzung von Social Media reduzieren und weniger Zeit auf sozialen Plattformen verbringen – offenbar überwiegt das Bedürfnis nach persönlicher Nähe.
Zur Umfrage von Wavemaker und [m]SCIENCE vom 31.3.-1.4.2020 >>

Isolation als Chance

Viele Menschen versuchen zudem, die neu gewonnene Zeit bei sich zu Hause positiv zu nutzen. 22 Prozent der Befragten in Deutschland halten es für wahrscheinlich, dass sie sich als Folge der Ausbreitung des Coronavirus neue Fertigkeiten aneignen werden. In anderen befragten Ländern sind die Menschen sogar noch deutlich optimistischer: in Vietnam (75 Prozent), Indien (74 Prozent), Mexiko (64 Prozent), China (63 Prozent) und Brasilien (60 Prozent).
Zur Ipsos Global Advisor-Studie (Befragungszeitraum: 26. bis 30. März 2020) >>

Kassenverhalten

Rund 80 Prozent der aktuell Befragten haben stationäre Self-Checkout-Kassen oder mobile Selfscanning-Systeme bereits wahrgenommen und sogar 60 Prozent wünschen sich mehr dieser Kassen. Vorteile werden in kürzeren Wartezeiten, einer selbst bestimmten Geschwindigkeit am POS sowie in einer einfachen Bedienung und Bezahlung gesehen. Vor der Corona-Pandemie gaben knapp 40 Prozent der Befragten an, SB-Kassen oder sogar kassenlose Checkouts gegenüber bedienten Kassen zu bevorzugen. Auch in der Art der Bezahlung ergaben sich starke Veränderungen: Vor der Pandemie bevorzugten noch 38 Prozent die Barzahlung, ihr Anteil sinkt aktuell auf 18 Prozent.  Während 42 Prozent dabei die klassische Kartenzahlung präferieren, nutzen weitere 31 Prozent das kontaktlose Bezahlen und rund acht Prozent die mobilen Zahlungsvarianten.
Zur Studie von POSpulse in Zusammenarbeit mit dem EHI >>
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