Studien der Woche

Splendid Research/ MediaAnalyzer / Stiftung für Zukunftsfragen / Ipsos / Statista

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© Pixabay
Kein anderes Land sorgt sich so sehr um das Klima wie die Deutschen. Dennoch entscheidet die Mehrheit im Supermarkt nicht nachhaltig und greift zu konventionellen Fleisch- und Milchprodukten. Und auch beim Reisen hat das Thema Sicherheit den Umweltschutz als Reisevoraussetzung abgehängt. Aber was sind die neuen Prioritäten nach Ende der Pandemie?

Nachhaltig Essen

Obwohl sich neben dem stetig steigenden Anteil an Vegetariern und Veganern inzwischen 18 Prozent der Verbraucher als sozial-ökologisch orientier einstufen lassen, zählt für ein Fünftel der Verbraucher ausschließlich der Preis bei der Produktwahl. Darüber hinaus ist fast 40 Prozent der Befragten die Notwendigkeit für nachhaltiges Handeln bewusst, dennoch ergreifen sie keine besonderen Maßnahmen, um dieses zu unterstützen. Das wird auch durch den Blick in die Einkaufskörbe der Deutschen deutlich: Nach wie vor werden mehrheitlich konventionelle Fleisch- und Milchprodukte gewählt. Am ehesten greifen die Deutschen in der Kategorie Milchersatz zu pflanzlichen Alternativen.
Über die Studie:

Das Marktforschungsinstitut Splendid Research hat im Mai 2021 über sein Online-Panel 1.440 in Deutschland lebende Verbraucher zwischen 18 und 69 Jahren zum Thema nachhaltige Ernährung befragt.
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Was nach der Pandemie zählt

Die Pandemie hat uns alle eingeschränkt und der Wunsch nach Normalität ist groß. Im Ranking, was die Befragten nach der Pandemie häufiger tun wollen, landet mit 47 Prozent das Treffen mit Freunden auf Platz eins, gefolgt vom Restaurantbesuch mit 44 Prozent. Und auch beim Einkaufverhalten besteht Nachholbedarf: 19 Prozent der Teilnehmer wollen Einkäufe im Bereich Kleidung und Schuhe nachholen, während 11 Prozent lieber neue Möbel erwerben wollen. Dieses Vorhaben spiegelt sich auch auf die Häufigkeit von Online Bestellungen aus. So geben 21 Prozent an Modeartikel noch häufiger als vor der Pandemie im Internet bestellen zu wollen.
Über die Studie:

Für die Studie wurden von MediaAnalyzer mit der Unterstützung von respondi zwischen Mai und Juni 2021 bundesweit 600 Personen in Deutschland ab 18 Jahren mithilfe eines Fragebogens befragt. 50 Prozent der Befragten waren hierbei weiblich, 50 Prozent männlich.
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Urlaubsreif

Auf Platz eins der in Zukunft interessanten Reiseziele landet der Strand- und Badeurlaub, gefolgt von Städtereisen und dem Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung. Darüber hinaus stieg das Interesse an Urlaub in einem Freizeitpark mit Übernachtungsmöglichkeit um 16 Prozentpunkte, an einem Urlaub auf dem Bauernhof um 15 Prozentpunkte und an Wandertourismus um 13 Prozentpunkte. Und auch bei den Reisevoraussetzungen ist eine Veränderung zu erkennen: 2021 ist „Sicherheit“ mit 89 Prozent der Stimmen von je 100 Befragten die wichtigste Reisevoraussetzung, während 2007 lediglich 69 Prozent dieses Kriterium für wichtig befanden.
Über die Studie:

Im Zuge der aktuellen Sonderausgabe von „Forschung aktuell“ hat die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen im Juni 2021 2.000 Personen in Deutschland ab 18 Jahren zu ihrem Urlaubsverhalten nach der Pandemie befragt.
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Sorgenkind Corona?

Trotz der steigenden Bedrohung durch die neuartige Delta-Variante sorgen sich immer weniger Menschen wegen des Corona-Virus. Während noch im Mai jeder zweite Deutsche angab, Corona als eines der größten Sorgenthemen im eigenen Land einzuschätzen, gaben im Juni nur noch vier von zehn Befragten das Virus als eine ihrer größten Sorgen an. Dennoch landet COVID-19 auf Platz eins der Sorgenskala der Deutschen, gefolgt von Armut und sozialer Ungleichheit mit 34 Prozent und dem Klimawandel mit 29 Prozent. Und die Sorge um das Klima scheint besonders die Deutschen zu beschäftigen: In keinem anderen der in der Studie berücksichtigten Länder sorgen sich die Menschen mehr um das Klima.
Über die Studie:

Zwischen dem 21. Mai und dem 04. Juni 2021 wurden von Ipsos über das Ipsos Online Panel-System 19.010 Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren in 28 Ländern weltweit befragt.
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Mental Health und Digitalisierung

Die Pandemie hat viele Teile des Lebens in den digitalen Raum gedrängt. Mit einigen Herausforderungen verbunden hat der Digitalisierungs-Ruck aber auch positive Seiten: 31 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass das Internet während der Pandemie unerlässlich für ihre mentale Gesundheit war. Und auch bei der Arbeit von zu Hause geben nur 15 Prozent der Teilnehmer an, dass sich diese negativ auf ihr psychisches Wohlbefinden auswirkt. Im Gegenteil: Knapp die Hälfte hat durch die Arbeit im Home-Office das Gefühl mehr Zeit für sich zu haben, 41 Prozent finden, dass man auch nach der Pandemie mehr von zu Hause aus arbeiten sollte.
Über die Studie:

Befragt wurden durch Statista 1.050 Personen in einem Online-Panel zum Thema „Digital Lifestyles“.
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