Studien der Woche

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Wie fortgeschritten ist der Markt von vegetarischen und veganen Ersatzprodukten wirklich und was sind die beliebtesten Hersteller? Wie wachsen Kinder wirklich in einer digitalen Welt auf? Worüber machen sich Senioren in Corona-Zeiten besonders Sorgen? Außerdem: Automobilindustrie – Wird das Autokaufinteresse durch Corona beeinflusst und welches Land stellt die meisten Autos her?

Vegetarische/Vegane (Ersatz-)Produkte
In einer Umfrage wurden in Deutschland lebende Flexitarier und Vegetarier zwischen 16 und 69 Jahren online zum Thema vegetarische oder vegane (Ersatz-)Produkte befragt. 54 Prozent der befragten Flexitarier und 88 Prozent der Vegetarier haben bereits ein vegetarisches oder veganes Ersatzprodukt gekauft. Die bekanntesten Hersteller Alnatura (Bekanntheitsgrad von 68 Prozent) und Rügenwalder Mühle (67 Prozent) bieten sowohl vegetarische als auch vegane Produkte an. Den Haferdrinkhersteller Oatly würden 57 Prozent der Markennutzer weiterempfehlen. Die meisten Befragten geben allerdings an, dass zahlreiche Hersteller kein gutes Preis-Leistungsverhältnis haben. Das gilt besonders für den Fleischersatzanbieter Beyond Meat und Oatly. Zudem bemängeln 17 Prozent der Flexitarier sowie 28 Prozent der Vegetarier eine mangelnde Auswahl an Ersatzprodukten.
Zur Studie von Splendid Research >>


Aufwachsen in einer digitalen Welt
Kinder werden heutzutage in eine digitalisierte Welt reingeboren. Im Zuge einer repräsentativen Umfrage wurden über 1.000 Eltern zum Medienkonsum ihres Nachwuchses befragt. Hierbei zeigte sich, dass 35 Prozent der Drei- bis Achtjährigen (fast) täglich ein mobiles Endgerät benutzen. Zwölf Prozent hängen, laut der Studie, sogar mehrmals am Tag vor dem Bildschirm. Der Familienalltag ändere sich durch die Nutzung der Geräte ebenfalls. Bei Kindern, die mobile Endgeräte mindestens einmal pro Woche benutzen, steht das Spielen an erster Stelle (69 Prozent) und bei 36 Prozent kommen die Geräte bei Langeweile zum Einsatz. Jedes vierte Kind beschäftigt sich eigentlich nur mit den Geräten, wenn die Eltern keine Zeit haben. Über die Hälfte der Eltern von Kindern, die diese Geräte benutzen, haben ein schlechtes Gewissen dabei. Jedoch achten immerhin 98 Prozent der Eltern darauf, dass die jeweiligen Inhalte kindgerecht aufbereitet sind. Zudem geben 86 Prozent der Befragten an, dass sie Formate mit einem pädagogischen Wert bevorzugen.
Hier geht es zur forsa-Umfrage im Auftrag der BKK Mobil Oil >>

Senioren durch Corona beängstigt
Die Corona-Pandemie verunsichert Senioren nicht nur wegen der Ansteckungsgefahr. 25 Prozent der befragten Senioren haben Angst und fühlen sich aufgrund von Corona zusätzlich verunsichert. Eine eigene Immobilie scheint vielen aber ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Dies denken zumindest 74 Prozent der befragten Eigentümer und 62 Prozent der Mieter. Jeder vierte gibt zudem zu, sich durch Corona Sorgen zu machen, den Lebensabend im Altersheim verbringen zu müssen, und jeder Dritte denkt mehr über den Tod nach. Darüber hinaus machen sich jetzt 13 Prozent der Mieter und 25 Prozent der Eigentümer Gedanken, was sie hinterlassen und was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod passiert. Knapp ein Fünftel der befragten Senioren hat außerdem in Zuge von Corona sein Verkaufsverhalten geändert.
Hier geht es zur Studie von der DEGIV und Consumerfieldwork >>
 
Autokauf in Corona-Zeiten
Viele Automobilhersteller wurden wirtschaftlich stark von der Corona-Krise getroffen. Jetzt gibt es allerdings wieder Grund zur Zuversicht. Bei 57 Prozent der befragten Deutschen, die schon vor dem Ausbruch von Covid-19 ein Auto kaufen wollten, hat sich dieser Plan auch nicht geändert. Bei 27 Prozent habe sich das Interesse an einem Autokauf sogar verstärkt, bei nur 15 Prozent habe sich die Kauflust verringert. Die chinesischen Konsumenten sind währenddessen besonders kaufwillig. Nur neun Prozent der Befragten lassen sich durch Corona von ihren Autokaufabsichten abbringen und 58 Prozent wollen sich sogar verstärkt ein Auto kaufen. Gründe diejeniger Autokaufinteressenten für den Rückgang der Kaufbereitschaft seien vor allem finanzielle Sorgen (in Deutschland 48 Prozent und weltweit 66 Prozent). Zudem wartet jeder Dritte dieser Gruppe noch darauf, dass die Preise aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation sinken werden.
Hier geht es zu der Studie von Ipsos >>


China produziert die meisten Autos
Die Reihenfolge im Ranking der Länder mit der höchsten Anzahl an produzierten Autos hat sich in den letzten Jahren - wie man in der Abbildiung sieht - deutlich verändert:
© Statista
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