Studien der Woche

Rheingold Institut & Philip Morris / PwC / Edeka & Gelszus rmm / Siemens Hausgeräte, Zukunftsinstitut & YouGov / Splendid Research

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Die Küche - der multifunktionale Raum
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Die Küche - der multifunktionale Raum
Die Sorgen werden aktuell wieder etwas kleiner und so kann man schon ein bisschen Bilanz ziehen - wie hat sich etwa das Kaufverhalten geändert? Ist die Nachbarschaft näher zusammengerückt? Und ist das Zuhause repräsentativer geworden? Außerdem: Die Bundeswehr.

Weniger Sorgen

Während am Anfang der Pandemie noch 66 Prozent der Aussage „Die Corona-Pandemie ist eine Bedrohung für die deutsche Wirtschaft“ voll und ganz zustimmten, waren dies im Juli nur noch 43 Prozent. Ebenso bewerten aktuell 78 Prozent der Befragten ihre persönliche Lebenssituation als eher gut bis sehr gut, was einer Steigerung um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum März entspricht. Zusätzlich nimmt bei einer wachsenden Zahl der Befragten auch die Angst vor einer Zeitenwende und vor tiefgreifendem Wandel tendenziell ab. Zu Beginn der Corona- Pandemie wurde diese Sorge von 81 Prozent der Bürger geteilt. Im Juli sank dieser Anteil auf 78 Prozent. Der Anteil derjenigen, die Angst vor einem „Crash“ oder Niedergang Deutschlands haben, sank ebenfalls – von 44 auf nun 35 Prozent.
Über die Studie „Wie wir wirklich leben"
Die dargestellten Ergebnisse sind Teil einer Studie des Rheingold Instituts im Auftrag der Philip Morris GmbH. Die Stichprobe der Studie ist für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland repräsentativ (n=1.350). Die ersten zwei Forschungsstufen wurden bis Ende März 2020 abgeschlossen. Im Ergebnis wurden fünf Erwartungstypen ermittelt, die den Wandel in der Gesellschaft abbilden. Die Ergebnisse sind damit Teil eine Bestandsaufnahme, deren Entwicklung im Zuge von Covid-19 weiterverfolgt, aktualisiert, und im Rahmen einer Gesamtstudie im Herbst 2020 vorgelegt wird.
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Veränderungen im Kaufverhalten

50 Prozent der befragten Großstädter in Europa und 30 Prozent in Deutschland kaufen jetzt weniger im stationären Einzelhandel ein als vor dem Ausbruch der Krise. Inbesondere zeigt sich dies im Lebensmittelhandel: 22 Prozent der befragten Deutschen und rund ein Drittel der Befragten in Frankreich, Spanien und Italien kauften während der Pandemie Dinge des täglichen Bedarfs in erster Linie online ein. Doch der stationäre Einzelhandel hat Chancen die Kunden mit entsprechender Technologie zurück in den Laden zu locken: etwa mithilfe von automatischem Checkout, den 34 Prozent der europäischen Verbraucher gutheißen, oder dem Versand persönlicher Angebote auf das Smartphone des Kunden, sobald dieser das Geschäft betritt (29 Prozent Zustimmung).
Über die Studie „Lockdown, Shake Up: The New Normal for Shopping in Europe“
PricewaterhouseCoopers (PwC) hat knapp 6.200 Stadtbewohner vor dem Ausbruch der Pandemie in Großstädten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Schweden und in den Niederlanden befragt; weitere 3.400 nach dem Ausbruch der Krise. Unter den Befragten waren rund 500 deutsche Konsumenten aus Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt
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Nachbarschaft in Deutschland

Zu einer guten Nachbarschaft gehört für 56 Prozent der Befragten Hilfsbereitschaft, gefolgt von Freundlichkeit bzw. einem freundlichen Umgang (25 Prozent) und Rücksichtnahme (elf Prozent). Dabei fühlen sich 25 Prozent der Befragten in ihrer Nachbarschaft sehr wohl und 44 Prozent wohl. Der Kontakt ist dabei bei 16 Prozent (sehr) eng; allerdings ist bei 38 Prozent weniger Kontakt bzw. kein Kontakt. Davon sind jedoch über die Hälfte offen für einen engeren Kontakt oder diesem nicht abgeneigt. Während der Corona-Pandemie haben 29 Prozent der Befragten den Nachbarn geholfen - am häufigsten durch Gespräche (61 Prozent) und das Übernehmen von Einkäufen (56 Prozent). 15 Prozent gehen davon aus, dass die Corona-Pandemie ihr Verhältnis zur Nachbarschaft langfristig eher stärken wird. 
Über den Edeka Nachbarschaftsbarometer
Grundlage der dargestellten Informationen sind zwei von der Edeka Zentrale in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Gelszus rmm Marketing Research GmbH durchgeführte Online-Befragungen. Die erste bevölkerungsrepräsentative Befragung umfasste 3019 Befragte vom 05.03. bis zum 17.03.2020. In einer zweiten Online-Befragung mit 750 Befragten wurde vom 15.05. bis zum 19.05.2020 unter anderem das Thema Corona und Nachbarschaft überprüft.
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Leben in der Stadt

Die Stadt als Lebensraum hat sich in den letzten Monaten stärker verändert als das Leben auf dem Land. Denn der von hoher Mobilität und zahlreichen gastronomischen, kulturellen und sportlichen Angeboten geprägte Alltag kam zum Stillstand. Dadurch ist der Stellenwert von Wohnen und Küche deutlich gestiegen. 67 Prozent der befragten Städter sagen, seit der Coronazeit sei ihnen die Gestaltung der Wohnung wichtig oder sehr wichtig, in der Gesamtbevölkerung stimmt dem rund die Hälfte der Befragten zu. Mehr als der Hälfte der Stadtbewohner gibt eine hochwertige Küche ein besseres Lebensgefühl; dem stimmen 36 Prozent aller Befragten zu. Die Küche ist auch ein Multifunktionsraum: aktuell nutzen 17 Prozent sie als Homeoffice. Zudem werden in Zeiten von Video-Konferenzen ein aufgeräumtes Zuhause und eine vorzeigbare Küche ein Muss. So ist für 36 Prozent der befragten Stadtbewohner Ästhetik und Design bei Hausgeräten wichtig. Ebenso sollten diese platzsparend sein (40 Prozent), aber auf alle Fälle müssen sie für 72 Prozent leise sein!
Über die Studie „Küche & Haushalt nach Corona: 'The New Normal' - der Bedeutungswandel von Küche, Kochen und Haushalt seit dem Lockdown“
Die Trendstudie wurde durch das Zukunftsinstitut im Auftrag von Siemens Hausgeräte erstellt. Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2048 Personen zwischen dem 10. und 13.07.2020 teilnahmen. Um eine Vergleichbarkeit der Umfrageergebnisse zum Trendreport „Metropolitan Lifestyl“" zu gewährleisten, wurde dabei neben der Gesamtbevölkerung auch die Gruppe der urbanen Trendsetter erneut betrachtet. Sie setzt sich aus Personen zusammen, die in Städten von 500.000 und mehr Einwohnern leben und sich zugleich durch bestimmte Einstellungsmerkmale und Wertepräferenzen auszeichnen. Hier wurde eine repräsentative Fallzahl von 241 Personen ermittelt, die zu nahezu gleichen Teilen aus Frauen wie Männern aller Altersklassen besteht.
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Wehr- und Zivildienstpflicht?

Weniger als die Hälfte der Befragten in Deutschland hält die Bundesweht für zukunftsfähig und vertrauenswürdig. Insbesondere die Verschwendung von Geld durch Fehlinvestitionen wird angekreidet (47 Prozent). Darüber hinaus sehen 43 Prozent ein Problem mit Rechtsextremismus in der Armee. Allerdings würden 66 Prozent der Befragten eine Wiedereinführung der Wehr- und Zivildienstpflicht begrüßen. Dabei halten 54 Prozent dies für eine gute Maßnahme gegen den Arbeitskräftemangel in den sozialen Berufen.
Über die Studie: Wiedereinführung der Wehrpflicht
Splendid Research hat im August 2020 über sein Online-Panel www.befragmich.de 1.004 Personen in Deutschland zwischen 18 und 69 Jahren online zum Thema Wehr- und Zivildienstpflicht befragt.
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