Studien der Woche

Psyma / YouGov & Adobe / EarsandEyes / Unruly & Tremor Video / GfK & Mastercard

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Wie offen sind die Deutschen dafür, ihre Bankgeschäfte per "Alexa" abzuschließen? Bleiben coronabedingte Veränderungen im Unternehmen bestehen? Fleischverzicht rettet die Umwelt - stimmen die Deutschen zu? Was wünschen sich die Menschen in diesem besonderen Jahr von der Weihnachtswerbung? Und was halten die Menschen von der Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Online-Shopping? Fünf aktuelle Studien liefern Antworten auf diese Fragen.
 

Bankgeschäfte per Sprachassistent?

Die Nutzung von Sprachassistenten nimmt zu: 20 Prozent der Befragten kommunizieren inzwischen (sehr) regelmäßig mit „Alexa“, 13 Prozent mit „Google Assistant“ und neun Prozent mit „Siri“. Immerhin weitere 25 Prozent nutzen zumindest gelegentlich einen Sprachassistenten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Psyma-Studie. Im Finance-Bereich können sich bereits neun Prozent der Umfrageteilnehmer sehr gut vorstellen, Bankgeschäfte über Sprachassisten abzuwickeln, weitere 14 Prozent sind teilweise offen dafür. Die größte Sorge: Der Datenschutz. 68 Prozent der Befragten, die sich Bankgeschäfte nicht über einen Sprachassistenten vorstellen können, geben diesen Punkt an. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Sprachassistenten auch im Finanzbereich zunehmend eine wichtigere Rolle spielen werden.
Über die Psyma-Studie
Für seine Studie befragte das Marktforschungsunternehmen Psyma über ein Online-Access-Panel insgesamt 1.234 Personen in Deutschland. Erhoben wurden die Daten zwischen dem 4. September und 10. Oktober 2020.
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Dauerhafte Veränderungen im Unternehmen

Laut einer aktuellen Entscheider-Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov stellt die Corona-Pandemie die Kundenbeziehungen der deutschen Unternehmen auf eine harte Probe. So geben 63 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen intensiv daran arbeite, ihre Konsumentenansprache und Produktkommunikation auf die veränderten Verhaltensweisen und Anforderungen ihrer Kunden einzustellen. Diese Veränderungen sehen 40 Prozent der Befragten als dauerhaft an. Bei vielen Unternehmen sind schon erhebliche Fortschritte bei der Nutzung von Technologien zu sehen: 27 Prozent der Umfrageteilnehmer sagen, dass sich die Online-Kommunikation mit den Kunden bereits verbessert hat. Jedes fünfte befragte Unternehmen (20 Prozent) hat bereits einige Services online gestellt und dafür positives Kundenfeedback erhalten. Bei 28 Prozent der Umfrageteilnehmer hat sich auch die interne Kommunikation im Unternehmen weiterentwickelt.
Über die YouGov-Studie
Das Marktforschungsinstitut YouGov führte die Studie im Auftrag des Softwareunternehmens Adobe durch. Befragt wurden 761 Entscheidungsträger der deutschen Wirtschaft. Die Daten wurden zwischen dem 24. September und dem 2. Oktober 2020 online erhoben.
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Fleischverzicht für Umwelt und Gesundheit

Jeder Zweite (51 Prozent) Befragte ist der Meinung, Fleischverzicht könne zur Lösung von Umweltproblemen wie Überdüngung und Emission von Treibhausgasen beitragen. Im vergangenen Jahr waren es 44 Prozent. Das zeigt die aktuelle Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Earsandeyes. Während 79 Prozent der befragten Vegetarier und Veganer von einem Umweltnutzen fleischloser Ernährung ausgehen, treffen nur 42 Prozent der befragten Allesesser diese Aussage. Rund die Hälfte aller Umfrageteilnehmer unter 30 Jahren (52 Prozent) ist der Meinung, eine fleischlose Ernährung helfe bei der Vorbeugung sogenannter Volkskrankheiten wie Übergewicht und Herz-Kreislaufproblemen – neun Prozent mehr als im Vorjahr.
Über die Earsandeyes-Studie
Das Marktforschungsinstitut EarsandEyes befragte für seine aktuelle Studie anlässlich des Weltvegantags 1.000 Personen der deutschen Wohnbevölkerung. Die Befragten waren zwischen 16 und 69 Jahre alt. Die Daten wurden zwischen dem 14. und 19. Oktober 2020 online erhoben.
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Weihnachtswerbung in der Pandemie

Unter welchen Bedingungen die weihnachtlichen Festtage in diesem Jahr verbracht werden können, ist nach wie vor unklar. Auch Werbetreibende stehen deshalb vor neuen Herausforderungen, wie aus einer aktuellen Unruly-Studie hervorgeht. Die Stimmung ist durchwachsen: Nur rund 40 Prozent der Befragten empfinden im Hinblick auf das Weihnachtsfest dieses Jahr Gefühle der Freude und Wärme. Zwei Drittel der Umfrageteilnehmer wünschen sich deshalb, dass Weihnachtswerbung 2020 Gefühle und Botschaften von Wärme, Freude und Zusammenhalt transportiert. Nur 23 Prozent wünschen sich in der Weihnachtswerbung keinen Corona-Bezug. Ihre Weihnachtseinkäufe plant rund die Hälfte der Befragten (51 Prozent) online zu erledigen.
Über die Unruly-Studie
Die Video-Advertising-Plattform Unruly führte in Kooperation mit Tremor Video, die ebenfalls in der Video-Werbebranche tätig sind, eine Konsumentenbefragung durch. Hierbei wurden Ende Oktober 500 Konsumenten aus Deutschland und insgesamt 2.100 Menschen weltweit befragt.
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Jeder Zweite befürwortet Zwei-Faktor-Authentifizierung

Laut der PSD2-Richtlinie müssen Kunden bei Kartenzahlungen im Internet ihre Identität ab dem 1. Januar 2021 über mindestens zwei der folgenden Faktoren belegen: Besitz (z.B. Mobiltelefon), Wissen (z.B. Passwort oder PIN) und Inhärenz (z.B. Fingerabdruck oder Gesichtserkennung). Wie eine aktuelle GfK-Studie belegt, steigt die Akzeptanz der Zwei-Faktor-Authentifizierung: 50 Prozent der Befragten befürworten diese Regelung – im Vorjahr waren es 45 Prozent. Verbraucher, die die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, bevorzugen das Ausweisen durch biometrische Daten. 30 Prozent der Befragten zahlen am liebsten per Fingerabdruck auf dem Smartphone, neun Prozent nutzen die Gesichtserkennung. 43 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, am liebsten eine PIN oder TAN einzugeben.
Über die GfK-Studie
Das Marktforschungsunternehmen GfK führte im Auftrag des Zahlungsdienstleisters Mastercard eine Umfrage durch. Dafür wurden 1.000 Personen zwischen 18 und 74 Jahren befragt. Die Daten wurden zwischen dem 30. Juli und 3. August 2020 erhoben.
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