Studien der Woche

Pew / Bertelsmann Stiftung / iconkids & youth / OmniQuest

© Pixabay.com
Die Europawahlen sind der Anlass, den Zustand der Demokratie sowie der Gesellschaft zu hinterfragen. Jugendliche engagieren sich nicht nur für den Klimaschutz. Außerdem: Eigenmarken und Work-Love-Balance.

Demokratie oft nicht zufriedenstellend

43 Prozent der Befragten in Deutschland sind nicht zufrieden damit, wie die Demokratie funktioniert, dies ist ein Zuwachs von 17 Prozentpunkten. Eine klare Mehrheit von 56 Prozent äußert sich jedoch zufrieden über dem Stand der Demokratie. Unter den Skeptikern zählen mit 69 Prozent vor allem Befürworter der AfD. In fünf von zehn europäischen Staaten nahm die Unzufriedenheit zu, sank allerdings nirgends so stark wie in Deutschland. Besonders in Griechenland (84 Prozent), Spanien (80 Prozent) und Italien (70 Prozent) ist die Bevölkerung unzufrieden mit der Demokratie. Auch in den USA nahm die Unzufriedenheit zu: 58 Prozent zeigten sich im vergangenen Jahr unzufrieden.
Zur Studie von Pew >>



Die Gesellschaft in Europa

Befragt nach ihren Einschätzungen zur aktuellen Lage von Wirtschaft, Gesellschaft und der EU zerfallen die Europäer in zwei Lager: Die zuversichtlichen Optimisten (49 Prozent), die weitestgehend zufrieden sind mit dem Zustand der Gesellschaft und die verunsicherten Pessimisten (51 Prozent), die eher unzufrieden und kritisch sind. Unabhängig von gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Verunsicherung wollen 65 Prozent der gesellschaftlich Verunsicherten und 68 Prozent der nicht verunsicherten Personen bei den Europawahlen ihre Stimme abgeben. Dabei sympathisieren die gesellschaftlich Verunsicherten grundsätzlich eher mit rechtspopulistischen und national-konservativen Parteien wie der Lega in Italien, dem Rassemblement National (ehemals Front National) in Frankreich oder der AfD in Deutschland. Wirtschaftlich Verunsicherte zeigen hingegen öfter eine Nähe zu linksalternativen Parteien wie Die Linke in Deutschland oder der Bewegung von Jean-Luc Melenchon La France insoumise in Frankreich.
Zur EU-weiten Umfrage „eupinions“ der Bertelsmann Stiftung >>

Jugendliche engagieren sich

Für 91 Prozent der befragten Jugendlichen in Deutschland ist das Engagement für Inklusion wichtig. Dabei wollen sich 84 Prozent der 15- bis 24-Jährigen zukünftig selbst für die Belange anderer einsetzen. 64 Prozent wollen vor allem die Gesellschaft von morgen mitgestalten, 44 Prozent wollen ganz einfach „anderen Menschen helfen und Gutes tun“. 87 Prozent haben schon mal von den Schülerdemonstrationen Fridays for Future gehört. So rangieren Umwelt- (und Tierschutz) auf Platz eins der Bereiche, für die Jugendliche sich derzeit einsetzen (60 Prozent). Auf Rang zwei und drei folgen mit je 50 Prozent das Engagement für die Interessen von Jugendlichen und jungen Leuten sowie das Engagement für soziale und politische Veränderungen in Deutschland.
Zur Studie von iconkids & youth im Auftrag der Aktion Mensch >>

Bei Schokolade lieber das Markenprodukt

Für 38 Prozent der befragten Konsumenten sind Bio-Eigenmarken vergleichbar mit entsprechenden Produkten aus dem Biomarkt. Eine große Mehrheit (81 Prozent) kennt die bekannten Bio-Eigenmarken: So kennen 68 Prozent „Rewe Bio“, 65 Prozent kennen „Edeka Bio“ sowie 40 Prozent „real Bio“. Mit 94 Prozent ist Edekas „gut & günstig“ die bekannteste Eigenmarke, gefolgt von Rewe’s „Ja!“ (93 Prozent) und „TIP“ (70 Prozent) von Kaufland. Bei bestimmten Produkten bevorzugen die Befragten das Markenprodukt gegenüber der Eigenmarke. Das ist insbesondere bei Schokolade (69 Prozent) und Kaffee (68 Prozent) der Fall. Demgegenüber wird bei Toastbrot (52 Prozent) und Orangensaft (46 Prozent) eher die Eigenmarke bevorzugt. Als bevorzugter Einkaufort gelten für 20 Prozent Edeka sowie mit 19 Prozent Rewe.
Zur Studie von OmniQuest >>


Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
stats