Studien der Woche

Omniquest / Innofact & Immoscout24 / Ears and Eyes / Respondi

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Zuhause ist es immer noch am schönsten - das Homeoffice gewinnt an Beliebtheit. Ein Problem für alle Wohnungssuchenden: Wie gelangt man an ein schönes Zuhause? Der Mietmarkt ist überlaufen. Hat man eine Wohnung gefunden, kann man sich am Frühstückstisch streiten, ob es das oder die Nutella heißt – die Meinungen sind gespalten. Verlässt man die eigenen vier Wände, steht man vor der Wahl: Corona-Warn-App an?

Home sweet home

Rund 22 Prozent der befragten Arbeitnehmer arbeiten aktuell komplett von zuhause aus – 45 Prozent tun dies zumindest tageweise. Mit 88 Prozent ist auch die überwiegende Mehrheit zufrieden oder sogar sehr zufrieden damit. Ein Alterseffekt zeigt sich bei denjenigen, die tageweise von zuhause aus arbeiten: Während mehr als die Hälfte der unter 40-Jährigen von zuhause aus arbeitet, sind es bei den 50- bis 59-Jährigen nur 36 und bei den über 60-Jährigen sogar nur 31 Prozent der Befragten.

Mehr als ein Viertel der befragten Arbeitnehmer ohne Homeoffice würde prinzipiell auch gerne zuhause arbeiten. Bei den meisten – 83 Prozent – scheitert es jedoch daran, dass sich die Tätigkeit von zuhause aus nicht erfüllen lässt. Bei elf Prozent fehlt die Erlaubnis des Arbeitgebers und jeweils sechs Prozent haben nicht die räumlichen oder technischen Möglichkeiten dazu.
Über die Studie
Zwischen dem 13. und 15. April hat OmniQuest 1.057 berufstätige Bundesbürger im eigenen Onlinepanel „OmniPanel“ befragt.
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Der Kampf auf dem Immobilienmarkt

Die Wohnungssuche gestaltet sich für viele schwierig: Zwei Drittel der befragten Personen, die alle in den letzten fünf Jahren nach einem Mietobjekt gesucht haben, fanden es schwierig, ein passendes Objekt zu finden. Die Konkurrenz ist dabei ein großes Problem – 40 Prozent der Suchenden fanden die Wohnungssuche schwer, da sich so viele Bewerber für die gleiche Immobilie interessierten. Zu den umkämpften Gebieten im deutschen Mietmarkt zählen vor allem die Großstädte: Berlin, Köln und Leverkusen. Hier kommen der Studie zufolge besonders viele Bewerber auf eine Altbau-Wohnung. Im Schnitt interessierten sich demnach 137 Menschen für eine Altbau-Wohnung in Berlin. Beim Zweitplatzierten – Köln – kamen durchschnittlich 63 Bewerber auf eine angebotene Altbau-Wohnung, in Leverkusen 57 und in Freiburg im Breisgau 55. Um die Chancen auf eine neue Wohnung zu erhöhen, passen einige ihre Suchkriterien an - knapp die Hälfte der Befragten sucht auf mehreren Kanälen nach einem Zuhause.
Über die Studie
Im Auftrag von ImmoScout24 hat Innofact vom 14. bis 16. Dezember 2020 eine Online-Befragung unter 1.008 Personen durchgeführt. Die Befragten im Alter von 18 bis 65 Jahren haben alle in den letzten fünf Jahren nach einem Mietobjekt gesucht. In die Datenanalyse ist die Anzahl der Kontaktanfragen in Relation zur Anzahl angebotener Neu- bzw. Bestandswohnungen zur Miete des gesamten Jahres 2020 eingeflossen.
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Nutella ist …

Wer kennt ihn nicht, den klassischen Streit um den richtigen Artikel: Sollte die Nuss-Nougat-Creme von Ferrero korrekterweise einen weiblichen, sächlichen oder gar männlichen Artikel tragen? Offiziell ist dazu nichts bekannt – als Markenname trägt Nutella prinzipiell keinen festen Artikel, heißt es beim italienischen Hersteller. Im Alltag sieht das anders aus: Fast zwei Drittel der Befragten sind sich einig, es heiße „das Nutella“. Das restliche Drittel entscheidet sich für „die Nutella“ – der männliche Artikel wird nahezu überhaupt nicht verwendet. Alter, Geschlecht und Region scheinen ausschlaggebend für die Artikelwahl zu sein: Befragte Männer verwenden häufiger den weiblichen Artikel, Frauen hingegen das Neutrum. Die weibliche Form wird außerdem häufig von Teilnehmern unter 40 Jahren verwendet, bei den Älteren überwiegt die neutrale Form. Zum Schluss noch eine regionale Besonderheit: Im Süden liegt der Anteil der Befragten, die sich für „die Nutella“ entscheiden mit 40 Prozent deutlich höher als in den anderen Regionen – hier sind es im Schnitt nur 30 Prozent.
Über die Studie
Von März bis April 2021 hat Ears and Eyes eine Umfrage mit 1.100 Menschen durchgeführt. Alle Befragten waren im Alter von 18 bis 69 Jahren.
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Tracking-App: Verfolgt von Vorbehalten?

Die Corona-Warn-App hat mehr als 27 Millionen Downloads – so das Robert-Koch-Institut –, das entspricht etwa einem Drittel der deutschen Bevölkerung. Ihre Nutzerbasis übertrifft die der Konkurrenten bei weitem. Mit rund 80 Prozent Bekanntheit ist die Corona-Warn-App die bekannteste Tracking-App unter den Befragten in Deutschland. Ihr größter Konkurrent, die Luca-App, ist bei den Studienteilnehmern nur etwa halb so bekannt.

Doch trotz der hohen Bekanntheit hat nur etwas mehr als ein Drittel der Teilnehmer die Corona-Warn-App installiert. Auffällig ist: Diejenigen, die die Luca-App installiert haben, nutzen zum Großteil auch die Corona-Warn-App. Befragte, die die Corona-Warn-App nicht nutzen, begründen das so: Zweifel an der Effektivität haben 57 Prozent von ihnen. Danach folgen Bedenken in Bezug auf staatliche Überwachung und Datenschutz mit jeweils 25 Prozent. Das Manko, dass Bluetooth die ganze Zeit über eingeschaltet sein muss, nannten 24 Prozent als Grund für die Nichtnutzung.
Über die Studie
Respondi hat diese Studie im März und April 2021 durchgeführt. Die Hälfte der Stichprobe stammt aus dem Behavioral Panel von Respondi, bei dem die Nutzung der Apps tatsächlich gemessen wurde. Zusätzlich dazu wurden 2.099 Smartphone-Nutzer in Deutschland befragt.
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