Studien der Woche

OmniQuest / GfK / A&B One / YouGov / Kantar

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Wie stark verändert sich das Weihnachtsfest in diesem Jahr aufgrund der Pandemie? Wie fühlen sich die Deutschen im Homeoffice? Welche ist die beste deutsche Marke? Außerdem: Würden sich die Deutschen gegen das Coronavirus impfen lassen? Fünf aktuelle Studien bringen neue Erkenntnisse.

Corona verändert Weihnachten

Laut einer aktuellen OmniQuest-Umfrage denken 67 Prozent der Befragten, dass Weihnachten in diesem Jahr anders sein wird. Rund jeder Fünfte (22 Prozent) ist davon überzeugt, dass diese Veränderungen sehr einschneidend sein werden. 90 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass sie in diesem Jahr Weihnachten nur im engsten Familienkreis feiern werden. Knapp drei Viertel der Befragten (76 Prozent) wollen ältere Verwandte oder Freunde an den Weihnachtstagen nicht treffen. 43 Prozent geben an, sich im Vergleich zum Vorjahr diesmal weniger auf Weihnachten zu freuen. An eine Verlängerung des „Lockdown light“ bis Weihnachten glauben 83 Prozent der Befragten.
Über die OmniQuest-Studie
Das Marktforschungsunternehmen OmniQuest befragte für seine aktuelle Studie 1.000 Bundesbürger im eigenen Onlinepanel. Die Daten wurden zwischen dem 3. und 5. November 2020 erhoben.
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Deutsche im Homeoffice

Seit dem ersten Lockdown im März haben 41 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland zumindest teilweise von zu Hause gearbeitet, wie aus einer aktuellen GfK-Studie hervorgeht. Die Mehrheit der Befragten in Deutschland, die diese Angabe macht, ist männlich (61 Prozent) und verfügt über einen hohen Bildungsabschluss (59 Prozent). Was für das Homeoffice spricht: Ein schneller Wechsel zwischen Arbeit und Alltagsaufgaben (Wäsche waschen, einkaufen, etc.) – dies wissen 51 Prozent der Befragten zu schätzen. 35 Prozent der Befragten bekennen hingehen, dass die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Privatleben verschwimmen. Für rund ein Viertel sprechen Einsamkeit sowie fehlende soziale Interaktion gegen das Büro in den eigenen vier Wänden.
Über die GfK-Studie
Das Marktforschungsinstitut GfK befragte für seine aktuelle Studie 2.000 Arbeitnehmer in Deutschland, Großbritannien und Frankreich, um ihre Situation im Homeoffice zu messen und zu ermitteln, wie dies die Einkäufe der Menschen beeinflusst hat. Die Daten wurden in Bezug auf Alter, Geschlecht, Haushaltsgröße, Region und soziale Klasse, Beruf oder Einkommensniveau stichprobenartig erhoben.
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Nachhaltigkeit wirkt, aber oft nur mit Marken-Relaunch

Nachhaltig wird zur Notwendigkeit – auch für Marken im Lebensmitteleinzelhandel. Glaubwürdig und attraktiv wirke der „sustainable change“ jedoch nur, wenn die Marke insgesamt einen Sprung macht. Zu diesem Ergebnis kommt eine qualitative Befragung der Kommunikationsagentur A&B One. Aus Verbrauchersicht treibe vor allem der Handel den Wandel voran: Erschwingliche Bioprodukte, nachhaltige Eigenmarken oder Unverpackt-Initiativen würden die neuen Konsumstandards unterstützen. Junge Verbraucher wollen zudem den Aufbruch in eine neue Nachhaltigkeit lieber gleich mit neuen Produkten und Marken beginnen, wie aus der Studie hervorgeht. Im Alltag würden die „alten“ Marken zwar weiter begehrt und verzehrt werden, aber stärker als früher mit schlechtem Gewissen.
Über die Studie „Nachhaltigkeit und Konsum“
Die Kommunikationsagentur A&B One befragte für seine Studie 20 junge Erwachsene (20 bis 35 Jahre). Die Daten wurden in Form von Tiefeninterviews erhoben, bei denen die Relevanz von Nachhaltigkeit im alltäglichen Einkauf erfragt wurde.
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Nivea ist weltweit beste deutsche Marke

Laut dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov ist Google im Jahr 2020 die beste Marke auf dem internationalen Parkett. In YouGovs 2020 Global Best Brand Ranking wird deutlich, dass Online-Portale sowie Marken aus dem Technologie-Sektor die Top 10 des Rankings dominieren. Mit 103 Scorepunkten erreicht WhatsApp den zweiten Platz hinter Google (121 Punkte). YouTube (95 Punkte) und Samsung (84 Punkte) belegen Rang drei und vier. Der Online-Handel-Gigant Amazon erobert Rang 5 mit 44 Punkten Als beste deutsche Marke schafft es Nivea mit 23 Punkten auf Rang 11. Digitale Marken dominieren die globale Rangliste aus guten Grund: Unternehmen wie Google, YouTube und WhatsApp sind naturgemäß an den meisten Orten der Welt für jeden mit Internetzugang verfügbar.
Über das „Global Best Brand Ranking“
Die Ergebnisse des Global Best Brand Ranking des Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov basieren auf ca. 8 Millionen geführten Online-Interviews in 33 Märkten mit Personen ab 18 Jahren. Die Daten wurden zwischen dem 01.10.2019 und 30.09.2020 täglich für den Markenperformance-Tracker „YouGov Brandindex“ erhoben.
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Zurückhaltung gegenüber COVID-19-Impfstoff wächst

Laut einer aktuellen Kantar Studie ist eher eine Minderheit der Befragten „definitiv“ bereit, sich mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus impfen zu lassen, wenn dieser verfügbar ist. Die Mehrheit der Befragten gab ab an, sich zumindest „wahrscheinlich“ impfen lassen. Die Zurückhaltung gegenüber einer Impfung hat in allen befragten Ländern seit der letzten Kantar-Befragung im Juni zugenommen. In Deutschland geben 35 Prozent der Befragten an, sich den Impfstoff „definitiv“ impfen lassen. 41 Prozent der befragten Deutschen sind besorgt über die Sicherheit der Impfstoffe aufgrund der Geschwindigkeit, mit der sie entwickelt und produziert werden. Weitere 33 Prozent der Probanden in Deutschland vertrauen ihrer Regierung sehr darin, die richtigen Entscheidungen bei der Bereitstellung eines Impfstoffs zu treffen. Frankreich hat mit neun Prozent das niedrigste Vertrauensniveau.
Über die Kantar-Studie
Das Marktforschungsunternehmen Kantar führte für seine Studie in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien und den USA jeweils 1.000 Interviews mit Erwachsenen durch. Die Interviews wurden zwischen dem 10. und 14. November als Online-Selbstauskunft durchgeführt.
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