Studien der Woche

OmniQuest / Bitkom / Ipsos / IFH Köln

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Die Hälfte der Deutschen blickt mit Wohlwollen auf die Entwicklungen im eigenen Land und das, obwohl viele eine vierte Welle und einen weiteren Lockdown für wahrscheinlich halten. Wer trotzdem in den Urlaub fährt, der versendet die Grüße an die Familie am liebsten über WhatsApp, Telegram und Co. Aber bleibt die Digitalisierung die einzige Herausforderung für den Handel?

Die vierte Welle

Die Zahl der mit der Delta-Variante Infizierten steigt und ein weiterer Lockdown ist im Bereich des Möglichen: So gehen acht von zehn Befragten davon aus, dass es im kommenden Herbst bzw. Winter in Deutschland eine vierte Corona-Welle geben wird, 67 Prozent rechnen mit erneuten Maßnahmen und Einschränkungen zur Eindämmung des Virus. 30 Prozent der Befragten befürworten einen weiteren Lockdown, 29 Prozent lehnen einen möglichen Lockdown ab. Dies könnte daran liegen, dass 44 Prozent die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit dem Coronavirus für eher gering halten, was sich mit der Zahl der komplett geimpften deckt, die ebenfalls bei 44 Prozent liegt.
Über die Studie:

Für die Studie hat OmniQuest 1.000 Personen in Deutschland im eigenen Online-Panel im Zeitraum vom 06. bis zum 08. Juli 2021 befragt.
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Grüße aus dem Urlaub

Wer trotz der Pandemie eine Urlaubsreise plant, greift zum Versenden von Urlaubsgrüßen am liebsten zu Messengerdiensten wie WhatsApp, Signal oder Telegram. Mit 64 Prozent sind Kurznachrichten die beliebteste Art der Grußbotschaft, vor Anrufen mit 55 Prozent. Und obwohl die Postkarte nach und nach an Bedeutung verliert, versenden immer noch 43 Prozent der Deutschen ihre Grüße per Karte oder Brief. Aufgrund der Pandemie wird die Zahl der Urlaubsgrüße in diesem Jahr allerdings geringer ausfallen: Nur 47 Prozent der Befragten planen eine Urlaubsreise, 45 Prozent haben nicht vor, in diesem Sommer in den Urlaub zu fahren.
Über die Studie:

Im Auftrag vom Digitalverband Bitkom wurden 1.007 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Juli 2021 durch Bitcom Research telefonisch befragt. 474 der befragten Personen hatten zum Zeitpunkt der Umfrage einen Sommerurlaub geplant.
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Der Blick in die Zukunft

Trotz der anhaltenden Pandemie glaubt jeder zweite Deutsche, dass die allgemeine Entwicklung im Land wieder in die richtige Richtung geht. Im April waren es noch 36 Prozent der Deutschen – der niedrigste Wert seit Beginn der Pandemie. 56 Prozent der Bundesbürger sind jedoch der Ansicht, dass das Land in die Flasche Richtung steuere. Dennoch: Auch in vielen europäischen Nachbarländern glauben mehr Menschen, dass ihr Land auf dem richtigen Weg ist: Besonders in den Niederlanden, Italien und Spanien hat sich die Stimmung in den vergangenen Monaten gewandelt. Hier stiegen die Anteile der Bevölkerung, die zuversichtlich auf die Entwicklung ihres Landes schauen zwischen 14 und acht Prozentpunkte an.
Über die Studie:

Die Umfrage wurde von Ipsos zwischen dem 21. Mai und dem 04. Juni 2021 weltweit in 28 Ländern über das Ipsos Online Panel-System durchgeführt. Befragt wurden 19.010 Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren.
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Nachhaltigkeit in der amazonisierten Welt

Neben Digitalisierung ist Nachhaltigkeit eines der wichtigsten Themen, das den Handel in den kommenden Jahren beschäftigen und verändern wird. Bereits jetzt geben 80 Prozent der Konsumenten an, bewusst auf etwas zu verzichten, wobei 43 Prozent von ihnen dies aus Nachhaltigkeitsgründen tun. Hierbei fällt auf, dass vor allem Frauen aufgrund eines nachhaltigen Lebensstils auf gewisse Dinge verzichten. Auch geben 49 Prozent der Befragten an, beim Kauf von Kleidung auf Nachhaltigkeit zu achten. Dies könnte Grund für den Secondhand-Boom in der Modebranche sein, der vor allem von jungen Konsumenten vorangebracht wird, nach und nach aber auch bei den über 50-Jährigen ankommt.
Über die Studie:

Im Zuge der Studie wurden von der IFH Köln im März 2021 1.500 Internetnutzer online befragt.
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