Studien der Woche

OBS & pollytix / Ipsos & Centre for Ageing Better / Nordlight Research / Nielsen / PwC / QIDF & Splendid Research

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Die „Mauer in den Köpfen“ bröckelt, ist aber noch da. Älterwerden wird nicht spaßig. Ärzte nehmen sich zu wenig Zeit. Außerdem: Smart-Speaker, Optimismus und Filialbanken.

Otto Brenner Stiftung
Im vereinten Deutschland geboren – in den Einstellungen gespalten?

Am 09. November 2019 jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. Für etwa zwei Drittel der Befragten in West wie Ost, die nach 1989 geboren wurden, ist die Wiedervereinigung insgesamt gelungen und so lange her, dass sie für das eigene Leben keine Rolle mehr spielt. Trotzdem stimmen 57 Prozent der jungen Westdeutschen, aber nur 33 Prozent der jungen Ostdeutschen der Aussage zu, dass es heutzutage keinen Unterschied mehr macht, ob man aus West- oder Ostdeutschland kommt. Zusätzlich fühlt sich jeder fünfte Befragte in Ostdeutschland eher als „Ostdeutsche/r“ denn als „Deutsche/r“. In Westdeutschland fühlt sich nicht einmal jeder zwölfte zuerst als „Westdeutsche/r“.
Zur Studie von Rainer Faus und Simon Storks (pollytix)>>



Ipsos Global Advisor-Studie
The Perennials – The Future of Ageing

Bis 2050 werden mehr als zwei Milliarden Menschen über 60 Jahre alt sein. So freuen sich 73 Prozent in Indien und 67 Prozent in der Türkei auf den späten Lebensabschnitt. In Ungarn dagegen nur sieben Prozent. Insgesamt bewerten nur in sechs von 30 untersuchten Ländern die Befragten das Älterwerden eher positiv als negativ. Auch in Deutschland blickt nicht einmal jeder Dritte (31Prozent) dem Herbst des Lebens positiv entgegen. Der Gedanke an das Altsein bereitet einer knappen Mehrheit aller Befragten sogar explizit Sorgen – sowohl im weltweiten Durchschnitt als auch hierzulande (je 52 Prozent). In China und Brasilien stimmen sogar fast drei Viertel aller Befragten dieser Aussage zu (je 72 Prozent).
Zur Studie von Ipsos in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Centre for Ageing Better“ >>

Nordlight Research
Trendmonitor – Smart Speaker & Voice Control

Rund 15 Prozent der Befragten in Deutschland nutzen in ihrem Alltag „Smart Speaker“, also intelligente Sprachlautsprecher mit digitalen Sprachassistenten. Damit verdreifachte sich die Zahl der Nutzer im Vergleich zum Vorjahr. Mit 57 Prozent werden Smart Speaker am häufigsten für die Suche und das Abspielen von Musik genutzt. Trotzdem hegt die Mehrheit noch Zweifel an der Technologie: 52 Prozent geben an sich aus Angst vor Überwachung keinen Smart Speaker zulegen zu wollen. 59 Prozent sehen keinen Bedarf. Insbesondere in der alltäglichen Anwendung sehen viele Bundesbürger Potenzial: 25 Prozent interessieren sich für die Steuerung der häuslichen Beleuchtung durch Sprache und 19 Prozent gar für das Bedienen von Funktionen im Auto.
Zur Studie von Nordlight Research >>



Nielsen
Conference Board Global Consumer Confidence Survey

Die Deutschen bleiben optimistische Verbraucher. Mit 107 Punkten belegt Deutschland den vierten Platz des Verbrauchervertrauensindex und folgt damit hinter Dänemark, Tschechen und Irland. 65 Prozent der Deutschen schätzen ihre Beschäftigungslage für die kommenden zwölf Monate als gut oder sehr gut ein. Damit liegen sie deutlich über dem europäischen Durchschnitt von lediglich 36 Prozent. Versorgungskosten bleiben jedoch die Hauptsorge der Deutschen. Elf Prozent sind von steigende Strom- und Gasrechnungen beunruhigt. Auf Platz zwei folgen gesundheitliche Aspekte, sowie mit je zehn Prozent Terrorismus und Einwanderung. Auch die eigene finanzielle Lage sehen die meisten weiterhin positiv. 59 Prozent schätzen ihre Finanzsituation mit Blick auf die kommenden zwölf Monate als gut oder sehr gut ein. Zudem zeigt sich eine steigende Kauflaune: 52 Prozent sehen das kommende Jahr als guten Zeitpunkt für neue Anschaffungen.
Zur Studie von Nielsen >>

PwC-Studie
Healthcare-Barometers 2019

Vier von zehn Deutschen bemängeln, dass ihr niedergelassener Arzt sich zu wenig Zeit für sie nimmt. 24 Prozent wünschen sich flexiblere Öffnungszeiten und damit vier Prozent mehr als 2017. Aber auch das Gefühl, sich vom Arzt und seinen Angestellten nicht ernst genommen zu fühlen, äußern 22 Prozent der Befragten. Rundum zufrieden mit der ärztlichen Behandlung sind lediglich 33 Prozent der Bürger. Für 69 Prozent sind Pharmaunternehmen eher auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, denn auf Innovationen für Produkten, die Menschen heilen (20 Prozent). Dabei sind die Erwartungen an die Pharmaindustrie recht hoch: 65 Prozent fordern, dass sie neue Medikamente mit neuen Heilungschancen entwickeln soll.
Zur PwC-Studie >>

Splendid-Research
Privatkunden in Filialbanken

Vertrauenswürdigkeit, fußläufige Erreichbarkeit und ein gutes Online-Banking – das sind die drei wichtigsten Gründe für die Wahl einer Filialbank. Jeweils 40 Prozent der Kunden begründen ihre Entscheidung für ihre derzeitige Hauptbank anhand dieser Kriterien. Die nächstgelegene Filiale sollte für 58 Prozent der Deutschen nicht weiter als fünf Kilometer entfernt sein. Mehr als zwei Drittel der Deutschen möchten dort auch einen kompetenten Ansprechpartner antreffen.
Zur Studie der Gesellschaft für Qualitätsentwicklung in der Finanzberatung (QIDF) und Splendid Research >>

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