Studien der Woche

Nordlight Research / Teambank & IFH Köln / EOS & Kantar / YouGov / Autoscout24 & Innofact

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Rund ums Thema Shopping: Achten Verbraucher beim Kauf wirklich noch stark auf Markennamen? Welche Zahlungsarten werden derzeit genutzt? Werden Marken nach einem Skandal boykottiert? Außerdem: Verkauf von Daten und Autofahren im Winter.

Großstädter zeigen sich stark markenorientiert

Jeder dritte Befragte (31 Prozent) achtet laut dem Trendmonitor Deutschland beim Kauf von Produkten und Dienstleistungen stark darauf, dass es sich um die Angebote namhafter Markenhersteller handelt. Während  die Generation „50plus“ (23 Prozent) eher weniger auf den Markennamen achtet, zeigen sich innovationsorientierte Verbraucher (52 Prozent) und Großstädter (37 Prozent) besonders stark markenorientiert. Markenherstellern (33 Prozent) wird ein besonders hohes Verbrauchervertrauen deutlich häufiger zugeschrieben als Handelsmarken (21 Prozent) oder No-Name-Produkten (17 Prozent). Bei ihren Lieblingsmarken ist bei Verbrauchern im Vergleich zum Vorjahr vor allem der Wunsch nach höherer Produktqualität gestiegen (2019: 12 Prozent versus 2020: 16 Prozent). An der Spitze steht nach wie vor der Wunsch nach niedrigeren Preisen (2019: 44 Prozent versus 2020: 39 Prozent). 16 Prozent der Umfrageteilnehmer sind bereits „wunschlos glücklich“ mit ihren Lieblingsmarken.
Über die Studie "Markenverhalten und Markentrends 2020"
Der "Trendmonitor Deutschland" des Marktforschungsinstituts Nordlight Research untersucht regelmäßig Interessen, Nutzungsverhalten und Kaufbereitschaft der Verbraucher zu einer Vielzahl aktueller Trendprodukte und Trendtechnologien. Zum aktuellen Schwerpunktthema "Markenverhalten und Markentrends 2020" wurden über 1000 Bundesbürger ab 18 Jahren aus Haushalten mit Internetzugang befragt.
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Ratenkauf gewinnt an Beliebtheit

Corona bringt laut einer Studie des IFH Köln den E-Commerce zum Boomen. Sogenannte Heavy-Onlineshopper (kaufen mindestens einmal pro Woche online ein und erledigen durchschnittlich mindestens die Hälfte ihrer Einkäufe im Internet) sind seit der Pandemie noch seltener in Ladengeschäften anzutreffen. Rechnung (93 Prozent) und PayPal (85 Prozent) bleiben beim Onlineshopping weiterhin die beliebtesten Zahlungsverfahren der Befragten. Die Nutzung des Ratenkaufs hat sich im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte erhöht: So geben 2020 47 Prozent der Umfrageteilnehmer an, einen Ratenkauf schon einmal als Zahlungsverfahren im Internet genutzt zu haben – insbesondere bei hohen Beträgen. Insgesamt lässt sich aus den Studienergebnissen eine allgemeine Kaufzurückhaltung herauslesen, die auf die unsichere finanzielle Situation der Konsumenten infolge der Pandemie zurückzuführen ist.
Über die Studie "Shopping 2020 – Entwicklungen des Konsumentenverhaltens und die Relevanz des Ratenkaufs"
Im Auftrag der Teambank AG führte das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IFH Köln die Studie "Shopping 2020 – Entwicklungen des Konsumentenverhaltens und die Relevanz des Ratenkauf" durch. Der Fokus lag hierbei auf der der Frage der präferierten Zahlarten. Die Studie wurde online durchgeführt. Befragt wurden 1050 Konsumenten.
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Jeder dritte Deutsche würde seine Daten verkaufen

Laut einer Kantar-Studie sind viele Verbraucher noch skeptisch, wenn es darum geht, Daten im Netz zu teilen. Jeder fünfte Befragte gibt an, bereits schlechte Erfahrungen im Internet mit der Verwendung persönlicher Daten gemacht zu haben. Lediglich 33 Prozent der befragten Europäer glauben, dass Unternehmen verantwortungsbewusst mit digitalen Daten umgehen. Trotzdem: Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der befragten Deutschen ist bereit, seine Daten zu verkaufen. In Russland geben dies sogar 50 Prozent der Umfrageteilnehmer an. Bei der Art der Daten zeigen sich dann jedoch Grenzen: 61 Prozent der befragten Deutschen sind bereit, einem Unternehmen Daten zu Kaufentscheidungen sowie Vorlieben für Produkte und Marken gegen Geld preiszugeben. Krankendaten (18 Prozent) werden hingegen deutlich sensibler betrachtet.
Über die Studie "Was sind Daten wert?"
Im Auftrag des Inkasso-Spezialisten EOS hat das Markt­forschungsinstitut Kantar die Studie "Was sind Daten wert?" im Frühjahr 2020 durchgeführt. Jeweils 1000 Personen ab 18 Jahren aus den Ländern Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Polen, Rumänien, der Schweiz, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, den USA und Russland sowie 300 Personen aus Nordmazedonien wurden befragt. Durchgeführt wurden die Befragungen online mit standardisierten Fragebögen.
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Markenboykott durch Skandal

Wenn eine Marke negativ in die Schlagzeilen gerät, kann dies Folgen für die Kaufentscheidung der Verbraucher nach sich ziehen. 37 Prozent der Befragten einer Yougov-Studie geben an, schon einmal als direkte Folge eines Skandals, den eine Marke durchgemacht hat, die Verwendung dieser eingestellt zu haben. Spanier stimmen dieser Aussage am häufigsten zu (50 Prozent). Besonders betroffen sind dabei Marken aus dem Lebensmittelbereich. Der Grund für den Boykott ist bei 36 Prozent der Befragten der Schaden für die Umwelt. Aber auch Tierversuche (32 Prozent) und negative Auswirkungen auf die Gesundheit (30 Prozent) werden von den Verbrauchern als Boykott-Gründe genannt. Bei ihrem Markenboykott sind vor allem die deutschen Befragten konsequent: 66 Prozent geben an, die Marke nach dem Boykott nicht mehr verwendet zu haben. Ein Viertel (26 Prozent) sagt, die Marke nach einer gewissen Zeit wieder genutzt, aber nicht mehr so oft wie früher verwendet zu haben.
Über die Studie "Brand Boycotters"
Das Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov führte zwischen dem 27. Juli bis 19. August die Studie "Brand Boycotters" durch. Dazu wurden 2040 Deutsche, 1016 Dänen, 1008 Finnen, 1018 Franzosen, 1026 Italiener, 1013 Norweger, 1021 Spanier, 1015 Schweden, 500 Österreicher sowie 500 Schweizer ab 18 Jahren befragt. Die Daten wurden mittels standardisierter Online-Interviews erfasst.
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Ein Viertel lässt Auto im Dunkeln lieber stehen

Laut einer Innofact-Studie sagen 80 Prozent der Befragten, dass die dunkle Zeit im Herbst und Winter ihr Fahrverhalten negativ beeinflusst. Jeder Zweite (52 Prozent) fühlt sich oft von entgegenkommenden Fahrzeugen geblendet. 39 Prozent der Befragten sind so verunsichert, dass sie nachts deutlich langsamer fahren. Fast jeder vierte Befragte (23 Prozent) gibt an, im Dunkel nur dann zu fahren, wenn es wirklich sein muss. Frauen leiden unter der Dunkelheit beim Fahren mehr als Männer: Während 87 der befragten Frauen einräumen, dass die Dunkelheit sie negativ beeinflusst, geben dies nur 73 Prozent der Männer an. Auch in den verschiedenen Altersklassen lassen sich Unterschiede erkennen: Menschen über 50 Jahren lassen ihr Fahrzeug lieber stehen, wenn es dämmert, als die unter 30-Jährigen (31 Prozent versus 12 Prozent). Jüngere Fahrer werden hingegen häufiger müde und unkonzentriert, wenn es draußen winterlich und dunkler wird.
Über die Autoscout24-Studie
Gemeinsam mit Autoscout24 führte das Marktforschungsinstitut Innofact eine Studie zur Frage „Inwiefern beeinflusst Dunkelheit ihr Fahrverhalten?“ durch. Befragt wurden 1002 Autohalter zwischen 18 und 65 Jahren. Erhoben wurden die Daten zwischen dem 1. bis 5. Oktober 2020.
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