Studien der Woche

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Ob Pizza, Sushi oder ein Menü aus dem Lieblingsrestaurant: Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat viele Menschen in Deutschland dazu veranlasst, sich per Internet Essen nach Hause zu bestellen. Waren es vormals noch 40 Prozent, geben nun 53 Prozent an, Lieferdienste zu nutzen – <a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Pizza-Sushi-und-Co-Jeder-Zweite-bestellt-seit-Corona-oefter-online-Essen-nach-Hause" target=_blank>wie eine Befragung des Digitalverbands Bitkom</a> ergab.
© imago images / Klaus Martin Höfer
Ob Pizza, Sushi oder ein Menü aus dem Lieblingsrestaurant: Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat viele Menschen in Deutschland dazu veranlasst, sich per Internet Essen nach Hause zu bestellen. Waren es vormals noch 40 Prozent, geben nun 53 Prozent an, Lieferdienste zu nutzen – wie eine Befragung des Digitalverbands Bitkom ergab.
Corona und die Auswirkungen auf unser Shopping-Verhalten, unsere Konsumstimmung und unseren Wohlstand. Außerdem werden Podcasts immer beliebter - insbesondere bei den Jüngeren.
Online-Handel, der (kurzfristige) Krisengewinner
Aktuell kaufen 72 Prozent der befragten Verbraucher in Deutschland mindestens einmal pro Monat online ein (Vorkrisenniveau Ende 2019: 67 Prozent), davon 22 Prozent mindestens einmal pro Woche (Vorkrisenniveau: 21 Prozent). Besonders onlineaffin beim Shoppen zeigen sich die 30-bis 49-Jährigen, Familien mit Kindern sowie generell innovationsfreudige Verbraucher. Elf Prozent der Verbraucher geben zudem an, bestimmte Konsumgüter aktuell bewusst online einzukaufen, obwohl sie diese früher im Laden eingekauft haben, bzw. dies auch jetzt wieder tun könnten. Für den Online-Handel wie für den stationären Handel (nach Wiederöffnung der Geschäfte) gilt gleichermaßen: 19 Prozent geben beim Shoppen aktuell bewusst weniger Geld als normalerweise aus.
Zum Trendmonitor Deutschland von Nordlight Research >>


Rasche Erholung des Konsumklimas
Die deutschen Verbraucher lassen den Corona-Schock vom Frühjahr dieses Jahres mehr und mehr hinter sich. Für das Konsumklima zeichnet sich gegenwärtig eine V-förmige Entwicklung ab: Auf einen scharfen Einbruch der Konsumstimmung folgt unmittelbar eine rasche Erholung. Das Konsumklima steigt zum dritten Mal in Folge spürbar an. Seit seinem Tiefpunkt im Frühjahr hat der Indikator damit fast 23 Punkte hinzugewonnen. Auch die Einkommenserwartungen legen im Juli zum dritten Mal in Folge zu. Der Indikator gewinnt zwölf Zähler hinzu und weist nun 18,6 Punkte auf. Das Minus zum entsprechenden Wert des Vorjahres beträgt jedoch immer noch rund 32 Punkte. Die Konjunkturaussichten legen im Juli ebenfalls zu. Allerdings ist das Plus mit 2,1 Zählern wesentlich bescheidener als bei Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung. Aktuell weist der Indikator 10,6 Punkte auf.
Zur GfK-Konsumklima MAXX-Studie >>

Zufriedenheitswerte leicht rückläufig
Die Corona-Krise beeinträchtigt den gefühlten Wohlstand der Deutschen nur geringfügig wie der Nationale WohlstandsIndex für Deutschland (NAWI-D) zeigt. Fasst man alle Wohlstandsfaktoren zusammen und berücksichtigt dabei noch deren unterschiedliche Bedeutung für den gefühlten Wohlstand, dann stufen 52 Prozent der Befragten ihren Wohlstand momentan als hoch ein. Das entspricht einem Minus von 2,6 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Messung im März (54,6 Prozent). Für 33,9 Prozent liegen der eigene Wohlstand momentan auf einem mittleren und 14,1 Prozent auf einem niedrigen Niveau.
Zur Studie von Ipsos >>


Podcasts immer beliebter
32 Prozent der Befragten hören Podcast zumindest gelegentlich. Bei den unter 30-Jährigen finden sich sogar 57 Prozent Podcast-Hörer. Nach den Podcast-Themen gefragt, bevorzugt eine Mehrheit Nachrichten und Politik (67 Prozent), Gesundheit und Ernährung (58 Prozent) sowie Wissenschaft und Bildung (57 Prozent). Nach Ansicht der meisten Befragten sollte eine Podcastfolge im Idealfall zwischen 15 und 30 Minuten (45 Prozent) oder zwischen 30 Minuten und einer Stunde (30 Prozent) lang sein – nur sieben Prozent bevorzugen Podcasts, die eine Stunde oder länger dauern.
Zur OmniQuest-Befragung >>
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