Studien der Woche

Mastercad & Fly Research / QVC & Bonsai Research / GIM / Castenow & Innofact / Rogator & exeo / Havas Media & respondi / parcelLab

   Artikel anhören
© pixabay.com
Zurück ins alte Leben - geht das überhaupt? Für viele ist das nicht vorstellbar - die GenZ hegt hier aber noch Hoffnungen. Zumindest Social Shopping sollte möglich werden. Die Zufriedenheit mit dem Job ist so hoch wie selten und die Zeit wird genutzt, um Neues zu lernen. Und jetzt erstmal zum Friseur!

Weiterbildung

Die Menschen nutzen die Zeit in der Coronakrise auch, um neue digitale Erfahrungen zu machen und Neues zu lernen: 28 Prozent der Befragten in Deutschland haben mit Online-Banking begonnen, 21 Prozent lernen ihre Gesundheit digital zu managen und ihre Medikamente im Internet zu bestellen. Durch Online-Tutorials verbessert jeder Fünfte (20 Prozent) seine Heimwerker-Fähigkeiten, 19 Prozent lernen so Kochen und probieren neue Rezepte aus, 17 Prozent lernen eine neue Sprache.
Zur Studie von Mastercard durchgeführt von Fly Research >>
 
Social Shopping
44 Prozent der Befragten aus der Generation Z wünschen sich einen Online-Einkaufsassistenten, der ihnen aktuell verfügbare, frische Lebensmittel per Video zeigt. 54 Prozent aller Befragten würden es begrüßen, wenn sich Läden mehr zu Treffpunkten für Communities entwickeln. Ob sie ein Verkäufer oder ein Bot berät, ist für 59 Prozent zweitrangig – Hauptsache der Service stimmt.
Zur Studie „New Normal: Wie lebt Deutschland in der Post-Corona-Welt?“ von QVC in Zusammenarbeit mit Trendforscher Prof. Peter Wippermann und Bonsai Research >>


Gen Z
Ähnlich wie nach „9/11“ ist durch die Pandemie danach eine „neue Ernsthaftigkeit“ in das Leben vieler Menschen gekehrt. Mit der Folge, dass es vielen vor allem darum geht, den eigenen Wohlstand zu wahren und sich im Alltag auf Bekanntes und Bewährtes zu verlassen. Eine Ausnahme bildet die so genannte „Generation Z“. Sie realisiert (nur) langsam das „Ende der Party” und strebt im Vergleich zu “Baby Boomern” oder auch “Generation Y” nach wie vor nach einem hedonistischen Leben, das auf Spaß und Erlebnis ausgerichtet ist. Allerdings spürt auch die „Gen Z“ erste deutliche Anzeichen von Nervosität und Verunsicherung.
Zur GIM Gesellschaftsstudie „Wie tickt Deutschland“ >>

Zufriedenheit im Job
Aktuell sind rund 65 Prozent der Arbeitnehmer in Coronazeiten zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem Arbeitgeber. Knapp 40 Prozent fühlen sich aktuell sogar stärker verbunden mit ihrem Arbeitgeber als vor der Krise. Diese Verbundenheit kommt durch ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl, die Krise zu managen. Für rund 58 Prozent aller Befragten hat das Wir-Gefühl durch die Krise an Bedeutung gewonnen. Und das eigene Handeln scheint in der Krise transparenter zu werden: Rund jeweils ein Drittel sagt sogar, dass der eigene Beitrag zum Unternehmenserfolg klarer geworden und dass sie in ihrer Arbeit einen größeren Sinn sehen als zuvor.
Zur Studie der Agentur Castenow in Zusammenarbeit mit Innofact >>


Veränderungen erwartet
43 Prozent der Befragten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schweden meinen, dass „nach der Corona-Krise nichts mehr so sein wird, wie es einmal war“ (Ablehnung 13 Prozent). In der Schweiz liegt die Zustimmung mit 33 Prozent vergleichsweise geringer. Der Aussage „Ich mache mir Sorgen über die Zeit nach Corona“ stimmen 40 Prozent der Befragten zu (in der Schweiz und in Schweden sind dies nur gut 30 Prozent). Etwa 70 Prozent der Befragten erwarten nachhaltige Veränderungen in der Gesellschaft.
Zur Studie „OpinionTRAIN“ von Rogator und exeo Strategic Consulting >>

Lockerungen
In Bezug auf die Lockerungen sind sich viele uneinig. Eins ist aber klar: Als erstes geht es zum Friseur. Bereits 15 Prozent haben sich einen neuen Haarschnitt verpassen lassen. An zweiter Stelle hinter der neuen Frisur steht der Sport – vorerst aber erst einmal Outdoor. Nur 26 Prozent freuen sich trotz eingeschränktem Angebot, hohen Hygieneauflagen und bürokratischen Ablaufprozessen auf das Training im Fitnessstudio. In Betracht aller Bereiche, die von den Lockerungen betroffen sind, ist die Vorfreude auf Café und Restaurantbesuche am größten. Erstaunlich dabei aber – der Anteil der Befragten, die den Besuch erstmal ablehnen ist fast genau so hoch wie der Anteil der Befragten, die sich das Speisen außer Haus in den nächsten Wochen gut vorstellen können.
Zur Befragung von respondi im Auftrag von Havas Media>>

Lieferzeiten
Die Angaben der Lieferzeiten in den Webshops waren auch schon vor Corona eher vage als verbindlich. Fast ein Drittel der befragten Top-100-Händler nennt keinen konkreten Liefertermin. Der Anteil der Top-Shops in Deutschland, die ihre Kunden per Express oder gar am selben Tag beliefern, ist gegenüber der Vorjahresstudie erheblich gesunken. So boten 2018 40 der Top-Shops Expresszustellung an, inzwischen sind es nur noch 25. Bei Same-Day-Delivery sank die Quote gar von elf auf drei. 93 Händler bieten außerdem weiterhin eine Gratis-Retoure an. Allerdings legen die Händler ihren Kunden bei der Retourenabwicklung mehr Steine in den Weg als früher. So verzichten 60 der Top-100-Händler darauf, ihren Paketen Retourenlabels beizulegen. Stattdessen müssen die Kunden diese aktiv organisieren.
Zur Studie von parcelLab >>
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
stats