Studien der Woche

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Ein Duft kann überzeugend sein
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Ein Duft kann überzeugend sein
Die ersten Studien zum diesjährigen Weihnachtsshopping haben uns erreicht - gekoppelt mit Tipps aus dem sensorischen Marketing. Wie informiert ist die junge Generation und hat hier das Fernsehen noch eine Chance? Abschließend geht es ums körperliche Wohlbefinden.

Düfte und Kosmetik

77 Prozent der Befragten planen genauso viele Menschen an Weihnachten zu beschenken wie im Vorjahr, nämlich im Schnitt vier. Düfte, Pflege und Make-Up gehören dabei mit einem Anteil von 41 Prozent zu den beliebtesten Präsenten, gleich hinter der Kombi aus Bargeld und Gutscheinen mit 44 Prozent. Fast jeder Zweite gibt in diesem Zusammenhang  an, dass gerade Düfte als Präsent immer gut ankommen. Sie sind für 33 Prozent der Schenkenden dabei eine unkomplizierte Überraschung.
Zur Umfrage von Kantar, die im Auftrag VKE-Kosmetikverbandes durchgeführt wurde >>



Weihnachtseinkäufe

48 Prozent der über 55-Jährigen gehen vorzugsweise in ein stationäres Geschäft, die Jüngeren dagegen geben ihr Geld lieber online aus. Junge Käufer (18 bis 24 Jahre) heißen neue Technologien durchaus willkommen, um ihr Einkaufserlebnis zu verbessern: Sie favorisieren automatisierte Kassen (26 Prozent der Jungen vs. 14 Prozent aller Befragten insgesamt), Mobile Payment (17 Prozent vs. 8 Prozent), In-Store-Technologien wie die Nutzung von Virtual Reality (20 Prozent vs. 10 Prozent) und neue Liefermethoden wie Drohnen oder die Zustellung von Produkten ins eigene Auto (18 Prozent gegenüber 9 Prozent).
Zur Studie „Festive Shopping Trends“ von Capgemini mit YouGov Plc.>>

Sensorisches Marketing

Shopper verweilen im Schnitt sechs Minuten länger im Laden, wenn über Digital Signage, Klang und Duft eine angenehme Einkaufsatmosphäre geschaffen wird. Außerdem zeigte sich, dass Kunden mehr Produkte (Steigerung von vier Prozent) und höherpreisige Produkte (im Schnitt steigt der Warenwert um sechs Prozent) kaufen, wenn Sensorisches Marketing eingesetzt wird. So stieg in der Fußball-Abteilung von Intersport das emotionale Level der Besucher um 28 Prozent, als dort ein spezielles Duftkonzept eingesetzt wurde (Umsatz plus 26 Prozent). Eye-Tracking-Untersuchungen (ET) zeigen, dass die Beachtung digitaler Instore-Screens um fünf Prozent zunimmt, wenn dort Videos und Bewegtbild statt statischer Bilder ausgespielt werden.
Zur  Studie von Mood Media >>



Streaming Generation?

Digital Natives, die ausschließlich streamen, sind eher die Ausnahme als die Regel. Eine starke Multi-Nutzung aller Kanäle ist für die jungen Digitalen typisch. Insgesamt bevorzugen rund 29 Prozent aller Befragten einen Mix aus linearem TV und Streaming-Angeboten – die sogenannten Bewegtbild-Heavy-User. Die Binge-Watcher – etwa ein Fünftel der Befragten gehört dazu – nutzen dahingegen nur reine SVoD-Angebote. Auch die TV-Enthusiasten gibt es noch: Rund neun Prozent der Natives konsumiert Bewegtbild ausschließlich über lineares TV. Knapp zwei Drittel (62 Prozent) der Generation Y besitzen sogar ein eigenes TV-Gerät; in der Generation Z sind es 47 Prozent.
Zur Digital Natives Studie 2.0 von Mediaplus Strategic Insights >>

Gut informiert

36 Prozent der Befragten zwischen 14 und 24 Jahren informieren sich täglich oder sogar mehrmals täglich über politische Themen. 72 Prozent der Befragten informieren sich immerhin mindestens einmal die Woche. Allerdings äußern viele Befragte Unzufriedenheit damit, wie Politiker mit jugendrelevanten Themen, wie den „Fridays for Future“ oder der Urheberrechtsreform, umgehen.
Zur Studie von infratest dimap im Auftrag der Vodafone Stiftung >>

Körpergefühl

59 Prozent der Befragten in Deutschland fühlen sich in ihrem Körper wohl; nur 14 Prozent sind mit ihrem Körper unzufrieden. Im direkten Vergleich sind dabei Männer (65 Prozent) deutlich häufiger mit sich zufrieden als Frauen (54 Prozent). Trotz der grundsätzlichen Zufriedenheit mit dem eigenen Körper, würden 62 Prozent etwas an ihrem Körper verändern wollen. Ein Grund für das Hadern mit dem eigenen Körper liegt für die Befragten auch in dem vom gesellschaftlichen Schönheitsideal ausgehenden Druck: 34 Prozent fühlen sich durch aktuell vorherrschende Vorstellungen darüber, „was schön ist“, unter Druck gesetzt.
Zur YouGov-Studie, deren Ergebnisse Teil des Dossiers „Schönheit“ der Zeitung DIE ZEIT ist (einsehbar ab 2.12., 16 Uhr)>>

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