Studien der Woche

Kantar / Destatis / Egmont Ehapa Media / Statista / Bitkom / Ipsos

© Bankenverband / flickr.com
Immer weniger Deutsche interessieren sich für Wirtschaftsthemen. Vielen sind diese zu kompliziert. In die andere Richtung führt die Entwicklung des Online-Banking: Dies nutzen immer mehr Menschen. Kinderzeitschriften sind trotz Digitalisierung noch beliebt. Außerdem: Wie die Deutschen Urlaubsfotos aufbereiten und was sie von Handelsmarken halten.

Wirtschafts- und Finanzthemen. 36 Prozent der Befragten interessieren sich für Wirtschafts- und Finanzthemen wie Arbeitsmarkt, Konjunktur und Zinsen. Vor zwei Jahren waren das noch 47 Prozent. 39 Prozent gaben an, dass sie von Börse „keine Ahnung“ haben. Vor zwei Jahren sagten dies lediglich 27 Prozent. Zwischen den Geschlechtern gibt es kaum Unterschiede: Der Aussage, sie hätten von Börse keine Ahnung, stimmen 38 Prozent der befragten Männer und 40 Prozent der Frauen zu. Die Themen Geldanlage und Bankgeschäfte halten 65 Prozent aller Befragten für so kompliziert, dass sie vieles nicht verstehen.
Zur Studie zum Interesse an Wirtschaftsthemen von Kantar TNS>>



Online-Banking. 51 Prozent der Befragten in Deutschland nutzten im Jahr 2018 Online-Banking für private Zwecke. Zehn Jahre zuvor lag dieser Anteil noch bei 33 Prozent. Besonders bei den 25- bis 44-Jährigen ist Online-Banking beliebt: 78 Prozent der Befragten aus dieser Altersklasse nutzten im vergangenen Jahr das Internet zur Einsicht ihres Kontostands oder für Überweisungen. Bei den 16- bis 24-Jährigen lag der Anteil bei 50 Prozent, bei den 45- bis 64-Jährigen bei 55 Prozent. Dagegen nutzten nur 25 Prozent der über 65-Jährigen Online-Banking. Andere finanzbezogene Aktivitäten finden hingegen selten online statt. Nur 10 Prozent schlossen online einen Versicherungsvertrag ab oder verlängerten diesen, sechs Prozent handelten mit Aktien und Fonds und drei Prozent tätigten Darlehens- und Kreditgeschäfte online.

Zur Online-Banking-Studie des Statistischen Bundesamts>>



Kinderzeitschriften. 74 Prozent der befragten 6- bis 13-jährigen Kinder in Deutschland lesen mindestens eine der 46 abgefragten Kinderzeitschriften. 95 Prozent der 6- bis 13-Jährigen lesen Magazine meist komplett durch. Den Eltern scheint das zu gefallen: 74 Prozent der befragten Mütter und Väter der 4- bis 13-Jährigen halten das Lesen von Magazinen für eine sinnvolle Beschäftigung. 52 Prozent der 4- bis 13-jährigen Kinder geben ihr Taschengeld für Zeitschriften aus. Am liebsten lesen die befragten 6- bis 13-jährigen Walt Disney Lustiges Taschenbuch, das eine Reichweite von 492 Tsd. erreicht, gefolgt von Micky Maus-Comics (458 Tsd.). Unter den befragten 4- bis 5-Jährigen ist Benjamin Blümchen die beliebteste Kinderzeitschrift (159 Tsd.).

Zur Kinder-Medien-Studie 2019 der sechs Verlagshäuser>>

Urlaubsfotos. 84 Prozent der Befragten machen im Urlaub digitale Bilder, 45 Prozent laden diese bei Instagram oder einem anderen sozialen Netzwerk hoch. 61 Prozent teilen ihre Bilder über Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Snapchat. Häufig werden Fotos vorher bearbeitet. Hierfür verwenden 14 Prozent der Befragten eine Foto-App auf dem Smartphone oder Tablet; 28 Prozent tun dies am Computer. Um ihre Urlaubsfotos zu speichern, nutzen 18 Prozent einen Cloud-Dienst, während 16 Prozent ihre Bilder auf physischen Datenträgern wie USB-Sticks oder externen Festplatten speichern. Aber auch die analoge Aufbereitung digitaler Urlaubsfotos bleibt beliebt: 65 Prozent der Befragten drucken sich die Bilder selbst aus; 34 Prozent bestellen Abzüge im Laden und 21 Prozent im Internet. 19 Prozent gestalten mit ihren Bildern Fotobücher am Computer.

Zur Studie zu Urlaubsfotos von Bitkom>>



Handelsmarken. 37 Prozent aller Befragten in Deutschland halten im Drogeriemarkt gezielt Ausschau nach neuen Produkten der Handelsmarken – bei den 18- bis 39-Jährigen sagen dies sogar 44 Prozent. In letzterer Zielgruppe würden 38 Prozent ein neues Produkt, das sie online entdecken, am liebsten sofort kaufen und ausprobieren. Insgesamt sagten das nur 22 Prozent. Auch der Anteil derjenigen, die Produkte manchmal nur probieren, weil sie von einer von ihnen geschätzten Handelsmarke stammen, ist unter den jüngeren Konsumenten mit 41 Prozent höher als unter allen Befragten (34 Prozent). Generell finden 58 Prozent aller Befragten, dass Handels- und Herstellermarken gleichwertig sind.

Zum Ipsos-Handelsmarkenmonitor 2019>>

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