Studien der Woche

Ipsos / YouGov / OmniQuest / Appinio / Innofact

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Ganz Corona-frei sind die Studien diese Woche nicht - aber es haben sich doch ein paar andere Themen eingeschmuggelt: Vergangenheitsbewältigung, Nachhaltigkeit, berufliche Situation. Die Stimmung Richtung Urlaub und Einkaufen ist erwartungsgemäß etwas eingetrübt.
Ipsos: Zweiter Weltkrieg
63 Prozent der Befragten in Deutschland sind der Überzeugung, dass die Politik in der Bundesrepublik noch immer von den Ereignissen und dem Ausgang des Zweiten Weltkriegs beeinflusst wird. In Polen liegt der Anteil bei 67 Prozent, in China bei 64 Prozent, Russland bei 58 Prozent, in Großbritannien bei 54 Prozent. In den USA (47 Prozent), Japan (46 Prozent) und Frankreich (44 Prozent) wird der Einfluss des Zweiten Weltkrieges etwas geringer eingeschätzt. Eine Mehrheit der Befragten (55 Prozent) weltweit vertritt außerdem die Ansicht, dass es auch nach 75 Jahren immer noch wichtig ist, Zeremonien zum Gedenken an den Zweiten Weltkrieg abzuhalten.
Zur Ipsos Global Advisor-Studie "75thAnniversary of the End of World War II: A Global View">>


YouGov: Lebensmitteleinkauf
Für 56 Prozent der Befragten hat Nachhaltigkeit viel oder einen gewissen Einfluss auf den regelmäßigen Lebensmitteleinkauf. Diese sagen auch, dass es ihnen bei frischem Obst und Gemüse zu 76 Prozent sehr oder eher leichtfällt, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Zu 71 Prozent leicht fällt es ihnen für den Bereich Milch- und Molkereiprodukte, zu 65 Prozent für Fleisch- und Wurstwaren. Bei der Warengruppe Snacks (Süßwaren oder Knabbereien) hingegen sind es mehr als ein Drittel (35 Prozent), denen es eher oder sehr schwer fällt, 21 Prozent geben an, in dem Bereich gar nicht auf Nachhaltigkeit zu achten.
Zum YouGov Trendreports „Nachhaltigkeit im Bereich Food“ >>

OmniQuest: Berufliche Situation
Im Job zeigt sich der Anstieg der Gesamtzufriedenheit auch in einer höheren Identifikation der Beschäftigten mit den Unternehmenszielen (69 Prozent, +5 Prozent zum Vorjahr). Ebenso wird die Wahrscheinlichkeit eines Jobwechsels geringer (22 Prozent, -5 Prozent zum Vorjahr) eingestuft. Im Bereich der Arbeitsbedingungen sorgen eine verbesserte Ausstattung (57 Prozent, +5 Prozent zum Vorjahr) und eine besser wahrgenommene Umgebungshelligkeit (74 Prozent, +4 Prozent zum Vorjahr) für einen Anstieg der Zufriedenheit. Im Gegensatz dazu geben 38 Prozent der Befragten an, stärker personell unterbesetzt zu sein (+ 5 Prozent).
Zur „OmniQuest Employee Benchmark“ >>


Appinio: Urlaub
Sollte es in den kommenden Sommermonaten erlaubt sein, für einen Urlaub zu verreisen, würden nur die wenigsten Befragten in Deutschland dies auch wirklich in Anspruch nehmen. Jeder fünfte Befragte kann sich vor März 2021 nicht vorstellen, in den Urlaub zu fahren. Würden sie doch in den Urlaub fahren, dann würden 72 Prozent im eigenen Bundesland und 68 Prozent in Deutschland bleiben. Mit weitem Abstand folgen Skandinavien bzw. Nordeuropa, wo sich knapp jeder Zweite sicher fühlen würde. Als unsicherste Urlaubsziele wurden Ostasien (87 Prozent), Nord-, Mittel- und Südamerika (86 Prozent), Südasien (86 Prozent) sowie Westasien (85 Prozent) und Südeuropa (84 Prozent) genannt.
Zum Corona Consumer Reports von Appinio >>

Innofact/EY-Parthenon: Shoppen
Insgesamt 63 Prozent der Befragten macht das Einkaufen unter den aktuellen Bedingungen keinen Spaß.  So haben auch 58 Prozent bisher nicht die Gelegenheit ergriffen, in Geschäften einzukaufen, die im Zuge des Lockdowns zuvor geschlossen waren. Zusätzlich geben 38 Prozent zu, dass sie aufgrund der Unsicherheit in der finanziellen Lage versuchen, ihre Ausgaben auf das Nötigste zu reduzieren. Allerdings ist die Freude, wieder in die Innenstädte gehen zu können, bei 50 Prozent stark ausgeprägt.
Zur Studie von EY-Parthenon und Innofact >>
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