Studien der Woche

Ipsos / Sinus / YouGov / Appinio / Axis / GfK

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Mauerfall und die Schwierigkeiten mit der Wiedervereinigung finden sich auch in dieser Woche. Ebenso ein Dauerbrenner ist die störende Werbung. Interessant wird es, welche Trends im asiatischen Handel sich für Europa und den USA eignen könnten.
Mauerfall I

29 Prozent der Befragten in 16 Ländern meinen, Europa sei durch den Mauerfall sicherer geworden, mit 31 Prozent sind allerdings auch etwa ebenso viele vom Gegenteil überzeugt. 40 Prozent sind unentschieden in dieser Frage. 27 Prozent der deutschen Befragten meinen, dass das Leben in der Region, in der sie leben, seit der Wendezeit vor 30 Jahren besser geworden ist – 34 Prozent sind gegenteiliger Auffassung. Besonders positiv wird der Fall der Berliner Mauer dagegen in Polen gesehen. 50 Prozent sind der Ansicht, dass sich das Leben seit dem Jahr 1989 verbessert hat.
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Mauerfall II

Gerade mal 43 Prozent der westdeutschen und 35 Prozent der ostdeutschen Befragten finden, dass Deutschland seit der Wiedervereinigung zu einer Nation zusammengewachsen ist. Westdeutsche sehen sich vor allem als „Gesamtdeutsche“, Ostdeutsche hauptsächlich als Ostdeutsche. „Der Sozialismus in der DDR war eine gute Idee, die nur schlecht umgesetzt wurde“ – dieser Aussage stimmen 57 Prozent der Ostdeutschen, aber nur 31 Prozent der Westdeutschen zu. Und 13 Prozent aller Befragten wollen die Mauer wiederaufbauen.
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Werbung stört

68,5 Prozent der digitalaffine Befragten zwischen 16 und 54 Jahren nutzen den TV täglich oder mehrmals die Woche. Gleich dahinter folgt das Smartphone mit 41,3 Prozent. Doch der Konsum von Bewegtbildinhalten bringt auch den Kontakt mit Werbung mit sich: Die Befragten sind am meisten genervt von Werbung auf dem Fernseher während des Konsums von TV-Inhalten. 31 Prozent empfinden Werbung auf dem Smartphone am nervigsten. Erfragt man die Gründe für die Werbeverdrossenheit bei denjenigen, die Werbung auf dem Fernseher am störendsten empfinden, bemängeln die Befragten vor allem die Unterbrechung während des Entertainment-Erlebnisses und die Häufigkeit und Länge von Werbepausen. Auch Werbeeinblendungen während des Bewegtbildinhalts nerven viele Nutzer. Diejenigen, die Werbung auf dem Smartphone am störendsten empfinden, fühlen sich am meisten durch die Unterbrechung belästigt. Im Gegensatz zu Werbung auf dem Fernseher blockiert die Werbepause das Handy für weitere Aktivitäten.
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Retailtainment im Kommen
Fast alle, 91 Prozent, der befragten Konsumenten in Shanghai gaben an, ihr Mobiltelefon für die Bezahlung vor Ort zu nutzen. Dieser Standard ist sowohl in den USA als auch in Frankreich auf einem markant niedrigeren Level, was besonders für Touristen aus Asien oft problematisch sein kann, da sie weder den Umgang mit Bargeld noch Kreditkarten gewöhnt sind noch bei sich haben. Gerade in Shanghai gilt das Einkaufen als eine wichtige und attraktive Möglichkeit für soziale Aktivitäten mit Freunden. So geben lediglich 16 Prozent der Konsumenten an, bevorzugt alleine einzukaufen, im Gegensatz zu 42 Prozent in New York City. Dies steht im Einklang mit dem Trend, der vor allem in Einkaufszentren in ganz Asien zu beobachten ist: Das Retailtainment zielt darauf ab, Einkaufszentren zu Erlebnisumgebungen zu machen. Als sozialer Treffpunkt bringt es sämtliche Generationen beim Abendessen, Ausgehen, kulturellen Veranstaltungen oder Sport zusammen.
Axis Communications, Ipsos und die GfK befragten Verbraucher In Europa, China und den USA an Fashion Hotspots >>
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