Studien der Woche

Ipsos / Rothmund Insights / Splendid Research / Statista

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Im Vergleich zu früheren Jahren ist der Winter 2020/21 bisher eher harmlos, wie Statista auf Basis von Daten des Deutschen Wetterdienstes auswertete.
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Im Vergleich zu früheren Jahren ist der Winter 2020/21 bisher eher harmlos, wie Statista auf Basis von Daten des Deutschen Wetterdienstes auswertete.
Welche Sorgen stehen Anfang 2021 weltweit im Mittelpunkt? Außerdem bleibt das Thema Nachhaltigkeit auch diese Woche wichtig.

Sorgen & Nöte

Im weltweiten Durchschnitt der 27 befragten Länder führt Covid-19 (50 Prozent) die Rangliste der momentan größten Sorgen der Menschen an (+3 Prozent seit Dezember). Dahinter folgen die Themen Arbeitslosigkeit (37 Prozent), Armut und soziale Ungerechtigkeit (29 Prozent), Korruption (27 Prozent) sowie das Gesundheitswesen im eigenen Land (24 Prozent). Am stärksten ausgeprägt ist die Sorge vor Corona zurzeit in einigen asiatischen Ländern wie Japan (70 Prozent | +7), Malaysia (70 Prozent | +1) und Südkorea (67 Prozent | +6). Den mit Abstand größten Anstieg verzeichnet jedoch Südafrika: 46 Prozent der Befragten sind hier inzwischen der Ansicht, dass Covid-19 aktuell eines der größten Sorgenfelder in ihrem Land ist (+ 22 Prozent seit Dezember 2020). In Russland (22 Prozent| -9), Argentinien (27 Prozent | +10) und Ungarn (34 Prozent | -4) sorgen sich dagegen vergleichsweise wenige Menschen wegen des Virus.
In Deutschland stellt für 56 Prozent der Befragten Covid-19 die größte Sorge dar; seit September 2020 (37 Prozent) ist die Corona-Sorge hierzulande kontinuierlich angestiegen, lediglich im April 2020 (61 Prozent) war die Angst vor dem Virus kurzzeitig noch größer als heute. Armut und soziale Ungleichheit (39 Prozent | +3 seit Dezember) und der Klimawandel (27 Prozent | +2) folgen weit abgeschlagen auf den Plätzen zwei und drei der aktuell größten Sorgenthemen in Deutschland. 
Über die Studie
Die Ergebnisse stammen aus der monatlich durchgeführten Global Advisor-Studie „What Worries The World“ und wurden zwischen dem 18. Dezember 2020 und dem 08. Januar 2021 über das Ipsos Online Panel-System erhoben. Bei der Umfrage wurden 22.003 Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren aus 27 Ländern interviewt. Zu diesen Ländern gehören Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, die Niederlande, Peru, Polen, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Spanien, Südafrika, Südkorea, die Türkei, Ungarn und die USA. In Israel, Kanada, Malaysia, Südafrika, der Türkei und den USA waren die Befragten zwischen 18 und 74 Jahren alt, in allen anderen untersuchten Ländern zwischen 16 und 74 Jahren.
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Nachhaltigkeit I

89 Prozent der Befragten wünschen sich, dass Unternehmen in Zukunft nachhaltiger und umweltgerechter wirtschaften. Allerdings haben aktuell 75 Prozent den Eindruck, dass „Nachhaltigkeit“ bisher oft nur eine Werbefloskel von Unternehmen ist - und vieles was als nachhaltig oder grün angepriesen wird, dies in Wirklichkeit gar nicht ist. Entsprechend finden es 86 Prozent der befragten Verbraucher derzeit noch schwer zu entscheiden, welche Produkte und Angebote tatsächlich nachhaltig sind und welche nicht. Für die Zukunft erwarten 32 Prozent einen weiteren Anstieg an Nachhaltigkeit in ihrer Lebenswelt. Aktuell wird am stärksten auf Nachhaltigkeit bereits beim Kauf von elektrischen Haushaltsgeräten (52 Prozent) geachtet, beim Einkauf von Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs (41 Prozent) sowie beim Abschluss von Stromtarifen bzw. bei der Wahl des Stromanbieters (38 Prozent).
Über die Studie
Für die Studie „Nachhaltigkeit im Fokus - Motive, Verhalten und Wünsche der Verbraucher“, wurden von Rothmund Insights über 1.000 Haushaltsentscheider zwischen 18 und 70 Jahren zu ihren nachhaltigkeitsbezogenen Verhaltensweisen und Einstellungen befragt. Mit über 30 nachhaltigkeitsbewussten Haushaltsentscheidern wurde zudem über einen Zeitraum von 14 Tagen in einer Marktforschungs-Community eine vertiefende qualitativ-psychologische Untersuchung durchgeführt.
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Nachhaltigkeit II

Weniger als zehn Prozent der Befragten in Deutschland haben mehrere nachhaltig produzierte Kleidungsstücke im Schrank. Hessnatur ist bei knapp einem Drittel der Befragten bekannt,  gefolgt von Patagonia und Grüne Erde aus Österreich, beide erreichen eine Markenbekanntheit von 23 Prozent. Am häufigsten nachhaltig eingekauft wird derzeit bei Waschbär und Avocadostore. Allerdings sind für zwei Drittel der befragten Verbraucher niedrigere Preise nach wie vor der entscheidende Anreiz, um häufiger zur nachhaltigen Alternative zu greifen. Inzwischen sind jedoch viele bereit, für umweltverträglich produzierte Kleidung zumindest einen moderaten Aufpreis zu zahlen. So kann die Zahlungsbereitschaft um bis zu 28 Prozent ansteigen, sobald ein entsprechender Hinweis vorhanden ist.
Über die Studie
Splendid Research hat im November 2020 über sein Online-Panel www.befragmich.de 1.490 in Deutschland lebende Verbraucher zwischen 15 und 69 Jahren zum Thema nachhaltige Mode befragt. Die Studie erhebt Einstellungen, das Kaufverhalten und die Bereitschaft zu nachhaltigem Modekonsum. Ferner gibt sie Aufschluss über 13 Nachhaltigkeitssiegel sowie die Marktposition von 29 nachhaltigen Modemarken und 15 Modeshops.
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<a href="https://de.statista.com/infografik/24111/das-waren-die-historisch-kaeltesten-winter-in-deutschland/">Die Grafik zeigt die historisch kältesten Winter in Deutschland nach der mittleren Temperatur von Dezember bis Februar, seit 1881 >></a>
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