Studien der Woche

Ipsos / Norstat / rilaton + IFAK  / BravoGutschein

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Die Sorge ums Klima ist in Deutschland zwar auf einem neuen Allzeithoch  - doch für die E-Mobilität können sich die meisten trotzdem nicht wirklich erwärmen. Außerdem zeigt sich, dass Homeoffice nicht überall gut ankommt. Und die cleversten Shopper findet man in Frankreich.

Klimawandel

36 Prozent der Befragten in Deutschland bezeichnen den Klimawandel aktuell als eines der drei größten Sorgenthemen im eigenen Land, sechs Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat. Und damit sorgen sich die Menschen nirgendwo mehr um den Klimawandel: Australien und Kanada (je 31 Prozent) rangieren mit deutlichem Abstand zur Bundesrepublik auf den Plätzen zwei und drei im Ranking der klimabewusstesten Nationen. Dahinter folgen die ebenfalls stark vom Hochwasser betroffenen Nachbarländer Niederlande (28 Prozent | +4) und Belgien (27 Prozent | +7), wo die Sorge ums Klima zuletzt merklich angestiegen ist. Global gesehen zählt der Klimawandel momentan allerdings nur für 15 Prozent der Befragten zu den drängendsten Problemen im eigenen Land. Vor allem in einigen lateinamerikanischen Nationen wie Kolumbien (4 Prozent), Argentinien (3 Prozent), Peru (3 Prozent) oder Brasilien (2 Prozent) wird der Klimawandel nach wie vor kaum als wichtiges gesellschaftliches Sorgenthema wahrgenommen.
Über die Studie

Die Umfrage wurde in 28 Ländern weltweit über das Ipsos Online Panel-System durchgeführt. Zwischen dem 23. Juli und dem 06. August 2021 wurden 19.010 Interviews mit Erwachsenen im Alter von 18 bis 74 Jahren in den Israel, Kanada, Malaysia, Südafrika, der Türkei und den USA und zwischen 16 und 74 Jahren in allen anderen Ländern durchgeführt.
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Mobilität

Beim Thema E-Mobilität geben 47 Prozent der Befragten an, dass sie überhaupt nicht auf E-Mobilität umsteigen würden. Dabei ist die Bereitschaft unter Befragten, die in Großstädten leben, mit 24 Prozent höher als im ländlichen Raum (18,7 Prozent). Nur 38 Prozent der Befragten sehen das Elektroauto als den Antrieb der Zukunft. Die hohe Ablehnung des individuellen Umstiegs auf E-Mobilität geht einher mit der Bewertung der Verlässlichkeit bei der Nutzung von E-Autos: So bewerten 45 Prozent der Befragten diese als unzuverlässig. Geht es um die Infrastruktur, so erfahren der Ausbau der Bahnverbindungen mit 74 Prozent wie auch der Ausbau der Radwege mit 71 Prozent die meiste Unterstützung in der Bevölkerung. Am wenigsten befürworten die Befragten die Einführung eines Tempolimits von 30 Stundenkilometern in den Städten (39 Prozent Zustimmung). Dem Ausbau von ähnlich in den Stadtverkehr eingreifenden weitläufigen Fußgängerzonen stimmen dagegen mehr als 61 Prozent zu.
Über die Studie

Norstat hat in einer Online-Befragung die Bereitschaft der Deutschen untersucht, ihr Mobilitätsverhalten den geänderten Anforderungen der Klimakrise anzupassen.
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Homeoffice

Insgesamt zeigten sich in der Studie sechs Homeoffice-Typen: Ausschlaggebend für die einzelnen Typen sind die Faktoren Struktur, Ruhe, persönlicher Kontakt mit den Kollegen, Verhalten der Führungskraft und die Ausstattung am Homeoffice Arbeitsplatz. Die Homeoffice-Ablehner machen 20 Prozent der Erwerbstätigen aus. Sie sind eher jünger und häufig männlich. Dieser Typ ist generell unzufrieden im Homeoffice und bewertet alle Kriterien, wie Arbeitsmittel, Struktur, Ruhe und Austausch mit dem Team und der Führungskraft deutlich negativer. Ein Drittel sind klare Homeoffice-Fans: Sie sind etwas älter, häufig zwischen 40 bis 54 Jahre alt und leben in Zweipersonenhaushalten. Sie sind generell mit Homeoffice sehr zufrieden, können strukturiert und in Ruhe arbeiten und haben überdurchschnittlich viel Spaß dabei. Auch der Austausch mit den Kollegen und -innen, die Einbindung ins Teams und der Informationsfluss werden außerordentlich gut bewertet. Außerdem gibt es die zufriedenen Homeoffice Individualisten (10 Prozent), die familiär Beanspruchten (15 Prozent), die Ausstattungslosen (10 Prozent) und die Teamvermisser (ca. 16 Prozent).
Über die Studie

Für die Befragung von Berufstätigen, die zurzeit mindestens einen Tag im Homeoffice arbeiten, haben die rilaton GmbH sowie das IFAK Institut aus Taunusstein und PRIOTAS aus Köln im Juli 2021 1.000 ArbeitnehmerInnen ab 18 Jahre online befragt.
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Cleveres Shoppen

Frankreich führt laut des Smart Shopper Index die Liste der cleversten Shopper an, mit der höchsten Punktzahl auf der Skala der umsichtigen Käufe und einer Gesamtpunktzahl von 421. Die Franzosen sind außerdem drittplatzierte bei den Haushaltsersparnissen, hinter Deutschland und den Niederlanden. Auf dem zweiten Platz, mit 312 Punkten knapp hinter dem Spitzenreiter, ist Irland, aufgrund der Klugheit seiner Konsumenten bei allgemeinen und Lebensmittelausgaben. Deutschland erreicht mit 288 Punkten den dritten Platz, wobei die Haushalte der Deutschen die höchsten Ersparnisse unter den analysierten 25 OECD Ländern vorweisen. Sie führen zudem die Rangliste beim Sparverhalten der Haushalte an: Sie legen elf Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Zukunft zurück.
Über die Studie

Die Spar-Plattform BravoGutschein hat den Smart Shopper Index erstellt. Die Studie hat einige Konsumgewohnheiten - z.B. Ersparnisse und Verschuldung von Haushalten, Kaufüberlegungen, Gesamtausgaben in Relation zu Lebenshaltungskosten und Ausgaben für Lebensmittel im Verhältnis zu den Kosten - in allen OECD-Ländern mit verfügbaren Daten analysiert und diese in einem punktebasierten Index zusammengefasst, um herauszufinden, welche Länder die umsichtigsten Konsumenten haben.
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