Studien der Woche

Infratest dimap / Bertelsmann Stiftung / Nordlight Research / GWI & Teads

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Zwar überwiegt in Ost und West die Skepsis, aber in den letzten zehn Jahren werden positive Signale wahrgenommen, dass das mit dem Zusammenwachsen doch noch klappt. Des Weiteren geht es um mangelnde Innovationsfreude, Unbehagen gegenüber der Digitalisierung und die Situation auf dem Beauty-Markt.

Ost + West = Einigkeit?

Das Zusammenwachsen von West und Ost in den 30 Jahren seit dem Mauerfall wird sehr verhalten kommentiert. In beiden Teilen des Landes überwiegt die skeptische Sicht, wie die Befragung von Infratest dimap zeigt. Immerhin meint aber jeweils ein Drittel der West- und Ostdeutschen, die Verhältnisse zwischen ihnen hätten sich in den letzten zehn Jahren verbessert und deutlich weniger sehen die Entwicklung negativ. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Frage, wie zufrieden die Deutschen mit der Demokratie in ihrem Land sind: Während sich im Westen 59 Prozent der Befragten zufrieden äußern, überwiegt im Osten die Unzufriedenheit. 57 Prozent sagen hier, sie seien wenig oder gar nicht zufrieden mit der Demokratie.
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Stolpern Unternehmen in die Zukunft?

Nur rund ein Viertel der deutschen Unternehmen zeichnet sich durch Innovationsfreude und Technologieführerschaft aus. Doch in rund der Hälfte fehlt es vor allem an Risikobereitschaft und einer Innovationskultur, die Mitarbeiter ermutigt, neue Wege zu gehen - wie ein Innovationsatlas, für den das IW Consult in Auftrag der Bertelsmann Stiftung die deutsche Unternehmenslandschaft in unterschiedliche innovative Milieus eingeordnet hat, erläutert. Der Atlas identifiziert dabei sieben unterschiedliche Typen von Unternehmen, sogenannte „Innovative Milieus“. Die innovationsfreundlichsten sind die sogenannten „Technologieführer“ und „Disruptiven Innovatoren“ (insgesamt 25 Prozent). 46 Prozent hingegen werden in eher innovationsferne Gruppen ein, wie „Passive Umsetzer“ oder „Unternehmen ohne Innovationsfokus“ eingeordnet. Dazu gehören Firmen, die weder in ihrer Organisations- noch ihrer Unternehmensstrategie zielgerichtet Neuerungen vorantreiben. Die größte Einzelgruppe bilden mit 25 Prozent die „Kooperativen Innovatoren“, die zwar sehr viel in Mitarbeiterförderung, aber zu wenig in eine aktive Vernetzung mit der Wissenschaft und anderen Unternehmen investieren.
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Digitalisierung: Erste Warnsignale?

Die große Mehrheit der Befragten steht der fortschreitenden Digitalisierung im Alltag offen gegenüber. Verbunden damit ist ein hohes Interesse am Kauf und an der Nutzung digitaler Geräte und Dienstleistungen. In die digitale Konsumlaune der Verbraucher mischt sich aber laut Trendmonitor Deutschland von Nordlight Research auch spürbares Unbehagen in der digitalen Kultur. So beunruhigt es 53 Prozent der Befragten in stärkerem Maße, dass in der digital vernetzten Welt viele Alltagstätigkeiten von Unternehmen aufgezeichnet und überwacht werden können. Sichtbar wird das Unbehagen auch bei der Frage nach der wahrgenommenen Arbeitsplatzsicherheit: 43 Prozent der berufstätigen Bundesbürger befürchten, durch den zunehmenden Einsatz von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Roboterisierung ihren jetzigen Arbeitsplatz zu verlieren; 19 Prozent davon in starkem Maße.
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Beauty & Hautpflege: Video statt Influencer

Der Beauty-Shopper ist zwar preissensibel, aber wichtiger als der Preis ist, ob das Produkt zum Hauttyp passt. Dabei wandern die meisten Kosmetikartikel laut der Fresh-Faces-Studie (Global Web Index (GWI) im Auftrag von Teads erstellt) noch immer im stationären Handel über den Tresen, doch die Suche danach findet online statt. Der Einfluss von Influencern ist dabei überraschend gering: Nur neun Prozent der Anwenderinnen entdecken neue Produkte durch Influencer. In erster Linie lassen sich User durch hochwertige Online-Inhalte auf neue Produkte aufmerksam machen (43 Prozent). Besonders gut funktionieren Videoformate: 65 Prozent suchen gezielt nach Produkten oder besuchen die Website einer Marke, nachdem sie eine Videowerbung gesehen hatten. 37 Prozent zeigen ein verstärktes Umweltbewusstsein, wenn es um Kosmetika und Cremes geht. Sie würden für nachhaltig produzierte und verpackte Produkte auch mehr Geld ausgeben. Zudem sind 58 Prozent bereit, für nachhaltige, umweltfreundliche Produkte mehr zu bezahlen.
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