Studien der Woche

Friedrich-Ebert-Stiftung/ YouGov/ FAZ-Institut/ POSpulse

© Pixabay
Die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Mitte in Deutschland wurde in den Medien heftig diskutiert. Studien werden besonders gerne in der Unternehmenskommunikation genutzt und das Kino erfreut sich trotz Netflix und Co weiterhin großer Beliebtheit. Weitere Themen: inklusives Wahlrecht.

Friedrich-Ebert-Stiftung

Verschwörungstheorien und die Ablehnung des „Establishments“ sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Fast 28 Prozent der Bevölkerung vertritt, laut der aktuellen Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, neurechte Einstellungsmuster. 40 Prozent sind der Meinung, die deutsche Gesellschaft würde durch den Islam unterwandert. Mehr als jeder Vierte gibt der Aussage Recht, die regierenden Parteien würden das Volk betrügen. Nur 20 Prozent finden es „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“ gut, dass Deutschland viele Flüchtlinge aufgenommen hat. Rund ein Viertel befürchtet ein Absinken des Lebensstandards. Die Studie wurde vom Institut für Interdisziplinäre Konflikt-und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld durchgeführt. Zu der Studie >>

YouGov

54 Prozent der Deutschen begrüßen es, dass Menschen mit gerichtlich bestellter Betreuung ab sofort die Teilnahme an Wahlen ermöglicht wird. Besonders die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen ist dafür. Nur rund 25 Prozent aller Befragten finden das inklusive Wahlrecht schlecht. Mit 76 Prozent begrüßen besonders Anhänger der Grünen, dass beispielsweise Menschen mit geistigen Behinderungen wählen dürfen. Es folgen SPD-Anhänger mit 67 Prozent und die der Linken mit 63 Prozent. Bei AfD-Wählern, wird das inklusive Wahlrecht jedoch von 49 Prozent abgelehnt. Im Geschlechtervergleich zeigt sich eine höhere Zustimmung unter Männern (59 Prozent), als unter Frauen (49 Prozent).

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FAZ-Institut

Für acht von zehn Entscheider aus der Unternehmenskommunikation haben Studien einen hohen Stellenwert. Zwei Drittel der Befragten haben bereits Studien erstellt und in der Kommunikation eingesetzt. Studien dienen vor allem dazu, Kompetenz zu zeigen. So sagen 85 Prozent der Befragten, dass Studien sie dabei unterstützen, sich als Meinungsführer zu etablieren. 75 Prozent wollen mit Studien Aufmerksamkeit erzeugen und zielen auf eine hohe öffentliche Resonanz. Dabei ist die Zielgruppe für Unternehmen und Organisationen, die Studien herausgeben, für 84 Prozent das Fachpublikum und für 80 Prozent die Medien. Weitere 64 Prozent wollen potentielle B2B-Kunden erreichen.

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POSpulse

Obwohl mehr als 78 Prozent der befragten Filmliebhaber das Angebot von Streaming-Diensten nutzen, gaben ebenfalls 70 Prozent an, das Angebot von Kinos genau so attraktiv zu finden. Ob man Netflix nutzt oder ins Kino geht, hängt auch davon ab, ob man eher zu Serien oder zu Filmen tendiert. So sind Streamingdienste vor allem unter Serienliebhabern populär. Für den Gang zum Kino spricht dagegen für 55 Prozent der Kinobesucher die Bild- und Soundqualität, die Preise (44 Prozent) sowie das große Filmangebot (42 Prozent). Das, in der Filmbranche noch immer gern genutzte Werbeplakat wird von über 70 Prozent der Besucher auch außerhalb des Kinos wahrgenommen. Unter den vielfältigen Gründen zählt hier das Interesse an den Filmen (47 Prozent).

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