Studien der Woche

forsa & RTL / Kantar & Verbraucher Initiative & dm / YouGov

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Die Ärzte liegen im Vertrauen der Menschen weit vorne. Doch auch den Hygienekonzepten wird getraut. Außerdem erfahren Sie hier, welche Ereignisse außer der Pandemie im letzten Jahr noch wichtig waren.

Vertrauen in Meinungsforschungsinstitute wächst

Für die meisten Befragten in Deutschland sind Ärzte auch in der Pandemie ein besonderer Vertrauens-Faktor: 85 Prozent erklären, sie hätten „großes Vertrauen“ zu den Medizinern. Jeweils 80 Prozent haben Vertrauen zur Polizei und zu den Universitäten, sowie 78 Prozent zum Bundesverfassungsgericht. Ein Gewinner im Ranking sind die Meinungsforschungsinstitute mit einem Plus von fünf Prozentpunkten mit jetzt 64 Prozent. In der Corona-Krise können auch die Medien Vertrauen zurückgewinnen: das Radio steigt im Vergleich zum Mai 2020 um zwei Prozentpunkte (auf 58 Prozent), die Presse um vier Prozentpunkte (auf 49 Prozent), das Fernsehen um drei Prozentpunkte (auf 37 Prozent).
RTL/ntv-Trendbarometer
Die Daten zum Institutionen-Ranking wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa zwischen dem 28.12. 2020 und dem 2.1. 2021 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 4.029 Befragte.
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Schutzmaßnahmen erzeugen Sicherheit

Mit 70 Prozent wird der Schutz vor Infektionen in Arztpraxen und Krankenhäusern am höchsten bewertet, obwohl hier die Gefahr, Erkrankte zu treffen, besonders hoch ist. Aber auch die Hygienekonzepte in Gaststätten bzw. Restaurants schneiden gut ab: für 67 Prozent der Befragten wurden wirksame Schutzmaßnahmen umgesetzt. 54 Prozent der Befragten fühlen sich im Einzelhandel sehr gut oder gut vor einer Covid-19-Infektion geschützt. Nicht zu viele Kunden im Geschäft (85 Prozent), besonders breite Gänge (77 Prozent) und das Verhalten der Mitarbeiter des Marktes (76 Prozent) tragen nach Einschätzung der Befragten im Handel stark oder sehr stark zur Sicherheit vor einer Infektion bei.
Die Studie
Kantar hat in der Woche vor Weihnachten (15./16.12.2020) 1.017 Personen in Deutschland befragt. Auftraggeber waren die Verbraucher Initiative und dm-Drogerie Markt.
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Jahresrückblick

Gefragt nach den Themen 2020 jenseits Corona und die Folgen, entschieden sich 37 Prozent der Befragten in Deutschland für den Machtwechsel in den USA, also die Ablösung Donald Trumps als Präsident der Vereinigten Staaten durch Joe Biden, als Ereignis des Jahres. Für sieben Prozent war dies der Brexit. Jeweils sechs Prozent entscheiden sich für die Black-Lives-Matter-Bewegung sowie die australischen Waldbrände als das Ereignis des Jahres 2020. Eher unterinteressant waren das Beethoven-Jahr, Oscar-Gewinner Parasite als erster nicht-englischsprachiger Film bzw. der Giftanschlag auf Nawalny mit jeweils einem Prozent.
Die Studie
YouGov befragte 11.778 Personen zwischen dem 23. Dezember 2020 und dem 3. Januar 2021 mittels standardisierter Online-Interviews.
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