Studien der Woche

Dynata / Rheingold-Institut / Bitkom / Psyma / Readly & YouGov / IFH Köln

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45,8 Prozent der Befragten in Deutschland verzichten beim Begrüßen seit der Covid-19-Krise auf jeglichen Körperkontakt. Früher gehörte der Händedruck bei 42,8 Prozent zur Begrüßungsetikette, jetzt nutzen ihn noch 15,7 Prozent. <a href="https://www.mafonavigator.de/unternehmen/feldorganisation-datenerhebung/dynata-27/" target=_blank>(Umfrage von Dynata wurden zwischen 10. und 12. August 2021 in Deutschland 1.000 Menschen im Alter zwischen 18 bis 57+ Jahren befragt >>)</a>
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45,8 Prozent der Befragten in Deutschland verzichten beim Begrüßen seit der Covid-19-Krise auf jeglichen Körperkontakt. Früher gehörte der Händedruck bei 42,8 Prozent zur Begrüßungsetikette, jetzt nutzen ihn noch 15,7 Prozent. (Umfrage von Dynata wurden zwischen 10. und 12. August 2021 in Deutschland 1.000 Menschen im Alter zwischen 18 bis 57+ Jahren befragt >>)
Corona lehrt Verzicht im richtigen Leben etwa beim Einkaufen oder im sozialen Miteinander - so wundert es nicht, dass gerade die Gaming-Branche boomt. Nicht nur die jungen Generationen strömen in die Spiele-Welt, auch die Gruppe 65+ hat sie entdeckt. Vielleicht ist es auch eine Flucht vor dem Machbarkeits-Dilemma angesichts der vielen Probleme? Außerdem dabei Studien zu Kryptowährungen und Lesen.

Machbarkeits-Dilemma

Die globalen und nationalen Probleme stürzen die Menschen in ein fatales Machbarkeits-Dilemma: Einerseits realisieren sie spätestens seit der Flutkatastrophe, dass große Veränderungen anstehen, um nicht nur die Klimakrise bewältigen zu können. Allerdings schrecken sie vor den damit verbundenen Einschränkungen und Anstrengungen zurück. Im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl verstärke das unwiderrufliche Ende der Merkel-Ära mit ihrem beruhigenden „Weiter so“ den enormen Veränderungsdruck, so Stephan Grünewald vom Rheingold-Institut. Die Kandidaten und Kandidatinnen und die Parteien würden weniger im Hinblick auf konkrete Inhalte und Programmatiken wahrgenommen. Sie repräsentierten vielmehr unterschiedliche Strategien im Umgang mit dem Machbarkeits-Dilemma.
Über die Studie

Das Rheingold-Institut führt seit 2002 regelmäßig etwa sechs bis acht Wochen vor der Bundestagswahl eine Eigenstudie durch. Im Rahmen dieser Studie werden jeweils 50 Wähler und -innen in zweistündigen psychologischen Tiefeninterviews und Gruppendiskussionen intensiv danach gefragt, wie sie die Stimmung im Land und den Wahlkampf erleben.
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Gaming fürs Leben

61 Prozent der Gamerinnen und Gamern wäre in der Corona-Pandemie ohne Video- oder Computerspiele nach eigenem Bekunden die Decke auf den Kopf gefallen. Zum Vergleich: im Vorjahr traf das für 49 Prozent zu. Neben den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren (68 Prozent) profitieren besonders Seniorinnen und Senioren von dieser Art der Freizeitbeschäftigung: Aus der Gruppe 65 plus hilft Gaming zwei Dritteln (66 Prozent) durch die Pandemie – das sind doppelt so viele wie noch im Jahr 2020 (33 Prozent). 41 Prozent der Gamerinnen und Gamern sind außerdem der Meinung, dass Video- und Computerspiele gesellschaftliches Kulturgut sind, genauso wie Bücher, Musik oder Filme. Für 40 Prozent lassen sich durch Video- oder Computerspiele wichtige Fähigkeiten für das reale Leben, wie zum Beispiel Teamfähigkeit, Reaktionsschnelligkeit oder strategisches Denken erlernen.
Über die Studie
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Von Mitte Juni bis Mitte Juli 2021 wurden dabei 1.269 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 635 Gamerinnen und Gamer.
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Krypto – was?

Neun Prozent aller Befragten sind im Besitz einer Kryptowährung und weitere 66 Prozent kennen Kryptowährungen zumindest. Dabei üben Kryptowährungen auf viele eine gewisse Anziehungskraft aus und machen neugierig. So geben 57 Prozent derjenigen, die eine solche Währung besitzen, an, die Investition aus reinem Interesse getätigt zu haben. Potentiell hohe Gewinne und eine gewisse Risikobereitschaft spielen ebenfalls eine Rolle, insbesondere bei Männern. Zudem haben nur 32 Prozent der Besitzer ein sicheres Gefühl mit ihren Kryptowährungen. Die Hauptablehnungsgründe sind ein zu hohes Verlustrisiko, fehlendes Vertrauen in Kryptowährungen allgemein und fehlende Sicherheit – zum Beispiel in Bezug auf Datendiebstahl oder Softwarefehler.
Über die Studie

syma Research+Consulting hat für die Studie im Online-Access-Panel eine repräsentative Quotenstichprobe der Bevölkerung in Deutschland im Alter von 18 bis 69 Jahren gezogen. Befragt wurden zwischen dem 24. Mai und 20. Juni 1.251 Personen.
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Lesen als Grundlage

28 Prozent der Befragten in Deutschland lesen gemeinsam mit den Kindern, Nichten oder Enkeln. Über die gemeinsam gelesenen Inhalte sprechen dabei 27 Prozent innerhalb der Familie. 41 Prozent greifen beim Lesestoff gerne zu journalistischen Inhalten, z. B. aus Magazinen und Zeitungen, und zwar täglich bis mehrmals wöchentlich. Für 35 Prozent der Befragten ist es wichtig, dass Kinder, Enkel oder Neffen und Nichten regelmäßig journalistische Inhalte lesen. Insbesondere die 40- bis 49-Jährigen legen mit 37 Prozent und die 50- bis 59-Jährigen mit 41 Prozent ein besonderes Augenmerk auf die Medienrezeption.
Über die Studie

Die Umfrage wurde von YouGov im Auftrag der Medien-App Readly durchgeführt. Im März 2021 fanden mehr als 10.000 Online-Interviews mit Befragten über 18 Jahren aus Schweden, Deutschland, UK, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, USA und Italien statt.
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Konsum wird hinterfragt

Zwar ist die Konsumzurückhaltung im Juli 2021 durch den langen zweiten Lockdown wieder angestiegen, doch 44 Prozent der Befragten geben weiterhin an, aktuell Anschaffungen zu verschieben. Grund hierfür sind trotz Lockerungen immer noch Ängste und Sorgen um die finanzielle Zukunft, die unverändert bei rund 30 Prozent der Befragten vorherrschen. Außerdem haben 47 Prozent der Befragten in der Corona-Krise gemerkt, dass sie gar nicht so viele Produkte benötigen. Auch der jüngeren Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen fällt der Konsumverzicht nicht unbedingt schwer: 43 Prozent realisieren, dass sie auch mit weniger Produkten auskommen können.
Über die Studie

Anlässlich der aktuellen Coronakrise analysiert das IFH Köln im Rahmen des „Corona Consumer Check“ bevölkerungsrepräsentativ das Stimmungsbild zum Konsumverhalten in Deutschland. Hierfür werden 500 Konsumentinnen und Konsumenten in einer repräsentativen Onlinebefragung zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. Die vorliegende Befragung wurde Mitte Juli 2021 durchgeführt und ist damit bereits der zehnte Corona Consumer Check.
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