Studien der Woche

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. / Innofact / Initiative D21 e.V. / YouGov

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Je höher das Vertrauen in die Mitmenschen, desto höher ist die Bereitschaft, sich an die Corona-Schutzmaßnahmen zu halten. Aber wie hoch ist das Vertrauen in die Sicherheit der eigenen Energieversorgung und die Kompetenz der Schulen, Kinder angemessen auf die Digitalisierung vorzubereiten?

Je vertrauensvoller desto impfbereiter

Um die Pandemie in den Griff zu bekommen braucht es zum einen Vertrauen in die Maßnahmen der Regierung und zum anderen Vertrauen in die Mitmenschen. Die Studie zeigt, dass das zwischenmenschliche Vertrauen der Befragten seit 2008 steigt. So stieg der Anteil der Befragten mit „sehr hohem“ Vertrauen von rund sieben Prozent in 2008 auf 23 Prozent in 2021 an. Dieses Vertrauen spiegelt sich auch in der Akzeptanz der AHA-Regeln wider: Sowohl im Frühsommer 2020 als auch Anfang 2021 hielten sich mehr als 70 Prozent der Befragten an die präventiven Maßnahmen gegen das Virus. Und auch die Impfbereitschaft nimmt mit wachsendem Vertrauen beständig zu. Während sich 77 Prozent der Befragten mit sehr hohem Vertrauen sofort impfen lassen würden, ist dies lediglich bei 40 Prozent der Befragten mit sehr niedrigem Vertrauen der Fall.
Über die Studie:
Die Daten wurden vom Sozio-Oekonomische Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um einer der größten und am längsten laufenden Panelstudien weltweit, für die jährlich etwa 30.00 Menschen aus 15.000 Haushalten befragt werden.
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Der Einfluss der Pandemie auf die Energieversorgung

Im Zuge der Studie gibt ein Drittel der Befragten an besorgt zu sein, dass ein Anhalten der Corona-Pandemie zu einer unsicheren Energieversorgung führen könnte. Zwar geben 56 Prozent der Probanden an, dass sich ihr Stromverbrauch trotz Homeschooling und Homeoffice nicht verändert hat, im Altersvergleich wird allerdings deutlich, dass dies nur auf die 35 bis über 50-Jährigen zutrifft. Denn: 44 Prozent der Befragten zwischen 18 und 34 Jahren geben an, dass sich ihr Stromverbrauch im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie erhöht hat. Durch den erhöhten Stromverbrauch müssen viele Konsumenten mit höheren Energieausgaben rechnen. Das könnte erklären, dass über 20 Prozent der Mieter von 35 bis 49 dazu tendieren, einen Zahlungsaufschub in Anspruch zu nehmen.
Über die Studie:
Im Zeitraum vom 14. bis 15. April 2020 wurden 1.000 Personen in Deutschland im Alter von 18 bis 69 Jahren von Innofact online befragt.
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D21 Digital Index

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in Deutschland beschleunigt. So gab es im Jahr 2020 mit 16 Prozent so wenige digital Abseitsstehende wie nie. Auch liegt die Internetnutzung mit 88 Prozent auf einem Höchstwert. 56 Prozent der Befragten geben an, von der Digitalisierung zu profitieren, wobei zwischen den Gruppen große Unterschiede bestehen: 41 Prozent der Nicht-Berufstätigen geben an, von der Digitalisierung zu profitieren, während es bei den über 70-Jährigen lediglich 22 Prozent sind. Ein gutes Drittel der Befragten befürchtet sogar eine Gefährdung der Demokratie durch die voranschreitende Digitalisierung. Und auch das Vertrauen in Schulen für die Vermittlung benötigter Digitalisierungsfähigkeiten hat unter der Pandemie gelitten: So geben mit 32 Prozent vier Prozent weniger als im Vorjahr an, den Schulen hierbei zu vertrauen.
Über die Studie:
Von der Initiative D21 e.V. wurden von August 2019 bis Juli 2020 im Zuge des "D21 Digital Index" über 16.000 Personen in Deutschland ab 14 Jahren mittels computergestützter persönlicher Interviews von Kantar befragt.
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Satte Rabatte

Beim Ankurbeln des gebeutelten Einzelhandels könnten Rabatte der Schlüssel zum Erfolg sein. So geben 56 Prozent der Befragten aus Deutschland an, in den letzten sechs Monaten Rabatt- oder Kundenkarten genutzt zu haben. Damit liegen die Deutschen im internationalen Vergleich auf Platz eins, vor den Franzosen mit 34 Prozent und den Australiern mit 23 Prozent. Als Hauptgrund für die Nutzung von Kundenkarten geben die Deutschen mit 57 Prozent das Profitieren von Rabatten und Angeboten an. Online-Gutscheine und Promo-Codes verwenden die Deutschen hingegen nur ungern: Mit 24 Prozent bilden sie im internationalen Vergleich das Schlusslicht, während die Amerikaner mit 43 Prozent am häufigsten Gebrauch von Promo-Codes machen.
Über die Studie:
Für den „International Retail Report 2021“ befragte YouGov im Januar und Februar 2021 über 19.000 Personen in 17 Märkten weltweit.
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