Studien der Woche

Deutsche Post & IfD Allensbach / Ipsos / BAT-Stiftung für Zukunftsfragen / Squarespace & YouGov / GfK

   Artikel anhören
© pixabay.com
Was macht glücklich? Viele die Impfung gegen Covid-19. Corona stellt hierzulande zudem die größte Sorge dar. Neben den hohen Spritpreisen, versteht sich. Umweltverschmutzung dagegen war 1989 tatsächlich ein größeres Thema als aktuell. Und - heute schon von der Selbstständigkeit geträumt?

Vom Glück

Das Glücksniveau in Deutschland geht im zweiten Coronajahr nur sehr moderat zurück. Auf einer Skala von 0 bis 10 liegt Deutschland aktuell bei 6,58 Punkten. 2019 vor Corona lag der Wert bei 7,14 Punkten. Im Juni 2021 waren 70 Prozent der Befragten optimistisch, dass sich die Coronapandemie bewältigen lässt, wenn ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist. Bei den bereits Geimpften lag der Anteil der Optimisten sogar bei 76 Prozent. Die Impfung selbst löst bei den Geimpften einen Glücksschub aus. Sie hebt die Lebenszufriedenheit deutlich, im Schnitt um 0,52 Punkte. Gleichzeitig sinkt durch die Impfung die empfundene Belastung durch die Coronakrise. Bei den Impfunwilligen ist es umgekehrt: Wer nicht geimpft werden möchte, ist mit seinem Leben um 0,62 Punkte unglücklicher als der Durchschnitt der Bevölkerung.
Über die Studie
Die Daten für den Deutsche Post Glücksatlas 2021 stammen von einer CATI Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach vom Januar bis Juni 2021 (8.400 Befragte ab 16 Jahren). Die wissenschaftliche Leitung des Glücksatlas hat Professor Dr. Bernd Raffelhüschen, Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Universität Freiburg.
Weitere Ergebnisse >>

Von Sorgen

32 Prozent der Befragten in Deutschland halten eine schlechte mentale Gesundheit für eines der beunruhigendsten gesundheitlichen Probleme im eigenen Land (+ sechs Prozent zum Vorjahr). Nur Corona bereitet noch größere Sorgen (69 Prozent). Und auch international ist das seelische Wohlergehen Thema: Nach Corona und Krebs wird die mentale Verfassung von 31 Prozent weltweit genannt. In Schweden sind es sogar 63 Prozent der Befragten. Zwar sind 79 Prozent weltweit der Ansicht, dass die physische und psychische Gesundheit gleichermaßen wichtig ist. Doch nur 35 Prozent haben auch den Eindruck, dass beide Aspekte im Gesundheitssystem gleichwertig behandelt werden.
Über die Studie

Für die Umfrage wurden in 30 Ländern weltweit zwischen dem 20. August und dem 03. September 2021 21.513 Interviews über das Ipsos Online Panel-System durchgeführt. Zu den 30 untersuchten Ländern gehören Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Niederlande, Peru, Polen, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien, Südafrika, Südkorea, Türkei, Ungarn und die Vereinigten Staaten von Amerika.
Weitere Ergebnisse >>

Von Herausforderungen

Aktuell wünschen sich die Befragten in Deutschland deutlich mehr Anstrengungen bei der Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Benannte 1989 nicht einmal jeder Dritte diese Herausforderung, so ist es aktuell fast jeder Zweite. Im Vergleich dazu haben sich die Bedeutung der Arbeitslosigkeit ebenso wie der Wunsch nach einer verbesserten Integration im Langzeitvergleich 1989 zu 2021 in etwa halbiert. Auch empfanden zu Hochzeiten der Debatte um das Waldsterben noch vier von fünf Befragten die Bekämpfung der Umweltverschmutzung als besonders wichtiges Thema. In Zeiten von Fridays for Future ist es dagegen „nur“ jeder Zweite.
Über die Studie

Die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen hat aktuell 3.000 Personen ab 18 Jahren befragt. Eine Besonderheit der Untersuchung ist der Langzeitvergleich von 1989 zu 2021.
Weitere Ergebnisse >>

Von Träumen

Vollzeitbeschäftigte träumen von Veränderung: Sie möchten als Folge der Pandemie entweder weniger arbeiten (20 Prozent), unabhängiger arbeiten (16 Prozent), den Arbeitsplatz wechseln (15 Prozent) oder sogar ihr eigenes Unternehmen gründen (neun Prozent). Insgesamt 52 Prozent können sich vorstellen, ein Unternehmen zu gründen oder sich selbstständig zu machen. Insbesondere die Generation Z: Unter den 18- bis 24-Jährigen können sich 77 Prozent vorstellen, unternehmerisch tätig zu werden, bei den Millennials (25 bis 40 Jahre) sind es 63 Prozent. Dabei würden 16 Prozent aller Befragten eine Dienstleistung anbieten (Unterricht, Beratung, Coaching, Malerei etc.), zehn Prozent ein Restaurant, Café oder eine Bar eröffnen, acht Prozent ein digitales Produkt anbieten, sieben Prozent ein physisches Produkt online verkaufen und sechs Prozent ein Geschäft eröffnen (sechs Prozent Sonstiges).
Über die Studie

Für den Squarespace Online-Kompass Deutschland 2021 hat der Website- und E-Commerce Baukasten Anbieter Squarespace in Zusammenarbeit mit YouGov gefragt, welche Rolle Websites und Online-Tools im täglichen Leben der Deutschen spielen und wie sich dies durch die Pandemie verändert hat. Online wurden 2.060 Personen zwischen dem 10. und 13.09.2021 befragt.
Weitere Ergebnisse >>

Vom Auto

Nicht überraschend sprechen sich 72 Prozent der Befragten in Deutschland gegen steigende Benzinpreise aus. Immerhin 14 Prozent finden es richtig, dass der Benzinpreis steigt; denn sie glauben, dass nur so die Klimaziele erreicht werden können. Wie steht es um alternative Antriebstechnologien? Aktuell würden 51 Prozent ein Auto mit Elektromotor in Betracht ziehen. Anfang 2020 lag dieser Wert noch bei 46 Prozent. Noch klarer fällt die Akzeptanz bei Fahrzeugen mit Hybridmotor aus, die aktuell für 56 Prozent der Verbraucher in Frage kämen. Zudem sehen 22 Prozent eine Unabhängigkeit von eventuellen Engpässen in der Benzin- oder Dieselversorgung als einen weiteren Vorteil von alternativen Antriebstechniken.
Über die Studie

Mit dem GfK eBUS werden wöchentlich 1.000 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren befragt, die die deutschsprachige Bevölkerung repräsentieren. Die Befragung zum Benzinpreis und alternativen Antriebstechnologien wurde in der 43. Kalenderwoche 2021 durchgeführt.
Weitere Ergebnisse >>

    Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
    stats