Studien der Woche

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Warum wird bargeldloses Bezahlen durch Corona noch beliebter? Inwiefern versuchen Verbraucher ihren Konsum nachhaltig zu gestalten und welche Speiseeis-Innovationen sind heutzutage besonders beliebt? Warum steht die Kernmarke VW langsam unter Druck? Außerdem: Steigendes Werbeplus beim Glücksspielmarkt.
Bargeldloses Zahlen wird beliebter
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt aufgrund von Corona eine generelle Vermeidung von Bargeld.  Eine Nutzerstudie 2020 ergab nun: Um das Infektionsrisiko zu minimieren, entscheiden sich 39 Prozent der befragten Deutschen für bargeldloses Zahlen. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) haben bereits vor Corona regelmäßig eine mobile Zahlungs-App genutzt und während der Krise ist die Anzahl dieser Personengruppe zusätzlich um sieben Prozentpunkte angestiegen. 35 Prozent nutzen diese Apps, da es die schnellste Zahlungsmethode ist und 29 Prozent, weil das Infektionsrisiko dadurch am geringsten ist. Bargeld bleibt aber in Deutschland mit 40 Prozent immer noch das beliebteste Zahlungsmittel. Jedoch geben 57 Prozent aller Befragten an, jetzt öfter mit ihrer Girocard oder Kreditkarte zu zahlen als vor der Corona-Krise.
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Nachhaltiger Konsum
Bei einer Umfrage von Nielsen wurden 3.000 Deutsche zu ihren Einkaufsgewohnheiten in Bezug auf Nachhaltigkeit befragt. 84 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen der Kauf von nachhaltigen Hygiene-, Putz- und Pflegeprodukten wichtig sei. Der Fokus scheint jedoch besonders auf den Verpackungen der Produkte zu liegen, denn 71 Prozent der Befragten machen sich Sorgen um anfallende Plastikabfälle. Um dies zu vermeiden, benutzen 87 Prozent der Verbraucher wiederverwendbare Tragetaschen oder Körbe, 70 Prozent kaufen Nachfüll-Produkte und 68 Prozent achten auf die Lokalität der Produkte. Die Bereitschaft, für ein nachhaltigeres Leben weniger zu fliegen, ist allerdings nur für knapp die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) eine Option. Der nachhaltige Konsum in Deutschland ist generell gespalten. So wären 40 Prozent der befragten Deutschen nicht bereit, mehr Geld für zum Beispiel tierversuchsfreie Waschmittel zu zahlen, 41 Prozent würden dies aber für beispielsweise umweltfreundliche Zahnpasta tun.
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Deutschland ist Speiseeis-Vorreiter
Deutschland ist mit einem Anteil von sechs Prozent an globalen Eiscreme-Einführungen innerhalb der letzten zwölf Monate die führende Innovationskraft Europas der Speiseeis-Kategorie und erreicht damit auch auf globaler Ebene den dritten Rang. Vegane Ernährung ist schon seit längerem ein Trend, vor allem bei der jüngeren Generation. Nun legt auch die Speiseeis-Industrie in diesem Segment nochmal einen drauf. Während vor fünf Jahren gerade einmal drei Prozent aller Eiscreme-Innovationen eine vegane Basis vorwiesen, sind es im vergangenen Jahr schon sieben Prozent. Die Corona-Pandemie scheint diesen Trend zusätzlich zu beschleunigen: 13 Prozent der deutschen Verbraucher geben an, aufgrund der Corona-Pandemie vegane Ernährung ansprechender zu finden. Den höchsten Anteil an veganen Speiseeis-Innovationen macht Schokolade mit 26 Prozent aus, darauf folgen Vanille mit elf Prozent sowie Kokosnuss mit neun Prozent.
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VW unter Druck?
Basierend auf einer Befragung von Neuwagenkäufern im ersten Halbjahr 2020 wurde untersucht, ob und inwieweit die Kernmarke VW durch andere Fabrikate im Konzernverbund unter Druck gesetzt wird. Bei der Markenloyalität liegt VW weiterhin vorne: während knapp 28 Prozent der Škoda- und gut 32 Prozent der Seat-Kunden ihrer Marke treu bleiben, fuhren 55 Prozent der VW-Neuwagenkäufer bereits vorher einen VW. Jedoch sprangen viele VW-Kunden bei dem darauffolgenden Autokauf auf Škoda (23 Prozent) und Seat (20 Prozent) um. Bei Audi und VW tut sich bei der gegenseitigen Abnahme von Kunden nicht viel, da etwa elf Prozent der Audi-Käufer zuvor einen VW fuhren und umgekehrt zwölf Prozent der VW-Käufer von Audi kommen. Nur wenige Seat- (vier Prozent) und Škodakunden (drei Prozent) würden bei einem neuen Kauf ein Auto von VW kaufen.
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Werbeplus beim Glücksspielmarkt
Das Werbevolumen im Glücksspielmarkt erreicht Jahr für Jahr einen neuen Peak. Aktuell liegt das Werbevolumen im Zwölf-Monats-Zeitraum bei rund 540 Millionen Euro und liegt damit 37 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Den größten Schub weisen die Online-Casinos auf, denn diese erhöhten ihre Werbeausgaben im aktuellen Zeitraum um 160 Millionen Euro. Diese Gruppe nutzt hauptsächlich hochpreisige TV-Werbung, während werbende Lotteriegesellschaften verschiedene Medien wie Internetbanner, TV und Zeitungen mit Anteilen zwischen 29 und 33 Prozent nutzen. Allein zwölf Marken auf diesem Markt weisen ein Werbevolumen von jeweils mehr als 10 Millionen Euro vor.
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