Studien der Woche

Capgemini / IAS / Bertelsmann / Kantar / Innofact

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Wir befinden uns im Digitalzeitalter. Deshalb widmen sich unsere Studien der Woche auch diesmal wieder ausgewählten Tech-Themen: Stichwort Sprachassistenten, Brand Risk bei Online-Werbung und das Verschmelzen von TV und Internet. Außerdem: Studien zu den kontrovers diskutierten Themen E-Roller und Willkommenskultur.

Digitale Helfer. 35 Prozent der Deutschen haben im vergangenen Jahr erstmals einen Sprachassistenten genutzt. 70 Prozent gaben an, dass sie sich in drei Jahren lieber an ihren Sprachassistenten wenden, als einen Laden oder ihre Bankfiliale aufzusuchen. Aber auch bei den befragten Unternehmen sind die sprachgesteuerten Maschinen beliebt: 76 Prozent sagen, sie ziehen einen nachweisbaren Mehrwert aus Sprach- oder Chat-Assistenten. Von den Privatnutzern sagen 68 Prozent, dass ein Sprachassistent ihnen Multitasking und die freihändige Durchführung von Aufgaben ermöglicht, und 59 Prozent finden, dass Chat-Assistenten sich im Laufe der Zeit besser an ihren Benutzer anpassen. 56 Prozent wollen ihren Sprachassistenten personalisieren. Ängste gibt es dennoch: Jeder zweite Befragte in Deutschland hat die Befürchtung, dass Sprachassistenten private Gespräche belauschen könnten.
Zur Studie zu Sprachassistenten vom Capgemini Research Institute>>



Online-Ads. Das individuelle Markenrisiko, dass digitale Werbeanzeigen in einem für eine Marke nicht konformen Umfeld ausgespielt wird – auch bekannt als Brand Risk – ist in Deutschland im internationalen Vergleich am höchsten. Insbesondere in den Bereichen Desktop Display (14 Prozent) und Mobile Web Display (18 Prozent) liegt Deutschland über dem globalen Durchschnitt, der bei fünf beziehungsweise sechs Prozent liegt. Verbessert haben sich hingegen die deutschen Viewability-Werte. So stieg die Sichtbarkeit bei Desktop Display Ads auf 69 Prozent, die von Desktop Video Ads auf 68 Prozent. Die durchschnittliche Zeit, die eine Impression in Deutschland auf dem Bildschirm erscheint, liegt im Bereich Desktop Display bei 24,85 Sekunden; bei mobilen Display-Formaten nur bei 15,15 Sekunden.
Zum Media Quality Report von Integral Ad Science>>

Willkommenskultur. 65 Prozent der Befragten in Deutschland denken, dass Einwanderung einen positiven Effekt auf die Wirtschaft hat. Während 52 Prozent finden, es gäbe zu viel Einwanderung, sagen 67 Prozent, Migration mache das Leben interessanter, und 64 Prozent sehen Einwanderung als Mittel gegen die Überalterung der Gesellschaft. Dennoch glauben 71 Prozent, der Zuzug aus dem Ausland würde die Sozialsysteme belasten, und gut zwei Drittel sehen die Gefahr, dass es zu Konflikten zwischen Eingewanderten und Einheimischen kommt. Dabei spielen sowohl das Alter, als auch regionale Unterschiede eine Rolle. 43 Prozent der unter 30-Jährigen sind der Meinung, es findet zu viel Einwanderung statt. Bei den über 30-Jährigen sind das 54 Prozent. Und während 83 Prozent der Befragten im Osten glauben, Migration belaste den Sozialstaat, sagen das im Westen 68 Prozent. Allerdings ist auch im Osten eine Mehrheit von 55 Prozent der Ansicht, Einwanderung habe einen positiven Effekt auf die Wirtschaft – im Westen sind es 67 Prozent.
Zur Einwanderungs-Studie der Bertelsmann Stiftung>>
Mit 47 Prozent sind zwar weniger Menschen der Meinung, Zuwanderung gleiche den Fachkräftemangel aus, als noch 2012 und 2015, aber immerhin mehr als noch vor zwei Jahren.
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Mit 47 Prozent sind zwar weniger Menschen der Meinung, Zuwanderung gleiche den Fachkräftemangel aus, als noch 2012 und 2015, aber immerhin mehr als noch vor zwei Jahren.
Digitale Konvergenz. 95 Prozent der befragten deutschen Haushalte sind mit mindestens einem Fernsehgerät ausgestattet. Das Smartphone ist in 88 Prozent aller Haushalte vorhanden; einen Computer besitzen 84 Prozent der Haushalte. Dabei wird der Fernseher als Screen für Internetnutzung immer beliebter: 44 Prozent haben ein Fernsehgerät, mit dem sie ins Internet gehen können, und 31 Prozent der Smart TV-Geräte sind auch tatsächlich an das Internet angeschlossen. Smart-TVs werden dabei fast eine halbe Stunde pro Tag genutzt, aber auch das Smartphone bleibt beliebt: 109 Minuten und damit 20 Minuten länger als noch im Vorjahr sind die 14- bis 69-Jährigen mit ihren Smartphones online.
Zum Convergence Monitor 2019 von Kantar>>



E-Roller. 59 Prozent aller befragten Autofahrer in Deutschland finden E-Tretroller gut. Dabei haben nur 21 Prozent diese bereits einmal ausprobiert. Auf kurzen Strecken halten 47 Prozent die E-Roller für sinnvoll; 30 Prozent halten sie für die perfekte Ergänzung zum eigenen Automobil. Während sich auf der einen Seite 13 Prozent wünschen, dass in ihrer Umgebung noch mehr Roller bereitstehen, stören sich auf der anderen Seite 14 Prozent daran, dass die Roller Rad- und Fußwege zustellen. Skepsis herrscht auch im Bereich Sicherheit: 30 Prozent der Befragten sagen, die E-Roller gefährdeten den Verkehr, und 15 Prozent meinen, die Roller seien für eine Störung des Autoverkehrs verantwortlich. Zwölf Prozent wollen sie gar komplett verbieten.
Zur E-Roller-Studie von Innofact>>

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