Studien der Woche

Bitkom / Capgemini / Mintel & Lightspeed GMI / Bertelsmann Stiftung & Ipsos / Inverto & Innofact

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Werden die Weihnachtsgrüße in diesem Jahr per Zoom statt privat übermittelt? Wird sich der Online-Shopping-Trend auch nach der Pandemie durchsetzen? Wie sieht das Weihnachtsbudget bei der Generation Z in diesem Jahr aus? Und wer übernimmt Homeschooling und Haushalt in der Pandemie – Mama oder Papa? Außerdem: Umweltfreundliche Verpackungen. Fünf aktuelle Studien bringen neue Erkenntnisse.

Weihnachten per Video-Anruf

Wie aus einer aktuellen Bitkom-Studie hervorgeht, setzen aufgrund der Corona-Pandemie viele Menschen in der Weihnachtszeit auf Video-Telefonie: 68 Prozent der Befragten wollen an Heiligabend und in den Tagen davor ihre Weihnachtsgrüße per Zoom, Skype oder Facetime überbringen – unter den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 82 Prozent. Fast jeder vierte Befragte (22 Prozent) gibt an, Weihnachtsvideos in den sozialen Medien zu posten. 57 Prozent der Probanden versenden ihre Weihnachtsgrüße per Brief oder Postkarte. An der Spitze: das Telefongespräch. 96 Prozent der Befragten rufen Freunde und Familie in der Vorweihnachtszeit und an Heiligabend an. Für drei Viertel (74 Prozent) der Befragten steht fest, dass sie Weihnachten in diesem Jahr anders verbringen werden als in den Vorjahren. Trotz der aktuellen Lage freuen sich 76 Prozent der Umfrageteilnehmer auf die Weihnachtszeit.
Über die Bitkom-Studie
Bitkom Research befragte im Auftrag des Digitalverbands Bitkom für die aktuelle Studie 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Die Daten wurden von November bis Dezember 2020 erhoben.
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Online-Shopping – auch nach der Pandemie?

Laut einer aktuellen Capgemini-Studie halten sich die befragten Verbraucher beim Weihnachtsshopping mit ihren Ausgaben zurück. International geben 38 Prozent der Verbraucher an, derzeit weniger Geld für Weihnachtseinkäufe auszugeben, als sie es gewohnt sind. In Deutschland geben dies 28 Prozent der Befragten an – gegenüber 24 Prozent, die mehr Geld als gewöhnlich dafür ausgeben. 24 Prozent der befragten Deutschen haben in der Hoffnung auf ein bald günstigeres Angebot zum Zeitpunkt der Befragung noch nichts gekauft. Online-Shopping boomt in der Krise: 44 Prozent der Befragten in Deutschland haben in der Weihnachtssaison mehr online gekauft als je zuvor – 37 Prozent geben sogar an sich mit dieser Form des Shoppings jetzt wohler als zuvor zu fühlen. 41 Prozent der Probanden hierzulande sagen, dass sie auch in Zukunft verstärkt online einkaufen werden.
Über die Capgemini-Studie
Das Marktforschungsunternehmen Sapio führte die Studie im Auftrag des Beratungsunternehmens Capgemini die zweite Umfrage zum Weihnachts-Shopping durch. Befragt wurden 7.543 Verbraucher zwischen dem 30. November und dem 2. Dezember 2020 in Großbritannien, den USA, Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark. Die Interviews fanden online statt.
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Knappes Weihnachtsbudget bei GenZ

Weihnachten fällt in diesem Jahr für die Generation Z (unter 23 Jahren) finanzell etwas knapper aus. Dies geht aus einer aktuellen Mintel-Studie hervor. Knapp die Hälfte (48 Prozenten) der Befragten dieser Altersgruppe hat für das diesjährige Fest weniger Geld zur Verfügung. Über ein Viertel der Befragten (26 Prozent) gibt an, infolge der Corona-Pandemie häufiger im Netz einzukaufen. Zwar shoppen vornehmlich die jüngeren Generationen online, allerdings steigen laut der Studie auch ältere Verbraucher zunehmend auf den Onlinehandel um: So geben im November 19 Prozent der befragten Baby-Boomer (Jahrgang 1946 und 1964) an, Einkäufe online zu tätigen. Im Vergleich bestätigten dies im April gerade einmal 13 Prozent dieser Altersgruppe.
Über die Mintel-Studie
Das Marktforschungsunternehmen Mintel führte mit Hilfe von Lightspeed GMI zwei Befragungwellen durch. Im November sowie im April 2020 wurden jeweils 2.000 Internetnutzer in Deutschland ab 16 Jahren befragt. Die Daten wurden online erhoben. Mehrfachnennungen waren bei den Umfragen möglich.
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Homeschooling und Haushalt: Frauen an ihrer Grenze

Neue Umfrageergebnisse der Bertelsmann Stiftung zeigen, dass die Haus- und Familienarbeit in der Corona-Krise zum überwiegenden Teil auf den Schultern der Frauen lastet. So geben 69 Prozent der befragten Frauen an, dass sie die generelle Hausarbeit erledigen, während das gerade einmal elf Prozent der befragten Männer von sich behaupten. Auch beim Homeschooling sieht es ähnlich aus: Mehr als die Hälfte der befragten Frauen gibt an, die hier anfallenden Aufgaben zu übernehmen. Bei den Männern sind es nur 15 Prozent. 43 Prozent der befragten Frauen geben an, dass ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schwerer falle als zu normalen Zeiten. Fast die Hälfte der weiblichen Umfrageteilnehmer fühlt sich außerdem durch die Situation an ihre körperliche, psychische und emotionale Grenze gebracht. Unter den Männern räumen dies 30 Prozent der Befragten ein.
Über die Bertelsmann-Studie
Das Marktforschungsunternehmen Ipsos führte im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die aktuelle Studie nach der Daily-Online-Omnibus-Methode durch. Befragt wurden im Mai 2020 insgesamt 1.060 Personen in Deutschland (537 Frauen und 523 Männer) im Alter von 16 bis 75 Jahren.
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Verpackungen sollen umweltfreundlicher werden

Für fast die Hälfte aller Befragten und sogar drei Viertel der Verpackungshersteller haben nachhaltige Verpackungen heute schon eine sehr große Bedeutung. 86 Prozent gehen davon aus, dass der Bedarf in den kommenden Jahren weiter steigt. Aktuell geben die meisten Studienteilnehmer an, dass sich der Anteil nachhaltiger Verpackungen in ihrem Unternehmen auf maximal 25 Prozent beziffere. Über die Hälfte der Studienteilnehmer beklagt sich über die hohe Komplexität des Themas. Nachhaltige Verpackungen sind oft teurer als herkömmliche. Wie die Konsumentenbefragung zeigt, sind jedoch viele Konsumenten bereit, einen Teil der Mehrkosten für nachhaltige Verpackungen zu tragen: So würden 72 Prozent der befragten Teilnehmer einen Preisaufschlag von mindestens zehn Prozent akzeptieren. Für knapp 30 Prozent der befragten Verbraucher wäre sogar eine Steigerung von über 20 Prozent annehmbar.
Über die Inverto-Studie
147 Teilnehmer nahmen an der Inverto-Studie "Nachhaltige Verpackungen" teil. 46 Prozent von ihnen sind in der Konsumgüterindustrie tätig, 34 Prozent im Handel und 20 Prozent bei Verpackungsproduzenten. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen erwirtschaftet einen Umsatz von über 500 Millionen Euro im Jahr. Für die Konsumentenbefragung befragte das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag der Unternehmensberatung Inverto 1.021 Männer und Frauen zwischen 18 und 69 Jahren.
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