Studien der Woche

Bertelsmann Stiftung & pollytix / Bitkom / Capterra / OmniQuest

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Wiedervereinigung - wie fühlen sich die Menschen? Immer mehr entdecken hierzulande die Chancen Künstlicher Intelligenz. Wie steht es um das Einkaufsverhalten - verändert Corona es wirklich? Und gehören Sie zu den acht Prozent, die 2020 ein neues Smartphone erwerben wollen?
Ost & West
Für rund 90 Prozent der Befragten in Ost- und Westdeutschland stellt die Wiedervereinigung ein Ereignis dar, das in den vergangenen 30 Jahren großen oder sehr großen Einfluss auf das Land hatte. Auffällig ist dabei, dass die Menschen in Ostdeutschland den Einfluss der Einheit auf das eigene Leben mit 74 Prozent häufiger als groß oder sehr groß einschätzen als im Westen mit 61 Prozent. Von den älteren Ostdeutschen über 55 Jahren sind 85 Prozent der Meinung, sie verdienten mehr Anerkennung für die friedliche Revolution. Umgekehrt reklamieren die älteren Westdeutschen mehr Anerkennung für die Finanzierung der Einheit. Eine große Rolle spielt das Gerechtigkeitsempfinden. Von den ostdeutschen Befragten geben 83 Prozent an, in der Zeit nach der Wiedervereinigung unfair behandelt worden zu sein. Zudem fühlen sich rund 60 Prozent von ihnen wie Bürger zweiter Klasse beurteilt, während nur 21 Prozent der Westdeutschen dies von den Ostdeutschen sagen.
Zur Studie der Bertelsmann Stiftung und pollytix strategic research >>



KI & Gesellschaft
Immer mehr Menschen entdecken die Chancen Künstlicher Intelligenz: Vor drei Jahren war es mit 48 Prozent erst eine Minderheit, 2018 lag der Anteil bei 62 Prozent und jetzt sind es 68 Prozent. Dabei gehen 66 Prozent davon aus, dass KI die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken wird. Und 75 Prozent fordern, dass Deutschland bei der Entwicklung und der Vermarktung von KI-Anwendungen eine weltweite Führungsrolle einnehmen soll. Zugleich wünscht sich eine große Mehrheit (85 Prozent) eine sichere KI und verlangt, dass KI-Systeme in Deutschland besonders gründlich geprüft und erst nach Zulassung in Geräten genutzt werden können.
Zur Bitkom-Umfrage >>

Corona & Einkaufsverhalten 
95 Prozent der Befragten in Deutschland haben in diesem Jahr etwas online eingekauft. 46 Prozent sagen, dass sich ihr Einkaufsverhalten durch die Krise geändert hat. 23 Prozent davon wollen häufiger in Online-Shops einkaufen als vorher; 16 Prozent werden Produkte online einkaufen, die sie zuvor in lokalen Geschäften gekauft haben, und sieben Prozent werden es aufgrund des Infektionsrisikos vermeiden, in physische Geschäfte zu gehen. Dabei bestellten 42 Prozent der Befragten bestimmte Produkte zum ersten Mal während der Krise – wie etwa Kleidung, Schuhe oder Sportausrüstung (16 Prozent), Lebensmittel (15 Prozent) oder Haushaltswaren oder -geräte (10 Prozent). 21 Prozent der Konsumenten, die Lebensmittel zum ersten Mal während der Krise online bestellt haben, planen das auch weiterhin zu tun. 
Zur Studie von Capterra >>


Smartphone & Marke
Rund 22 Prozent verschieben die Anschaffung eines neuen Smartphones auf 2022 oder später, 34 Prozent planen es für 2021 ein und nur rund acht Prozent noch in diesem Jahr. Weitere 36 Prozent wissen es nicht. Dabei wollen 53 Prozent einfach ein neueres Gerät zu besitzen. Ebenso der Wunsch nach neuen Funktionen (27 Prozent) und die Gelegenheit des Neuerwerbs im Zuge der Verlängerung des Mobilfunkvertrags (18 Prozent) werden genannt. 56 Prozent erklären zudem, dass ihr nächstes Smartphone von der gleichen Marke wie das aktuelle sein wird. Nur zehn Prozent wollen die Marke wechseln.
Zur Befragung von OmniQuest >>
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