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Die Corona-Sonderregelung, nach der eine Krankschreibung in bestimmten Fällen auch per Telefon möglich ist, ist ausgelaufen. Bei den Versicherten kam diese Regelung laut Bitkom gut an: 62 Prozent der Befragten in Deutschland sprachen sich dafür aus, dass Krankmeldungen ohne Arztbesuch nicht nur telefonisch, sondern auch digital, etwa per E-Mail, Messenger oder App möglich sein sollten.
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Die Corona-Sonderregelung, nach der eine Krankschreibung in bestimmten Fällen auch per Telefon möglich ist, ist ausgelaufen. Bei den Versicherten kam diese Regelung laut Bitkom gut an: 62 Prozent der Befragten in Deutschland sprachen sich dafür aus, dass Krankmeldungen ohne Arztbesuch nicht nur telefonisch, sondern auch digital, etwa per E-Mail, Messenger oder App möglich sein sollten.
Digitale Kommunikation wie zum Beispiel Chats erlebt derzeit einen großen Push, der nun auch die Assekuranz und die medizinische Betreuung erreicht hat. Ebenso einen Boom erleben Outdoor-Produkte. Und Ende 2019 war der Blick in die Zukunft durchaus optimistisch, wie sich jetzt zeigt.
Versicherung im Chat
Neun Prozent der Befragten in Deutschland haben in den letzten Monaten einen Chat (Live-Chat, Video-Chat oder Chatbot) zum Thema Versicherungen benutzt. Wird über die Homepage eines Versicherers gechattet, favorisieren die Kunden als Chat-Variante mehrheitlich Live-Chats bzw. Text-Chats. Insgesamt können sich aktuell zwei Drittel der Kunden vorstellen, mit einem Mitarbeiter eines Versicherungsunternehmens zu chatten. Potenziale liegen auch noch im Bereich von Video-Chats, an die die Bundesbürger sich in der Krise gewöhnt haben. Außerdem kann sich jeder vierte Befragte vorstellen, auch einen Chatbot (virtueller Assistent) zum Thema Versicherungen zu nutzen.
Die Befragung wurde im April 2020 von Heute und Morgen durchgeführt. Zum Techmonitor Assekuranz 2020 >>


Online-Sprechstunde
Die Corona-Krise hat zu einer großen Offenheit gegenüber telemedizinischen Angeboten geführt: 93 Prozent der Befragten sprechen sich für einen Ausbau der digitalen Gesundheitsversorgung aus. So sagen 62 Prozent, dass die ärztliche Beratung per Chat jetzt und in Zukunft ausgebaut werden sollte. 59 Prozent meinen, Video-Sprechstunden sollten nicht nur zu Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie standardmäßig verfügbar sein.
Die Befragung wurde von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom Mitte April bis Mitte Mai 2020 durchgeführt >>

Optimismus vor Lockdown
65 Prozent der Befragten in Deutschland blickten Ende 2019 optimistisch auf die eigene Zukunft, aber nur 44 Prozent waren optimistisch, was die Zukunft des eigenen Landes anging. In einigen Ländern wie zum Beispiel Polen blickten die Befragten ähnlich optimistisch in die eigene Zukunft (67 Prozent Optimisten bei 33 Prozent Pessimisten), und allerdings waren sie auch etwas positiver hinsichtlich des eigenen Landes (48 Prozent Optimisten bei 52 Prozent Pessimisten). Es gab jedoch auch Länder wie Frankreich, deren Bevölkerung düster auf die Zukunft des eigenen Landes blickten (31 Prozent Optimisten bei 69 Prozent Pessimisten) und ausgesprochen negativ waren, was das eigene Leben betraf (39 Prozent Optimisten bei 61 Prozent Pessimisten).
eupinions ist ein europäisches Meinungsforschungs-Instrument der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit Dalia Research. Die Befragung für die vorliegende Auswertung fand im Dezember 2019 in der gesamten EU statt. Zur Studie "Das Optimismus-Paradox" >>


Outdoor-Boom
An Ostern gehen erfahrungsgemäß die eBay-Suchen nach Outdoor-Artikeln nach oben. 2020 kurbelt der Mix aus gutem Wetter, mehr Freizeit und einem Mangel an Ablenkung außerhalb des Hauses jedoch nicht nur die Nachfrage nach Outdoor-Produkten, sondern auch nach Do-It-Yourself-Artikeln fürs Freie an. Gartenzäune werden in Schuss gebracht (+140 Prozent), neue Garten- und Terrassenmöbel ins Visier genommen (+110 Prozent) und die Lust aufs Angrillen steigt bei vielen Deutschen immens (+57 Prozent).
Für das Whitepaper „Wie Deutschland während des Lockdowns shoppt“ hat das eBay Advertising den Anstieg der Suchanfragen bei ebay.de in den Wochen des Lockdowns im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 ausgewertet >>
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