Studien der Woche

Avantgarde Experts & Splendid Research / QVC & Bonsai Research / YouGov / Statista / Rogator

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Ist nun die Zeit für einen beruflichen und privaten Umbruch gekommen? Wie glücklich sind Frauen in Deutschland mit ihrer aktuellen Lebenssituation? Und wie stark sind wir alle psychisch von der Pandemie betroffen? Außerdem: Weihnachten in der Pandemie. Fünf aktuelle Studien bringen neue Einblicke.

Die Wirtschaft braucht Macher

Wie eine aktuelle Avantgarde-Experts-Studie belegt, ist bei vielen jetzt die Zeit gekommen, in der ein Umbruch stattfindet. Im April gab gerade mal ein Viertel der Befragten an, sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich etwas verändern zu wollen. Im Oktober sind es bereits 51 Prozent (beruflich) und 57 Prozent (privat), die ihrem Leben eine entscheidende Wendung geben möchten. Mehr als doppelt so viele Probanden sind im Vergleich zur ersten Studie nun der Meinung, dass „Innovationen schaffen“ eine der größten Herausforderungen für Unternehmen während der Corona-Krise sei. So sei langfristiges Umdenken mit Machern an der Spitze mehr gefragt als theoretische Managerphrasen. Arbeiten zu Hause wird immer beliebter: Über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) würde sogar lieber für immer im Homeoffice bleiben statt wieder ins Büro zu gehen.
Über die Avantgarde-Experts-Studie
Das Marktforschungsinstitut Splendid Research befragte im Auftrag des Personaldienstleisters Avantgarde Experts 1015 in Deutschland lebende Arbeitnehmer zwischen 18 und 69 Jahren, die während der Pandemie die Möglichkeit zu Homeoffice haben. Die Daten wurden im April und im Oktober 2020 über ein aktiv und passiv rekrutierendes Online-Access-Panel erhoben.
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Freude an den kleinen Dingen

46 Prozent der befragten Frauen in Deutschland sind dankbar für ihre aktuelle Lebenssituation. Dies geht aus der Studie „JOY“ im Auftrag des digitalen Handelsunternehmens QVC hervor. Demnach bewerten sich die befragen Frauen in Deutschland im Vergleich zu den anderen befragten Nationen Großbritannien, Japan und Italien am höchsten. 65 Prozent der Befragten in Deutschland vermissen spontane Treffen in Cafés und Restaurants - Partys fehlen hingegen nur knapp jeder fünften Befragten (22 Prozent). Es seien vor allem die kleinen Freuden im Alltag, die 2020 wichtiger geworden sind - darüber sind sich 53 Prozent der Befragten einig. Neben der bewussten Zeit für einen selbst sehen die befragten Frauen hierzulande auch im Zusammensein mit ihren Liebsten einen hohen Wert. 40 Prozent geben an, dass sie in der Pandemie-Zeit stärker mit ihrer Familie zusammengerückt sind.
Über die Studie „JOY“
Das Marktforschungsinstitut Bonsai Research führte die Studie „JOY“ im Auftrag des digitalen Handelsunternehmens QVC durch. Befragt wurden ingesamt 2.000 Frauen ab 18 Jahren in den Ländern Deutschland, Großbritannien, Italien und Japan (je Land n=500). Die Daten wurden online im November 2020 erhoben. 
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Menschen in Deutschland psychisch am stabilsten

Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage sind die Befragten in Deutschland trotz Corona-Krise im internationalen Vergleich psychisch am stabilsten. 44 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, dass das Coronavirus negativen Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit habe. Fast genauso viele (45 Prozent) sagen das Gegenteil: Sie sind der Meinung, dass das Virus gar keine Auswirkungen auf die psychische Gesundheit habe. Die Umfrage untersuchte auch im Allgemeinen psychische Gesundheitsprobleme auf der ganzen Welt. 15 Prozent der Befragten ind Deutschland gaben an, unter Depressionen zu leiden, zehn Prozent unter Angstzuständen. Am häufigsten gaben Australier an (23 Prozent), unter Depressionen zu leiden. Befragte in Hongkong, Dänemark und Singapur gaben am seltensten an, unter psychischen Erkrankungen zu leiden.
Über die YouGov-Studie
Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut befragte für seine aktuelle Studie mehr als 21.000 Menschen in 16 Ländern und Regionen ab 18 Jahren.
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Weihnachten und Silvester in der Pandemie

36 Prozent der Befragten feiern in diesem Jahr im kleineren Kreis Weihnachten. Das geht aus einer aktuellen Statista-Studie hervor. 23 Prozent der Befragten verzichten ganz auf Besuche bei Verwandten, 29 Prozent wollen in diesem Jahr nicht in die Kirche gehen. Trotz der Pandemie freut man sich aufs Fest: zwölf Prozent geben sogar an, sich mehr als sonst auf Weihnachten zu freuen. 77 Prozent der Befragten planen ihre Geschenke auch online zu kaufen. Wegen der Pandemie verzichten 26 Prozent auf den Weihnachtseinkauf im Geschäft. Silvester wird die Mehrheit der Befragten (62 Prozent) in diesem Jahr zu Hause verbringen.
Über die Statista-Studie
Statista, ein deutsches Online-Portal für Statistik, führte auch in diesem Jahr wieder seine alljährliche Weihnachtsumfrage durch. Befragt wurden mehr als 1.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland.
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Homeoffice, Corona-Tests und Weihnachten

Wie aus einer aktuellen Rogator-Studie hervorgeht, arbeiten 22 Prozent der Befragten in Deutschland aktuell häufiger oder komplett von Zuhause – bei der ersten Befragungswelle im Mai waren es 24 Prozent. In Schweden hingegen ist der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice gegenüber der ersten Befragung gestiegen (32 Prozent vs. 25 Prozent im Mai). In Deutschland geben 26 Prozent der Befragten an, auf das Corona-Virus getestet worden zu sein. Zwei Drittel der Befragten hierzulande kennen persönlich keine Personen, die positiv auf das Virus getestet wurden. Nur zwölf Prozent erwarten ein „normales“ Weihnachtsfest ohne Einschränkung – 60 Prozent sind gegenteiliger Ansicht.
Über die Rogator-Studie
Das Marktforschungsunternehmen Rogator befragte für seine aktuelle Studie insgesamt 2.523 Personen aus Deutschland, Österreich, Schweden und der Schweiz. Die Daten wurden mittels Interviews zwischen dem 20.11. und dem 4.12.2020 erhoben. Eine erste Befragung fand bereits zwischen dem 4. bis 14.05.2020 statt.
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