Studien der Woche

Appinio / Link / GfK / Omniquest / Best Research / Destatis

© Pixabay.com
Buzzwords sind überall – doch wissen die Deutschen überhaupt, was sich hinter den einzelnen Wörtern verbirgt, und was assoziieren sie damit? Ebenfalls ein Buzzword: Rewarded Advertising. Zumindest das Konzept dahinter kommt bei den Deutschen gut an. Außerdem geht es in den Studien der Woche um umweltfreundliches Reisen, die Gesundheit, den Kauf von Lebensmitteln und Berufsqualifikationen.

Rewarded Advertising. 61 Prozent der Befragten fänden es gut, wenn sie für das Anschauen von Online-Werbung entlohnt würden. Männer sind mit 65 Prozent demgegenüber noch offener als Frauen (58 Prozent). Beim Blick auf die Altersgruppe zeigen sich die 23- bis 35-Jährigen mit 66 Prozent besonders affin. Insgesamt haben 64 Prozent der Befragten schon einmal Erfahrungen mit Rewarded Advertising gemacht, indem sie in einer App dafür belohnt wurden, dass sie sich einen Werbespot angesehen haben. Unter den 16- bis 22-Jährigen haben dies sogar schon 79 Prozent erlebt. 42 Prozent würden sich eher oder auf jeden Fall Werbespots ansehen, wenn sie dafür bezahlt werden.
Zur Rewarded-Advertising-Studie von Appinio>>



Umweltfreundliches Reisen. 64 Prozent der befragten Schweizer sind dieses Jahr in den Sommerurlaub verreist oder hatten zum Zeitpunkt der Befragung noch vor, dies zu tun. Dabei ist für 21 Prozent eine umweltfreundliche Anreise und für 27 Prozent eine umweltfreundliche Unterkunft von hoher Bedeutung. Nur 19 Prozent bleiben für den Sommerurlaub in der Schweiz; 69 Prozent reisen hingegen ins europäische Ausland. Dabei reisen die meisten mit Auto (46 Prozent) oder Flugzeug (37 Prozent). Nur 13 Prozent nutzen Bus oder Bahn. Eine umweltfreundliche Anreise ist für die befragten Personen zwischen 60 und 79 Jahren wichtiger als für die befragten 15- bis 29-Jährigen (37 beziehungsweise 21 Prozent).

Zur Sommerurlaubs-Studie des Link Instituts>>


Lebensmittelkauf. Die Menschen im Stadtkreis München geben online am meisten Geld für Lebensmittel aus, nämlich 69 Euro pro Kopf und damit siebenmal so viel wie die Menschen im letztplatzierten Landkreis Wittenberg, wo 10 Euro pro Kopf dafür ausgegeben werden. Den zweiten Platz des Kreisrankings belegt der Stadtkreis Frankfurt am Main mit einer durchschnittlichen pro-Kopf-Kaufkraft von 51 Euro. Damit liegt er 103 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Es folgen Hamburg (47 Euro) und Düsseldorf (45 Euro). Spitzenreiter bei den Ausgaben für Nahrungsmittel im stationären Handel ist derweil der Landkreis Hochtaunuskreis: Hier haben die Menschen eine pro-Kopf-Kaufkraft von 3.164 Euro. Der Landkreis Starnberg folgt mit 3.111 Euro pro Kopf auf Platz zwei; der Stadtkreis München landet mit 3.095 Euro auf dem dritten Platz.

Zur Studie zur Sortimentskaufkraft von GfK>>

Gesundheit. 91 Prozent der Befragten sind mit ihrer derzeitigen Krankenversicherung zufrieden, 7 Prozent planen einen Wechsel der Krankenversicherung in den nächsten 12 Monaten und nur 6 Prozent sind in den vergangenen 12 Monaten gewechselt. Als Hauptgründe für den Wechsel wurden die Empfehlung durch Freunde oder Familie (30 Prozent), die Erhebung eines Zusatzbeitrags (27 Prozent) sowie ein attraktiveres Leistungsangebot der neuen Versicherung genannt (25 Prozent). Eine Kostenerstattung bei neuen Behandlungsmethoden erachten 91 Prozent der Befragten als eine wichtige Leistung, und 70 Prozent  finden eine Erstattung für alternative Medizin, beispielsweise Homöopathie, wichtig. Eine digitale Sprechstunde beziehungsweise Online-Arztbesuche wird von 48 Prozent als wichtig befunden, eine medizinische Telefonberatung von 54 Prozent.

Zur Omniquest Gesundheitsstudie>>
In der Omniquest-Studie wurde nicht nur nach Krankenkassen, sondern auch nach dem allgemeinen Gesundheitsbewusstsein der Deutschen gefragt.
© Omniquest
In der Omniquest-Studie wurde nicht nur nach Krankenkassen, sondern auch nach dem allgemeinen Gesundheitsbewusstsein der Deutschen gefragt.
Buzzwords. 85 Prozent der Befragten haben schon einmal den Begriff 5G gehört, 98 Prozent das Wort KI. Dabei weckt ersterer Begriff überwiegend positive Emotionen: 46 Prozent verbinden damit Neugier. Bei der Künstlichen Intelligenz hingegen zeigen sich die Befragten gespalten: Bei 39 Prozent weckt dieser Neugier, bei 41 Prozent verursacht er jedoch Zweifel und bei 27 Prozent sogar Angst. Mit dem Buzzword Augmented Reality kann nur knapp die Hälfte (53 Prozent) überhaupt etwas anfangen; von ihnen assoziieren aber immerhin jeweils 28 Prozent Neugier, Spannung und Spaß. Noch weniger, nämlich nur 46 Prozent, wissen mit dem Internet of things etwas anzufangen, und am wenigsten populär ist das Buzzword Blockchain mit 36 Prozent. Auch hier spaltet sich das Lager in jene, die das Wort neugierig macht (20 Prozent) und diejenigen, bei denen es für Zweifel sorgt (21 Prozent).

Zum Digitalradar von Best Research>>

Berufsqualifikation. Im Jahr 2017 haben im Schnitt 6 von 10 Deutsche eines Altersjahrgangs ein Hochschulstudium oder ein hochqualifizierendes berufsorientiertes Bildungsprogramm wie Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung aufgenommen. Spitzenreiter ist Berlin (92 Prozent), gefolgt von Bremen (82 Prozent) und Hamburg (80 Prozent). Der OECD-Durchschnitt hingegen liegt bei 65 Prozent. Unter den 36 OECD-Staaten hatte Deutschland mit einem Anteil von 39 Prozent die meisten Anfänger bei hochqualifizierenden Bildungsgängen im MINT-Bereich. Sowohl in der Altersgruppe der 25- bis 34- Jährigen als auch in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen hatten 87 Prozent im Jahr 2018 mindestens eine Studienberechtigung erlangt oder eine Berufsausbildung abgeschlossen. Außerdem ist die Erwerbslosenquoten für alle Qualifikationsniveaus stark gesunken: Bei den Hochqualifizierten lag diese 2018 gerade einmal bei zwei Prozent.

Zur Bildungsstudie des Statistischen Bundesamts>>

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
stats