Stimmungsbarometer

Wirtschaft, Reisen, Freunde treffen – das beschäftigt die Deutschen

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© imago images / Kyodo News
Das Jahr 2020 ist und bleibt von der Corona-Pandemie dominiert. Das Virus hat vieles geändert –  auch die Sorgen der Menschen. Worüber denken die Deutschen nach und was beschäftigt sie gerade? Diesen Fragen ist die Initiative Markt- und Sozialforschung mit ihrem Stimmungsbarometer „Das beschäftigt Deutschland“ nachgegangen.
Laut der Umfrage beschäftigt die Befragten aktuell besonders, wann sie wieder Kontakt zu Freunden und Bekannten haben dürfen. Im Juli stellten sich 38 Prozent der Probanden diese Frage – im November waren es 50 Prozent. Insbesondere Menschen ab 55 Jahren, scheinen sich nach mehr Kontakten zu sehnen, so die Studie. In dieser Altersgruppe stieg der Anteil von Juli bis November von 37 auf 55 Prozent. Auch das Reisen vermissen die Befragten: 46 Prozent fänden es schön, wieder unbeschwert verreisen zu können. Im Juli waren es 40 Prozent.


Shutdown im Frühjahr, Teil-Lockdown im November und ein erneuter Shutdown ab Mitte Dezember. Daraus resultieren Verluste und Kosten für Wirtschaft und Gesellschaft, die vor der Pandemie unvorstellbar waren. Doch wer trägt die Kosten und was passiert mit der Wirtschaft? Diese Fragen stellen sich im November 60 Prozent der Probanden. Besonders die Altersgruppe ab 55 Jahren ist besorgt (67 Prozent).
Über die Studie
Das Marktforschungsinstitut YouGov führte die Umfrage für das Stimmungsbarometer der Initiative Markt- und Sozialforschung in drei Befragungswellen durch.
1. Befragungswelle: n=2.034 Zeitraum: 6. bis 8. Juli 2020
2. Befragungswelle: n=2.065 Zeitraum: 4. bis 7. September 2020
3. Befragungswelle: n=2.068 Zeitraum: 10. bis 12. November 2020
In allen drei Wellen wurden Personen ab 16 Jahren in Deutschland befragt. Die Items wurden auf einer sechs-stufigen Skala abgefragt. Für den Artikel wurden die Top 2-Werte (sehr stark und eher stark) zusammengefasst ausgewertet.
Der Anteil derer, die sich um die eigene Arbeitslosigkeit sorgen, liegt im November unverändert auf relativ niedrigem Niveau (16 Prozent vs. 18 Prozent im Juli). Laut der Studie sei dies auch den Kurzarbeitsregelungen geschuldet. „Dass die Unternehmen diese Möglichkeit in Anspruch nahmen statt Mitarbeiter zu entlassen, vermittelt den Menschen offensichtlich ein Gefühl der Sicherheit, wenn es um den eigenen Arbeitsplatz geht“, heißt es von den Studienmachern.

Die 
Initiative Markt- und Sozialforschung will mit der Webseite deutschalnds-marktforscher.de die Bevölkerung informieren und aufklären. Der vormals von allen deutschen Verbänden der Marktforschung getragene verein wird jetzt noch vom ADM und der ASI sowie neun Förderern unterstützt. 


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