State of Work 2020

Was Arbeitnehmer in ihrem Job wirklich machen

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Arbeit ist für viele Menschen mehr als nur eine Notwendigkeit – das bestätigt auch eine aktuelle Studie des US-amerikanischen Softwareunternehmens Workfront. Diese zeigt jedoch auch: Arbeitnehmer müssen sich oftmals mit Unannehmlichkeiten auseinandersetzen, die ihnen ihre Tätigkeit unnötig erschweren und ohne die sie in ihrem Job zufriedener wären.

Die Studie mit dem Titel „State of Work 2020“ basiert auf Daten aus einer im Juli 2019 durchgeführten Umfrage, bei der 3.750 Personen aus den USA, Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden befragt wurden, die in einem Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern beschäftigt sind, an einem Computer und mit anderen Personen an Projekten zusammenarbeiten.



Die wohl überraschendste Erkenntnis: Die befragten Arbeitnehmer verbringen nur 43 Prozent ihres Tages mit jenen Aufgaben, für die sie ursprünglich angestellt wurden. Den Rest der Zeit werden sie von anderen Dingen abgelenkt: So sagen 62 Prozent aller Befragten, dass sie von unnötigen und ineffizienten Meetings von ihrer Arbeit abgehalten werden – dieser Faktor landet damit auf Platz 1 der Zeitfresser. Dahinter folgt mit 53 Prozent übermäßiger Mailverkehr. Auf Platz drei landet in Deutschland die schlechte Priorisierung von Aufgaben mit 34 Prozent. Auch die Digitalisierung wirkt sich auf den Arbeitsalltag der Befragten aus – und das nicht nur positiv. Rund 14 Mal werden die Studienteilnehmer am Tag von digitalen Tools in ihrer Tätigkeit unterbrochen.

Es läuft also nicht alles rund. Dabei hat die Mehrheit der Arbeitnehmer eine überwiegend positive Einstellung gegenüber ihrem Job. 89 Prozent finden, sie übernehmen eine wichtige Rolle im Unternehmen, 91 Prozent sind stolz auf die Arbeit, die sie leisten, und 78 Prozent stimmen der Aussage zu, ihr Job sei für sie mehr als nur ein Gehaltsscheck. Neben den Ablenkungen durch Meetings, Mails und Co. haben die Befragten jedoch zwei weitere Kritikpunkte. Zum einen wünscht sich eine Mehrheit von 65 Prozent, mehr nach Ergebnis und weniger nach Arbeitsleistung vergütet zu werden. Zum anderen beschäftigt sie das Thema Digitalisierung: So sagen 87 Prozent, dass ihre Führungskräfte ihre Einstellung zum Thema Technologie überdenken sollten; 84 Prozent finden, dass Unternehmen heute Chancen verpassen, wenn sie nicht zu moderneren Lösungen übergehen. Und ganze 91 Prozent der Arbeitnehmer sehnen sich geradezu nach modernen Technologielösungen. Das Fazit: Um seine Angestellten noch zufriedener zu stimmen, sollte sich ein Unternehmen nicht vor Modernisierungen scheuen, sei es im Bereich der Arbeits- beziehungsweise Unternehmensstruktur oder der Digitalisierung.


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