Spekulationen

Wird die GfK erneut verkauft?

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© GfK
Das Handelsblatt will aus KKR- Finanzkreisen erfahren haben, dass der Private-Equity-Konzern vier Jahre nach dem Einstieg in die GfK, den Marktforscher wieder veräußern wolle.

Es war recht still geworden um den größten deutschen Marktforscher. Lediglich die Einführung der neuen digitalen Plattform GfK newron und die Einstellung des Testmarktes in Haßloch nach 35 Jahren haben für einige Schlagzeilen gesorgt.


Nun meldet das Handelsblatt, die Investmentbank Goldman Sachs habe den Auftrag einen Käufer für das Unternehmen GfK zu finden. Der Wert des Unternehmens werde von Insidern auf drei Milliarden Euro geschätzt. Davon ist freilich nur knapp die Hälfte in Besitz von KKR. Mit 54,25 Prozent war der ehemalige GfK Verein, heute Nürnberg Institut für Marktentscheidungen NIM (siehe Porträt und Interview in planung&analyse 4/2021) zuletzt beteiligt. das NIM hat  allerdings im August eine Put-Option gesichert und damit einen kleinen Teil ihrer Anteile an der GfK SE veräußert, um Einnahmen für den Verein zu sichern. Denn seit dem Verkauf an KKR und dem Weggang von der Börse, bekommt der Verein keine Dividende mehr. Im Gespräch mit planung&analyse sagte der Präsident des NIM, Manfred Scheske: „Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass in absehbarer Zeit wieder eine Dividende fließen wird“.

Das Handelsblatt berichtet weiter, das Betriebsergebnis (Ebitda) der GfK SE habe 2020 bei rund 200 Millionen Euro gelegen, die Anzahl der Mitarbeiter habe sich von 13.000 auf 8.000 verändert. Aufgrund von Portfoliobereinigungen sei der Umsatz seit 2016 von etwa 1,5 auf unter eine Milliarde Euro gesunken. Seit 2020 wächst das Unternehmen wieder, CEO Peter Feld rechnet laut Handelsblatt mit einem Umsatzzuwachs von jährlich 10 Prozent. Die Pressestelle der GfK wollte keine Stellungnahme zu der Meldung abgeben.

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