Shopper Forschung

Nielsen startet mit Smart Store

Mithilfe der VR-Brille und einem Greifer lässt es sich in einem virtuellen Supermarkt einkaufen.
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Mithilfe der VR-Brille und einem Greifer lässt es sich in einem virtuellen Supermarkt einkaufen.
Der Marktforscher Nielsen stellt in Frankfurt seine sogenannte Immersive Reality Shopper Research vor. Probanden können mit VR-Brillen den Einkauf im Supermarkt simulieren.

Um noch näher an den Moment der Kaufentscheidung heranzukommen, arbeitet Nielsen jetzt mit Virtual Reality. Mit einer VR-Brille vor dem Gesicht kann ein Proband recht realistisch „einkaufen gehen“. Er wird in einen virtuellen Supermarkt versetzt, der die getreue Kopie eines existierenden Marktes ist. Dort kann er mit einem Transponder virtuelle Produkte erfassen und in einen Einkaufswagen legen. Er kann sich in der VR um 360 Grad drehen und es gibt immer etwas zu sehen. Die Produkte sind sehr realistisch abgebildet, inklusive Spiegelungen und Schatten. Mithilfe des Transponders kann sich der Proband sogar durch den Markt beamen.



Auf das Experiment folgen Tiefeninterviews, um die Beweggründe für die Entscheidung am PoS zu ergründen. Nielsen hat dieses Angebot zur Immersive Reality Shopper Research bereits in Asien und dem UK eingeführt. Gestern war der Startschuss für die neue Methode in Frankfurt.

In einer Veranstaltung mit rund 30 Kunden stellte Nielsen den Smart Store vor und erlaubte den Besuchern zudem einen Einblick in die Nielsen Shopper Trends, einer umfassenden Studie, die neben Insights zum Verhalten der Käufer auch Informationen über die Performance der Händler sowie die Einstellung der Verbraucher zum Handel enthält.

Der neue Forschungszweig mit dem Smart Store wird von Rainer Bumm, Senior Sales Consultant Consumer & Shopper bei Nielsen, als Ergänzung zur Shopper Forschung in Deutschland vorgestellt. Bumm weist auf die Verwendungsmöglichkeiten dieser Technik hin: Etwa um verschiedene Konzepte in kurzer Zeit zu testen, um das neue Produkt vor den Augen der Konkurrenz zu schützen, um im Zeitablauf immer konsistente Bedingen zu schaffen, die im realen Geschäft nicht vorliegen.

Der Versuch an sich lässt sich in einer halben Stunde aufbauen. Empfohlen wird mit einer kleinen Gruppe von maximal 30 Teilnehmern zu arbeiten und diese hinterher zu befragen. Am zeitaufwendigsten sei die Programmierung des Stores und des Regalinhalts. So müsse man insgesamt für eine Studie mit sechs Wochen Zeitaufwand rechnen. Neben den qualitativen Inhalten werden freilich zahlreiche Informationen über die Reaktionen der Probanden gesammelt und dem Auftraggeber zur Verfügung gestellt.


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