Research Plus in Mannheim

Im Rausch der Daten

Bereits zum dritten Mal trafen sich die Marktforscher in Mannheim
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Bereits zum dritten Mal trafen sich die Marktforscher in Mannheim
Zum fünften Mal trafen sich Marktforscher aus der Region Rhein-Neckar zur Research Plus in Mannheim. Drei Vorträge spendeten reichlich Stoff für Gespräche. Rund 50 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum Netzwerken.


Prof. Herbert Schuster zeigte, wie sein Unternehmen Innoplexia mit Hilfe von öffentlich verfügbaren Daten wichtige Hinweise etwa für Stromversorger oder Telefondienstleister bekommt, wann viele Verbraucher gerade nach einem neuen Anbieter suchen oder kündigen wollen. Sie nutzen dafür die Google-Suche. Und zwar simulieren sie mit lokalen ID-Adressen, wie sich diese an verschiedenen Standorten unterscheidet. Schuster räumt ein, dass seine Methoden nicht streng wissenschaftlich sind, aber die Ergebnisse kommen schnell und geben wertvolle Hinweise. „Daten sind wichtiger als Methoden“, sagt er und sieht die Cloud als sichere Zukunftstechnologie.



Zuvor hat Jan Karem Höhne seine Forschung zu Sensordaten über Bewegung von Befragten vorgestellt. Der Wissenschaftler von der Universität Mannheim hat das Tool Survey Motion entwickelt und getestet, wie die Mobilität eines Befragten während des Ausfüllens eines Online-Fragebogens erfasst werden kann. Praktische Anwendung könnte zum ein Anschluss an Fitness-Apps sein oder das Überprüfen der Qualität bei mobil ausgefüllten Umfragen.

Zu Beginn des Abends hat Rebecca Rutschmann von Social by Heart noch einmal den Fall Cambridge Analytica aufgerollt und gezeigt, an welcher Stelle wirklich illegale Handlungen vollzogen wurden und dass Facebook bereits sehr früh wusste, was da schief gelaufen ist. Mit einfachen Fragen zum täglichen Umgang mit Daten brachte sie anschließend die Besucher der Veranstaltung zum Nachdenken.


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