Qual 360

Forscher bekommen Unterstützung von Maschinen

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© Qual360
Die Qual 360 von Merlien fand in diesem Jahr wieder in Berlin statt. Rund 100 Teilnehmer aus der ganzen Welt waren bei dem Event dabei. 
Die Zukunft von Qual ist ein Methodenmix. Dieser Satz, der ganz am Ende von Tag 1 fällt, steht für den Spirit der gesamten Konferenz Qual 360. Das zeigte der Hauptsponsor Quilt.AI, ein Tech-Start-up aus Singapore, der das Netz nach Informationen zu jedem beliebigen Thema durchsucht und dabei die geografische Perspektive des Suchenden einnehmen kann. Guy White zeigte wie sich die Crowd mit Catalyx analysieren lässt. Und das zeigte sich auch bei der Vorstellung des Knowledge-Management-Tools von Market Logic. Jonas Schleeberger von EON konnte eindrucksvoll erklären wie der Energieversorger die Maschine seit drei Jahren mit Studien, Insights, Wissen gefüttert hat. Sie steht nun dem gesamten Unternehmen zur Verfügung und er hat eine Zeitersparnis von 23 Millionen Euro errechnet. Die Maschinen liefern mithin dem Forscher ergänzende Informationen, bieten die Grundlage für Befragungen, helfen beim Forschungsdesign.


Darauf aufbauen können dann qualitative Methoden. Auch die waren natürlich Thema. Ein Plädoyer für die pure Qual-Forschung kam von Alexandra Mandl von Butterfly, einem Institut aus London. Mit Leidenschaft trug sie vor, wie sie mit einer Gruppe in Kanada arbeitete während draußen ein Schneesturm tobte. 


Agilität und Schnelligkeit sind ebenfalls Treiber für qualitative Forscher. Das zeigten Anita Peerdeman von Insites Consulting und Maren Jekel von Henkel, die in 3 Monaten 24 Projekte für neue Produkte entwickeln konnten. Die Studie überzeugte auch das Management mehr Marktforschung zu betreiben. 


Katharina Schaarschmidt von Skopos demonstrierte wie sie das Startup Kindoh mit einer Pop-up-Community unterstützte, deutsche Eltern von Wickelkindern zu verstehen und einen Onlineshop für Windeln aufzubauen. 

Am Tag 2 beeindruckten vor allem die B2B-Forscher von Ericsson, die zeigten wie sie mit der schwierig erreichbaren Zielgruppe ihrer Nutzer von Druckern in Kontakt kamen. 

Auf Trendsuche in Sachen Beauty begaben sich Britta Kautzky von KAO Germany und Gerhard Keim von Point Blank.

Katrin Krüger von Happy Thinking People und Jessica Adel von Electrolux machten deutlich, das VR in der Marktforschung durchaus noch nicht tot ist. Elektrogeräte von Electrolux wurden den Probanden mit VR-Brille präsentiert und anschließend darüber diskutiert. Das Engagement der Teilnehmer war hoch. 
Wichtig war wie immer bei solchen Veranstaltungen auch das Networking. Am ersten Abend hatte Happy Thinking People in sein Büro eingeladen. 
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