Pressekonferenz Digitaltag 2021

Deutschlands digitale Spannungen überwinden

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© Initiative "Digital für alle"
Im Vorfeld des Digitaltages 2021, der am 18. Juni bereits zum zweiten Mal stattfindet, gab die Initiative „Digital für alle“ eine Pressekonferenz. Neben der Programmvorstellung des Digitaltages stellten die Redner Erkenntnisse zu den Wünschen der Deutschen in Bezug auf die Digitalisierung vor.
Bitkom-Präsident Achim Berg eröffnete die Pressekonferenz mit der Vorstellung der Studienergebnisse, die im Auftrag der Initiative „Digital für alle“ anlässlich des zweiten bundesweiten Digitaltags durchgeführt wurde. Befragt wurden mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren.

Die Studie macht deutlich: 90 Prozent der Befragten möchten nicht mehr auf die Vorzüge der Digitalisierung wie Onlineshopping, Streaming, Homeoffice und Co. verzichten. Dennoch würden mehr als die Hälfte der Probanden gerne stärker am digitalen Leben teilnehmen, sich aber nach eigener Aussage hierfür nicht gut genug mit den entsprechenden Technologien auskennt.

Ihre Digitalkompetenz schätzen die Deutschen auf einer Schulnotenskala im Durchschnitt lediglich als befriedigend (3,1) ein – ein leichter Anstiegt zum Vorjahr mit der Note 3,3. Deshalb wünscht sich mehr als die Hälfte der Befragten die Hilfestellung von Begleitpersonen, eine barrierefreie Gestaltung digitaler Angebote, sowie die Förderung von Medien- und Informationskompetenzen im Alter.

Und auch Petra Bentkämper, die Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, sieht die Medienkompetenz der Deutschen als Herausforderung der Digitalisierung. Denn vielen älteren Menschen sei es während der Pandemie schwergefallen, mit dem abrupten Anstieg der Verwendung digitaler Tools Schritt zu halten. Deshalb müsse es ein Ziel der Digitalisierung sein, eine weiter digitale Spaltung zu verhindern und allen Menschen zu ermöglichen, an der Digitalisierung teilzuhaben.

Uwe Brandl, erster Vizepräsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes fordert deshalb die Etablierung eines „Kompetenzzentrums für Digitalisierung“ für Kommunen, das Fortbildungsangebote organisiert und den Kommunen beratend zur Seite steht. Denn digitale und effiziente Kommunen können ihren Bürgern das Leben durch digitale Dienste per App oder im Netz leichter machen und bilden so einen wesentlichen Baustein für gleichwertige Lebensverhältnisse.

Zur Förderung der digitalen Teilhabe aller Altersklassen bietet der Digitaltag 2021 am 18. Juni unter dem Motto "Deutschlands digitale Spannungen überwinden" eine Plattform, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten und einen gesellschaftlichen Dialog anzustoßen. Geplant sind mehr als 1.500 Online-Aktionen und Präsenzveranstaltungen, wie Seminare, Livestreams, Tutorials und Hackathons. Eröffnet wird der Digitaltag durch die Digitalstaatsministerin Dorothee Bär, die im Zuge des Programms auch den mit 20.000 Euro dotierten „Preis für digitales Miteinander“ in zwei Kategorien verleiht.

Über den Digitaltag:
Der Digitaltag ist ein Aktionstag der Initiative „Digital für alle“. Ziel ist es, durch dezentral organisierte Aktionen Einblicke in digitale Themen zu geben und Digitalisierung erlebbar und verständlich zu machen. Teilnehmen dürfen alle, sowohl Privatpersonen, als auch Unternehmen.
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