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Die Sonntagsfrage hat wenig statistischen Nutzen

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In der zweiten Diskussionsrunde auf der Insights21 diskutiert Medien- und Marktforscher Dirk Engel mit Gästen, ob die regelmäßigen Debakel der Wahlforschung Auswirkungen auf das Image der Marktforschung haben.

Vergessen wir mal die Sonntagsfrage, mit welchen Methoden ließe sich eine Wahl tatsächlich vorhersagen, so die Fragestellung zu Beginn der Diskussion. Rainer Faus, Co-Gründer von pollytix strategic research, glaubt, dass eine multimodale Methode – etwa auch mit qualitativer Forschung – sinnvoller sei, als lediglich die Sonntagsfrage zu stellen. Wobei er darauf hinweist, dass diese lediglich ein Stimmungsbild und keine Prognose veröffentlichen würden.


Prof. Frauke Kreuter von den Universitäten München, Maryland und Mannheim, sieht ebenfalls einige Stellschrauben, die die Survey-Forschung verbessern können. Da man nie alle relevanten Wählergruppen erreiche, müsse man nach dem sozialen Kontext fragen. Etwa: „Was glauben Sie, wie würden die Menschen in Ihrer unmittelbaren Umgebung entscheiden?“ Auch bei der Impfbereitschaft habe diese Methode gute Ergebnisse hervorgebracht. Es gebe aber viele weitere Stellschrauben.

Außerdem mit dabei war Stern Redakteur Frank Donovitz, der vor allem beisteuern konnte, wie Medien mit den Wahlumfragen umgehen. Er berichtet auch von sogenannten Wahlbörsen, die einen Beitrag einer multimodalen Methode sein könnten, aber natürlich keine Zufallsstichprobe sind.

Die ganze Diskussion sehen Sie jetzt hier:

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