planung&analyse Insights 2019

Über den Tellerrand schauen

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Die Insights 2019 schließt mit Vorträgen zu digitalen Sprachassistenten und zur Renaissance der qualitativen Marktforschung. Ein Blick nach Myanmar zu Marktforschung zwischen Ochsenkarren und Industrie 4.0 gibt nochmal einen ganz anderen Blick, was Feldforschung bedeuten kann. Termin 2020 steht fest: 27. und 28. August in Frankfurt.

Julia Görnandt, Country Managerin Deutschland, SKIM nimmt das Publikum mit an den Touchpoint: Digitale Sprachassistenten: Wie gehen Kunden mit Alexa und Co. um. Sprachassistenten sind bereits ein Kanal für Kundenbindung, aber auch für ein Einkauf. Doch welche Bedeutung nehmen Sprachassistenten heute bereits ein?

Julia Görnandt, Country Managerin Deutschland, SKIM
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Julia Görnandt, Country Managerin Deutschland, SKIM
Für die SKIM Voice Studie 2018 wurden in USA, UK, D online Personen zu ihrer Einstellung zu Sprachassistenten befragt und wofür sie diese nutzen. In einem Online Bulletin Board wurden tiefere Insights zur Nutzung in den USA gewonnen und abgerundet wurde die Studie durch Tiefeninterviews mit eCom-Experten (Markteteers und Tech-Experten). Ein paar Ergebnisse aus Deutschland: per Smartphone als Sprachassistent suchen 91 Prozent nach Infos und 78 Prozent nach dem Wetter. Bei der Suche über Voicespeaker kommt zuerst Musik (95 Prozent), Wetter (93 Prozent), Infos (86 Prozent) und 81 Prozent nutzen den Sprachassistenden einfach aus Spass. Für Görnandt ergeben sich dabei für Marken vier Möglichkeiten im Bereich Sprache: Shopper Marketing – Direct-to-Consumer – Brand Building – Kollaboration.
Nina Keller (Senior Project Director, Happy Thinking People) und Thorsten Fulde (Head of Global Market Research, WMF Group GmbH)
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Nina Keller (Senior Project Director, Happy Thinking People) und Thorsten Fulde (Head of Global Market Research, WMF Group GmbH)

Wie man die stetig steigende Anzahl digitaler Möglichkeiten und Tools dafür nutzen kann, die qualitative Marktforschung zu bereichern, stellen Nina Keller von Happy Thinking People und Thorsten Fulde von WMF anhand einer Topf-Studie vor. Dort sollten die Teilnehmer per App Einblicke in ihre Küchen geben oder auch nach Töpfen recherchieren. Anschließend wurden – ganz analog in einem Workshop – gemeinsam mit Kunden und Konsumenten Prototypen kreiert. Dabei kam heraus, dass Töpfe durchaus Emotionen erzeugen können – und, dass qualitative Marktforschung am besten funktioniert, wenn man digitale und analoge Tools kombiniert.

Marita Schimpl (Head of Marketing Research, Myanmar Survey Research)
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Marita Schimpl (Head of Marketing Research, Myanmar Survey Research)

Einen Blick über den Tellerrand wagt Marita Schimpel von Myanmar Service Research im letzten Vortrag der diesjährigen Insights Konferenz. Die letzten zwei Tage haben wir viel von Herausforderungen gehört, denen die Marktforschung sich hierzulande stellen muss. Challenges etwas anderer Art kommen hinzu, wenn man Marktforschung in Myanmar betreiben will: mangelhafte Infrastruktur, Monsun, Stromausfälle. Und auch der Konsument sieht in Myanmar anders aus: Die Mehrheit kauft auf Märkten und nicht bei großen Retailern ein. Einer der Gründe: Ein Großteil der Landbevölkerung hat keinen Kühlschrank. Smartphones hingegen sind bei Jung und Alt, Land- und Stadtbewohnern verbreitet. Trotzdem werden vor allem Face-to-Face Interviews durchgeführt, da die Medienkompetenz für Online-Befragungen aktuell noch nicht ausreicht.

planung&analyse Insights 2019: The Bigger Sense





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