Marktforschung und Unternehmensberater

Gefährliche Giganten

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Marktforscher und IT-Konzerne oder Berater stehen nicht in direkter Konkurrenz. Aber immer häufiger werden sie in Unternehmen mit Aufgaben und Etats bedacht, die eigentlich auch ein Marktforscher erledigen kann. Klaus Janke hat die Situarion untersucht.
Der Kurs ist klar erkennbar: Accenture Interactive, mittlerweile weltweit größte Digitalagentur, schließt konsequent alle Lücken im Portfolio. „Unser Ziel ist es, der führende Anbieter von Lösungen für integrierte Kundenerlebnisse zu werden“, sagt Matthias Schrader, Chef von Accenture Interactive im deutschsprachigen Raum. Der gesamte Accenture-Konzern pumpt sich seit einigen Jahren mächtig auf. Weltweit werden Unternehmen übernommen, auch Spezialisten für Künstliche Intelligenz, Data Analytics, Machine Learning, Cloud-Lösungen, Innovationstechniken, CRM, User Experience und vieles mehr.


Ähnlich agieren die Konkurrenten, Consultants und Wirtschaftsprüfer wie McKinsey, KPMG, Deloitte, PwC, EY und die Boston Consulting Group, aber auch IT- und Tech-Firmen wie IBM, Capgemini, SAP und Salesforce, die ihr Portfolio ebenfalls massiv erweitern. Mit Hochdruck arbeiten sie daran, sich bei ihren Kunden unverzichtbar zu machen. Schon ein oberflächlicher Blick auf das Leistungsportfolio der Beratungsriesen zeigt: Da tauchen viele Bereiche auf, für die sich auch die Marktforschungsinstitute zuständig fühlen – Marktanalysen, Consumer Insights, Customer Experience, Kunden- und Mitarbeiterbefragungen, Produktinnovation. Und teilweise bekommen sie ja auch die entsprechenden Aufträge, denn für viele Marktforschungsinstitute sind die Beratungskonzerne nicht in erster Linie Konkurrenten, sondern wichtige Kunden.
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