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Die britische Market Research Society hat eine Rangliste der größten Marktforschungsinstitute in UK herausgegeben. Kantar hält mit einem Umsatz von 461,5 Millionen Britische Pfund (GBP) den Spitzenplatz für das Jahr 2019. Aus dem „Research Live Industry Report 2021“ geht außerdem hervor, dass der britische Marktforschungssektor mindestens 7 Milliarden Pfund wert ist.
Die Rangliste des britische Forschungsverband Market Research Society (MRS) basiert auf den Umsätzen der in UK beheimateten Institute aus dem Jahr 2019, die internationale Umsätze einschließt, die in UK gemanged und in Rechnung gestellt wurden. Die Top 100 der Branche erwirtschafteten einen Umsatz von zusammen 3,8 Milliarden Pfund, mit einem Wachstum von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 72 der Top-100-Unternehmen sind im Jahr 2019 gewachsen, so der Bericht. Demnach bleibe Großbritannien nach den USA der zweitgrößte Insights-Markt der Welt. Innerhalb Europas stammen dem Report zufolge 49 Prozent der Umsätze von der Insel. Laut dem britischen „Research Live Industry Report 2021“ beschäftigt die Branche mindestens 64.000 Mitarbeiter in 4.000 Unternehmen.


Kantar hält dabei den Spitzenplatz mit einem Umsatz von 461,5 Millionen GBP. Gartner und Ipsos liegen auf Platz 2 und 3 mit einem Umsatz von 278,9 beziehungsweise 264,9 Millionen GBP. Nielsen Media Research steht auf Platz 10 (es werden andere Nielsen-Gesellschaften separat aufgeführt) und wurde als das am schnellsten wachsende Einzelunternehmen bezeichnet. Nielsen übernahm Ende 2018 das Advertising-Intelligence-Geschäft von Ebiquity. Die GfK nimmt Platz 17 ein mit einem UK-Umsatz von 52 Millionen GBP. Hier wird ein Rückgang des Umsatzes um 47 Prozent gegenüber dem Jahr 2018 errechnet. Die Zahlen seien natürlich mit Vorsicht zu verwenden, schreibt David Barr in seiner Analyse für das MRS. Schließlich war 2019 ein Jahr ohne Pandemie.

Für die gesamte Branche rechnet der britische Verband mit einem Umsatz von 7 Milliarden GDP. Gegenüber der vorherigen Schätzung sind das 40 Prozent mehr. Sehr interessant zu beobachten wird sein, welchen Einfluß der Brexit, und natürlich die Corona-Pandemie auf die Marktsituation in UK haben werden.
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