Kantar Marketplace startet

Schnelle und preiswerte Lösungen mit hohem Impact

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Bernd Büchner
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Bernd Büchner
Bernd Büchner, CEO von Kantar Millward Brown Deutschland, erklärt, was der neue Kantar Marketplace leisten kann und warum das Unternehmen die DIY-Plattform launcht.
Kantar startet heute, wie im Januar angekündigt, eine Plattform mit automatisierten Lösungen. Ist dies die Antwort auf die Anforderung von Kundenseite „Double impact, half time, half cost“? Es geht natürlich in die Richtung, sehr schnelle und preiswerte Lösungen mit hohem Impact, zum Beispiel die bewährten Lösungen wie das Pretest- und Werbemitteltool Link, anzubieten, von dem schon über 150.000 Tests vorliegen. Genau dies wünschen auch unsere Kunden.


Wie funktioniert der Kantar Marketplace? Ist dies ein Store mit Lösungsangeboten für bestimmte Fragestellungen?
Ja, denn ein Teil des Angebotes sind bewährte Tools wie unsere agilen Pretest-Ansätze Link Express und Link Now sowie Ad Now. Unser Angebot wird in den nächsten Monaten zum Beispiel in Richtung Concept-Testing erweitert. Zum Zweiten können Kunden aber bald auch eigene kleine Befragungen im Do-It-Yourself Modus durchführen.

Was kann denn der Kantar Marketplace? Für welche Aufgaben wurde er entwickelt? Der Kantar Marketplace gibt unseren Kunden agile, aber dennoch bewährte Lösungen an die Hand, welche unterschiedlichste Fragestellungen des Marketings beantworten. Dabei kann der Kunde den Grad der Beratungsleistung durch Kantar festlegen. Das reicht vom reinen Do-It-Yourself-Tool bis zu komplett durch uns abgewickelte Projekte einschließlich der Beratung durch unsere Experten. Dieses Angebot wird kontinuierlich ausgebaut. Noch in diesem Jahr kommen weitere Lösungen hinzu. Unter anderem ein Tool, mit dem Kunden eigene DIY-Studien durchführen können, sowie eine Datenbank mit Quick Poll – Daten von Kantar und Lightspeed. Alles wird in den nächsten Monaten noch deutlich ausgebaut.

Wer ist die Zielgruppe in Ihren Augen? Der Insight Manager im Unternehmen oder ein Nicht-Marktforscher etwa aus dem Marketing? Die Anwender müssen vor allem Know-how haben, um zum jeweiligen Problem das passende Tool zu wählen, bei eigenen Studien die Fragen richtig zu formulieren, die Zielgruppe richtig zu definieren, etc. Dies gilt für alle derartigen Plattformen. Darüber hinaus spricht Kantar Marketplace, wie mittlerweile die gesamte Marktforschung, neben Insights-Managern auch Marketing, Werbeplaner, Mediaentscheider und andere Zielgruppen an. Denn ohne eine Relevanz über die Marktforscher hinaus, deren Fachwissen aber enorm wichtig bleibt, ginge es ja gar nicht mehr vor dem Hintergrund der zahlreichen marktforschungsfremden, neuen Konkurrenten.

Welche Tools stehen von Beginn an in Deutschland zur Verfügung? Dies sind Link Express und Link Now – die weltweit führende Pre-Testing-Lösung für TV, Print, PoS, Out of Home und Digital – und Ad Now, ein Post-Test zur Evaluierung bereits geschalteter Kommunikationsaktivitäten.

Welche Ausbaustufen sind angedacht? Aktuell und sehr relevant für Innovations- und Konzepttests ist die ebenfalls seit Jahren eingesetzte und bewährte eValuate-Familie, dann ist einiges in Richtung Reputation Intelligence geplant. Das wird aber nicht das Ende sein – es gibt eine kontinuierliche Erweiterung zum Beispiel auch in Richtung Marke.

Kantar hatte sich vor einigen Jahren bei Zappi Store mit Anteilen engagiert. Diese sind jetzt zurückgekauft worden. Ist das Tool Link für Pretests von Anzeigen eine Neuentwicklung oder identisch mit dem Link, das früher im Zappi Store zugänglich war? Das Tool ist nicht neu, aber Link wird ständig weiterentwickelt, um neueste Erkenntnisse über Werbewirkung zum Beispiel aus den Neurowissenschaften abzubilden. Mit dem Kantar Marketplace können Kunden die Werbewirkung über alle Touchpoints über eine zentrale Stelle mit der gleichen Methodik testen. Die Testergebnisse liegen auf einer Plattform und können so leicht verglichen werden. Es ist also eine „organische“ Weiterentwicklung von Link, so wie es aus dem Zappi-Store bekannt ist.

Gibt es für Kunden die Möglichkeit, die Plattform auf ihr eigenes Unternehmen zu branden? Die Plattform selber nicht, aber die Outputs, die generiert werden. Ein Download würde also mit dem Markennamen oder dem Logo erscheinen. Weitere Services an dieser Stelle sind in Entwicklung.

Können Kunden ihre bestehenden Daten importieren? Standardmäßig werden historische Daten aus durchgeführten Link Tests bis zu fünf Jahre zurück in unserem automatisierten Link-Dashboard und der Ad Library verfügbar sein. Außerdem ist ein Download jeder Ergebnisseite aus dem Dashboard in Powerpoint möglich.

Das zur Verfügung stehende Panel stammt sicherlich von Lightspeed aus der Kantar-Familie? Wird es auch möglich sein, andere oder eigene Panels anzuschließen? Wir werden auf die gleichen Panelpartner zurückgreifen wie beim Testing über Zappi. Damit ist die Datenkonsistenz sichergestellt. Kantar Marketplace greift also auf eine Palette von Panelpartnern zu, nicht nur Lightspeed GMI. Dies ist im Übrigen schon notwendig, damit auch komplexe Multi-Cell-Tests schnell durchgeführt werden können.

Sind auch anspruchsvolle Analysen auf der Plattform möglich? Mit dem Link Dashboard kann man Meta-Analysen fahren, zum Beispiel zur Ad-Performance über Touchpoints oder nach Subgruppen. Anspruchsvolle Analysen werden aber typischerweise weiterhin kundenspezifisch in Form von Ad-hoc-Beratungsaufträgen abzuwickeln sein – hier endet die Self-Service-Seite der Plattform und geht in unser klassisches Beratungsgeschäft über.

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