Insights Festival von Esomar

Bunt, inspirierend und global

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© Esomar
Der Weltverband Esomar zündet bei seinem Kongress auch virtuell ein Feuerwerk ab. Fast rund um die Uhr senden Forscher aus aller Welt ihre Messages in alle Welt. Das Festival dauert noch bis Donnerstag. Wer Esomar-Mitglied ist, kann kostenfrei zusehen. Ein kleiner Blick in Tag 1. 

Mit Storytelling at its best begrüßt Joaquim Bretcha, Präsident des Weltverbandes der Marktforscher Esomar, die Teilnehmer des ersten virtuellen Weltkongresses. Nicht in Toronto, wie ursprünglich geplant, sondern überall auf der Welt und aus aller Welt wird über die schönen und die problematischen Seiten der Marktforschung berichtet, über die Herausforderungen und Möglichkeiten der Branche und natürlich auch über die aktuellen Themen, die die Menschen bewegen. Bretcha berichtet von Menschen vor mehreren Hundert Jahren, die zwar den Himmel über sich malen konnten, aber nicht die Ausmaße des Landes kannten, auf dem sie standen. Dann erzählt er die Geschichte von der Eroberung Amerikas und der Bedeutung von Navigationsgeräten und Karten. Seine Brücke zur Marktforschung? „Wir brauchen eine neue Kartografie“, denn die Veränderungen der Welt seien enorm und „Marktforscher können helfen zu navigieren“ in einer ungewissen Zeit.



Nach dem poetischen Entree stimmt Stephanie Davies von Laughology aus dem United Kingdom die Zuhörer auf den Tag ein. Sie berichtet von der Wichtigkeit von Routinen und der Wichtigkeit, mit Lachen und Happiness den Alltag zu gestalten.

Der Young Esomar Award hat fünf junge Forscherteams ausgesucht, die in 60 Sekunden darum wetteiferten, am letzten Tag des Esomar Insights Festivals ihre Studien auf der großen Bühne vorstellen zu dürfen.


Am ersten Tag gibt es Vorträge zur Wirkungsforschung von Werbung und Medien und stellt die Marke in den Vordergrund. Mit dabei Pete Cape, Director Global Management von Dynata, ein indisch-britisches Team von Unilever, Minh Nguyen von Google Japan, ein mexikanisches Team mit Netquest, Nielsen und Facebook und viele andere.

Sehr insightful war ein Zwiegespräch zwischen Frédéric-Charles Petit von Harris Interactive und Toluna aus Frankreich mit Richard Thorogood von Colgate-Palmolive aus den USA. Thorogood beschreibt die drastischen Veränderungen, die in den vergangenen Monaten auf die Forscher in der ganzen Welt zugekommen sind und sieht die neuen Möglichkeiten, angefangen von virtuellen „in-home-visits“ bis zur Frage der Nachhaltigkeit, die in der Krise für die Verbraucher offenbar an Wichtigkeit zugenommen hat. Er gibt allen Zuschauern den Rat: „Speak about people, not consumer!“
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Mit dem Schluss des Programms auf dem Main Stage ist der Tag noch lange nicht zu Ende. Zahlreiche weitere Diskussionen und Interviews werden bis kurz nach Mitternacht gesendet, mit Schwerpunkt auf Nordamerika aber durchaus interessanten Themen. Etwa die Diskussion um die kommende Wahl in den USA. Nur ein Satz sei hier zitiert: „Die Menschen sind nicht an Wahrscheinlichkeiten interessiert, die wollen Sicherheit“ auf die Frage nach dem Einfluß der Berichterstattung über Vorwahl-Umfragen durch die Medien.

Kirstin Luck aus dem Esomar-Vorstand, die sich mit Merger & Aquisitions in der Mafo-Branche beschäftigt, weiß um die Sorgen vieler Unternehmenslenker in diesen Tagen und macht den Zuhörern Mut: „Have a mindset of resilience and optimism. Stop talking about research methods and talk abut possibilities in business.“

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