Initiative der Markt- und Sozialforschung

Aufklärer verliert Unterstützer

Ein Beispiel aus der aktuellen Anzeigenkampagne der IMSF
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Ein Beispiel aus der aktuellen Anzeigenkampagne der IMSF
Teile der Branche verabschieden sich von der finanziellen Unterstützung der Initiative der Markt- und Sozialforschung. BVM kündigt auf der Mitgliederversammlung an, dass kein Geld mehr fließt.

BVM-Vorstand Frank Knapp erklärt auf der Mitgliederversammlung des Berufsverbandes Deutscher Markt- und Sozialforscher (BVM) man sehe die Effizienz der Initiative als fraglich, daher werde sie finanziell nicht mehr unterstützt. Der BVM habe in der Vergangenheit erhebliche Summen zur Verfügung gestellt und jetzt habe eine Budgetaufstockung zur Diskussion gestanden. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte er am Sonntag auf der Mitgliederversammlung in Hamburg, „aber wir müssen unsere Möglichkeiten fokussieren“.



Die Initiative der Markt- und Sozialforschung wurde 2011 von den vier Branchenverbänden ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V., Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e. V. (ASI), BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V. und Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e. V. (DGOF) gegründet.

Es wurden zusätzliche Fördermitglieder von Unternehmen aus der Branche gewonnen. Aufgabe des Vereins sollte die Information der Bevölkerung über Markt- und Sozialforschung sein. Dafür wurde der Tag der Marktforschung in verschiedenen Städten durchgeführt. Mit Radiospots wurde versucht, die Abgrenzung zwischen Anrufen zu Forschungszwecken und Werbung oder Direktmarketing deutlich zu machen und dadurch die Akzeptanz und die Mitmachbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen.


Bereits ein Jahr nach der Gründung, 2012, hatte der BVM in einer Mitgliederversammlung schon einmal beschlossen, die Fördermittel für den Verein zu reduzieren. Die Wirkung der Maßnahmen konnten in einem Tracking nicht nachgewiesen werden, hieß es damals. Nun zieht sich der Berufsverband aus der Finanzierung ganz zurück.

Der Initiative war vom Finanzamt Nürnberg die Gemeinnützigkeit aberkannt worden und musste daher seine Aktivitäten für drei Jahre auf Eis legen. Im vergangenen Jahr wurde dem Verein vom Finanzamt Berlin die Gemeinnützigkeit wieder zugesprochen. Eigentlich könnte die Arbeit jetzt wieder losgehen. Wie die anderen Träger der Initiative mit der jetzigen Situation umgehen, wird weiter berichtet.

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