Gute Vorsätze

Die Menschen wollen etwas ändern

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Der Jahreswechsel ist geradezu prädestiniert für gute Vorsätze. Da liegt es auf der Hand, zu fragen, was soll anders werden? Wir haben gleich mehrere Umfragen dazu gefunden, die sich nur in einer Sache einig sind: Die Menschen wollen etwas ändern.




Das Institut Forsa fragte im Auftrag der DAK-Gesundheit N=1.001 Menschen im Zeitraum 11. bis 18. November 2022. Zwei von drei Menschen (67 Prozent) in Deutschland geben demnach an, dass sie Stress vermeiden oder abbauen wollen. Mehr Zeit für die Familie steht mit 64 Prozent auf Platz 2. Auch umweltfreundliches Verhalten ist ein frommer Wunsch zum Jahreswechsel - vor allem für jüngere Befragte im Alter von 14 bis 29 Jahren (80 Prozent).

61 Prozent der von Forsa Befragten möchten sich im kommenden Jahr mehr bewegen oder Sport treiben. Etwas mehr als die Hälfte beabsichtigt, sich im Jahr 2023 mehr Zeit für sich selbst zu nehmen (54 Prozent) und sich gesünder zu ernähren (53 Prozent). 40 Prozent wollen im kommenden Jahr sparsamer leben. Jeweils rund ein Drittel der Befragten möchte versuchen weniger Fleisch zu essen (34 Prozent), abzunehmen (33 Prozent) sowie das Handy, den Computer oder das Internet weniger zu nutzen (31 Prozent). 20 Prozent nehmen sich vor, 2023 weniger fernzusehen, 16 Prozent wollen weniger Alkohol trinken und 9 Prozent mit dem Rauchen aufhören.

Im Vergleich zu den Vorjahren zeigen sich hier nur wenige Veränderungen. Allerdings geben mehr Befragte als noch in den letzten Jahren an, dass sie im nächsten Jahr sparsamer sein möchten. Während Frauen sich häufiger als Männer vornehmen, sich mehr Zeit für sich selbst zu nehmen, fassen Männer häufiger die Vorsätze, sich gesünder zu ernähren und weniger Alkohol zu trinken.
Das ist die Rangliste der guten Vorsätze 2023
• Stress vermeiden oder abbauen (67 Prozent)
• Mehr Zeit für Familie/Freunde (64 Prozent)
• Umwelt- bzw. klimafreundlicher verhalten (64 Prozent)
• Mehr bewegen/Sport (61 Prozent)
• Mehr Zeit für mich selbst (54 Prozent)
• Gesünder ernähren (53 Prozent)
• Sparsamer sein (40 Prozent)
• Weniger Fleisch essen (34 Prozent)
• Abnehmen (33 Prozent)
• Weniger Handy, Computer, Internet (31 Prozent)
• Weniger fernsehen (20 Prozent)
• Weniger Alkohol trinken (16 Prozent)
• Rauchen aufgeben (9 Prozent)

Quelle: Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit N=1.001 Menschen im Zeitraum 11. bis 18. November 2022
Alle Ergebnisse der Forsa-Studie finden sich hier.
 Auch Statista hat im November (7. bis 13.11.2022) gefragt „Welche Vorsätze haben Sie für das kommende Jahr?“ Von den 351 Befragten (diejenigen, die gute Vorsätze hatten) sagten 49 Prozent „gesünderes Ernähren“ stehe bei Ihnen an erster Stelle. „Mehr Sport treiben“ wünschen sich 48 Prozent. „Mehr Geld sparen“ 46 Prozent. Mehr Zeit für Freunde und Familie wünschen sich 43 Prozent und Jede/r Dritte (36 Prozent) will abnehmen.
Gute Vorsätze für 2023. Online-Befragung 7. bis 13.11.2022. Antworten von 351 Befragten (diejenigen, die gute Vorsätze hatten) auf die Frage „Welche Vorsätze haben Sie für das kommende Jahr?“
© Statista
Gute Vorsätze für 2023. Online-Befragung 7. bis 13.11.2022. Antworten von 351 Befragten (diejenigen, die gute Vorsätze hatten) auf die Frage „Welche Vorsätze haben Sie für das kommende Jahr?“

Fitness mit eigenem Hometrainer im Keller

Dazu passt die Meldung des Statistischen Bundesamtes, dass in jedem vierten Haushalt (27,2 Prozent) ein Fitnessgerät steht. Der Anteil ist in den vergangenen Jahren – auch im Zuge der Corona-Pandemie – leicht gestiegen: 2017 lag er bei 25,3 Prozent. Allerdings geht bei manchen Haushalten der Trend zum Zweit- oder Drittgerät: 2017 standen rund 11 Millionen Fitnessgeräte in den Haushalten, 2022 waren es rund 1,5 Millionen Geräte mehr.

Körpergewicht rückt zum Jahreswechsel in den Fokus

Zum Jahresende und zum Jahresbeginn rückt für viele auch das Thema Körper in den Fokus und es entsteht der Wunsch etwas zu verändern. 50 Prozent der Deutschen wollen abnehmen, aber es äußern auch 6 Prozent, sie wollen zunehmen. 36 Prozent sind zufrieden mit ihrem aktuellen Körpergewicht. So Zahlen von YouGov aus der Zielgruppen-Analyse „Bodytransformation. Betrachtet werden die drei Zielgruppen der „Abnehmenden“, „Zunehmenden“ und der „Zufriedenen“ nach demografischen Aspekten, nach Social-Media-Nutzung sowie nach den Gründen für die (nicht) gewünschte Bodytransformation. Dabei stellt sich heraus, dass unter Personen, die Gewicht verlieren wollen, 57 Prozent Frauen sind. Knapp drei von zehn der Personen in der Gruppe der „Abnehmenden“ geben an, sich mit ihrem Körper nicht wohlzufühlen. 42 Prozent müssen aus gesundheitlichen Gründen Gewicht verlieren. Für 6 Prozent ist gesellschaftlicher Druck Grund für die gewünschte Gewichtsreduktion. Um ihr Ziel zu erreichen, wollen knapp zwei Drittel der „Abnehmenden“ (64 Prozent) weniger essen. 55 Prozent wollen dafür ihre Ernährung gänzlich umstellen.

Digitale Enthaltsamkeit – muss das sein?

Bei einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom (N=1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren) ist der Fokus auf den Umgang mit digitalen Geräten gelegt. Die Frage lautete: „Haben Sie sich für das kommende Jahr 2023 vorgenommen, für eine bestimmte Zeit bewusst auf digitale Geräte oder Anwendungen zu verzichten? Falls ja, wie lange wollen Sie insgesamt verzichten?“ Und tatsächlich haben sich 41 Prozent derjenigen, die digitale Geräte und Anwendungen nutzen, vorgenommen, häufiger mal abzuschalten. 14 Prozent möchten demnach einen oder mehrere Tage auf bestimmte Geräte oder Anwendungen verzichten, 5 Prozent wollen dies eine Woche lang tun. 20 Prozent haben sich vorgenommen, gleich mehrere Wochen ein bestimmtes Gerät oder etwa eine bestimmte App abzuschalten. Und 2 Prozent wollen sogar einen Monat oder länger verzichten. „Ob und wann Smartphones, soziale Medien oder zum Beispiel Games als belastend empfunden werden, ist individuell höchst unterschiedlich. Insbesondere Anlässe wie Feiertage, Urlaubsreisen oder auch während der Familienzeit in den Abendstunden sind für viele Menschen eine Gelegenheit, Geräte beiseitezulegen oder bestimmte Anwendungen zu schließen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Die Hälfte (51 Prozent) schließt eine digitale Enthaltsamkeit im Jahr 2023 für sich jedoch kategorisch aus. 

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