Größter Marktforscher weltweit wird zerlegt

Nielsen beschließt Aufspaltung

David Kenny, CEO Nielsen
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David Kenny, CEO Nielsen
Gemeinsam mit den Geschäftszahlen zum dritten Quartal meldet das Marktforschungsunternehmen Nielsen eine geplante Aufspaltung der beiden Geschäftsbereiche Global Media und Global Connect. Kenny will CEO von Media bleiben.

Einzelheiten oder Informationen über potenzielle Käufer der beiden Nielsen-Sparten wurden bei dem Pressegespräch vor Investoren offenbar nicht mitgeteilt. Der Umsatz im dritten Quartal lag mit 1,616 Milliarden US-Dollar (USD) um 1 Prozent über dem Vorjahreswert. Während der Geschäftsbereich Global Media, der die Messung des Mediaverhaltens übernimmt, im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf 870 Millionen USD zulegen konnte, sank der Umsatz von Nielsen Global Connect, der Sparte, die den Kauf der Konsumenten beobachtet und reportiert, um 2,2 Prozent auf 746 Millionen USD. Im Vorjahr (2018) konnte noch ein Nettogewinn von 96 Millionen USD im dritten Quartal ausgewiesen werden konnte, in diesem Jahr hingegen muss ein Nettoverlust von 472 Millionen USD gemeldet werden. Zum 30. September hat Nielsen dadurch Nettoverschuldung von knapp über 8 Milliarden USD.



David Kenny, Chief Executive Officer, berichtet man habe sich nach „Abschluss der strategischen Überprüfung“ über die geplante Aufspaltung der beiden Geschäftsbereiche geeinigt. Über eine Aufspaltung von Nielsen wird bereits seit einem Jahr gesprochen. Investoren hatten diese von dem Unternehmen eingefordert, um die Profitabilität zu erhöhen. ‚Im Gespräch mit dem amerikanischen Fernsehsender CNBC sagte Kenny, eigentlich haben die beiden Geschäftsbereich wenig miteinander zu tun. Seit 2016 war der Aktienkurs des Unternehmens von rund 60 auf 20 USD gefallen. Im Gespräch mit CNBC Sagte Kenny er werde nach der Aufspaltung CEO der schneller wachsenden Sparte Media bleiben, für Connect werde ein neuer CEO intern und extern gesucht. Es gebe aber derzeit keinen Käufer.

Kenny in dem Gespräch mit der Presse hinzu: "Sowohl das Global Media- als auch das Global Connect-Geschäft sind für die von ihnen belieferten Branchen unabhängig voneinander unverzichtbar, aber jedes Geschäft hat eine einzigartige Dynamik. Als zwei unabhängige Unternehmen können wir die Entscheidungsfindung mit Schnelligkeit vorantreiben und wichtige Initiativen vorantreiben, um die Leistungssteigerung jedes einzelnen Unternehmens zu beschleunigen".


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