GOR Best Practice Award 2020

Wo innovative Forschung von Praktikern gezeigt wird

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Alexandra Wachenfeld-Schell, Senior Research Director GIM
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Alexandra Wachenfeld-Schell, Senior Research Director GIM
Die General Online Research Konferenz GOR findet in diesem Jahr wieder in Berlin an der HTW statt. Beim GOR Best Practice Award 2020 stellen Praktiker gemeinsam mit ihren Kunden interessante Projekte aus der Online-Forschung vor. planung&analyse sprach mit Alexandra Wachenfeld-Schell über das diesjährige Bewerberfeld.
Welche Themen werden in diesem Jahr beim Best Practice Award auf der GOR beleuchtet? Die Einreichungen spannen einen breiten Bogen über die Themen, die uns in der Branche beschäftigen. So zeigen sie etwa, wie vielfältig künstliche Intelligenz uns dabei unterstützen kann, den Menschen in seiner Rolle als Verbraucher, Konsument oder Nutzer einer Leistung besser zu verstehen. Auch können wir sehen, wie die Analyse von Mobilitätsdaten ein tieferes Verständnis für Entscheidungswege und Wirkungsmechanismen vermittelt, oder wie prädiktive Analysen tatsächliches Verhalten vorhersagen können. Es werden spannende Use Cases aus dem Einsatzbereich von VR dabei sein und innovative Methodenkombinationen vorgestellt.


Wie viele Einsendungen gab es in diesem Jahr und wie wird entschieden, wer einen Vortrag halten darf? Wir freuen uns sehr, dass wir für die diesjährige GOR ein gutes Dutzend Einreichungen hatten. Das zeigt uns zum einen wie viel Bewegung in der Entwicklung relevanter Forschungsansätze ist und zum anderen wie gut der Award von Instituten und Unternehmen angenommen wird und auf die Sichtbarkeit ihrer Forschungslösungen einzahlt. Alle Beiträge werden anonymisiert durch unsere internationales Gutachtergremium bewertet.
Alexandra Wachenfeld-Schell
ist stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Online Forschung (DGOF), die die GOR veranstaltet. Sie ist Senior Research Director bei der GIM in Wiesbaden. Zuvor war sie in der Geschäftsleitung bei LINK in Deutschland und verantwortete dort neben der CATI-Forschung den Ausbau der Online-Forschung. Danach war sie als Geschäftsführerin bei Forsa Frankfurt und auf der Seite der Unternehmensmarktforschung mit Schwerpunkt CX tätig.
Kann man an den Einsendungen für den GOR Best Practice Award ablesen, wie sich die Schwerpunkte der Marktforschung entwickeln? In welche Richtung gehen die Praktiker. Dass die Digitalisierung nicht nur unsere Kommunikationsgewohnheiten verändert hat, sondern auch für die Forschung andere Zugänge ermöglicht, um Verhalten und Entscheidungen von Menschen besser zu verstehen, ist zwar nicht neu, aber die Art der Zugänge und damit das methodische Portfolio nehmen weiter zu. Die Themen „Messen und Tracken“ erscheinen hierbei ebenso zentral wie der Einsatz von KI und virtueller Realität sowie komplexer analytischer Verfahren. Die Einreichungen spiegeln damit die Felder wider, mit denen sich viele Kunden und Institute beschäftigen. Beim GOR Best Practice Award sollen innovative Forschungslösungen gezeigt werden, die für ein Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zur Beantwortung einer zentralen Fragestellung geleistet haben. Bei der Konzeptionierung des Wettbewerbs war für uns von Anfang an zentral, dass die Ansätze, die dort präsentiert werden, sich in der Praxis auch bewährt haben.
Die GOR in Berlin
Der GOR Best Practice Award 2020 ist Teil des Programms der General Online Research Konferenz 2020 und wird seit 2008 jährlich verliehen. Das Gewinner-Team wird traditionell auf der GOR Party bekannt geben. Darüber hinaus gibt es vier Slots mit Vorträgen zu Online Surveys, zu Big Data und zu Politikforschung. Die Konferenz findet in englischer Sprache an der HTW in Berlin von 11. bis 13. März statt.  
Zum Programm
Zur Anmeldung
Die GOR hat sich zum Ziel gesetzt, Praktiker und wissenschaftliche Forscher zusammenzubringen. Gibt es Hinweise dafür, wie gut dies gelingt? Ich glaube, ein guter Indikator ist die Zusammensetzung der GOR Besucher und hier freuen wir uns, dass die Anteile der Praktiker und Akademiker sehr ausgeglichen sind.
Short List ist veröffentlicht - die Nominierungen
Chilling with VR – A Case Study with H/T/P, Electrolux and Vobling. How the interplay between classical qualitative and VR generated efficiencies and effectiveness von Katrin Krüger (Happy Thinking People, Deutschland) und Jessica Adel (Electrolux AB Europe, Schweden)

Monetization of customer value in the rail business: Improving yield, revenues and customer relationship at the same time is possible - the case of WESTbahn in Austria von Andreas Krämer (University of Applied Sciences Europe & exeo Strategic Consulting AG, Deutschland), Gerd Wilger (exeo Strategic Consulting AG, Deutschland) und Thomas Posch (WESTbahn Management GmbH, Österreich)

Appetite for Destruction: The Case of McDonald’s Evidence-based Menu Simplification von Steffen Schmidt und Philipp Fessler (beide LINK Institut, Schweiz) sowie Marius Truttmann und Severine Caspard (beide McDonald's Suisse, Schweiz)



How to identify future trends in the automotive industry at an early stage of development by relying on access panel surveys? von Patrick Schlickmann und Jim Walker (beide SKOPOS GmbH & Co. KG, Deutschland) sowie Heiko Rother (Asahi Kasei Europe GmbH, Deutschland)

Beyond the Real Voice of the Customer: Emotion measurement with Artificial Intelligence in advertising research von Malte Freksa und Kim Rogers (beide GapFish GmbH, Deutschland), Sandra Vitt (RTL Mediengruppe, Deutschland), Holger Lütters (HTW Berlin, Deutschland) sowie Dima Feller (Pangea Labs, Deutschland)

Measuring the Incrementality of Marketing Online and Offline on Non-Experimental Data von Daniel Althaus und Thies Jarms (beide Neustar GmbH, Deutschland) sowie Ralf Schweitzer (Media-Saturn Marketing GmbH, Deutschland)

How to better uncover emotions in early-stage innovation research von Sebastian Wezel und Julia Görnandt (beide SKIM Europe) sowie Sofia Jorman (Johnson & Johnson Global)

Significant improvement of relevant KPIs with optimization of the programmatic modulation von Silke Moser (GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH, Deutschland) und Frank Goldberg (DMI Digital Media Institute GmbH, Deutschland)

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